Keine Angst vor innovativen Arzneimitteln – was Sie bei der Verordnung beachten sollten

Verordnungsthema:

Depression

Neue Studien zu Depression

Neben Medikamenten, die den Tag-Nacht-Rhythmus regulieren helfen sollen, oder beruhigenden und angstlösenden Zusatztherapien können bei Schlafstörungen vor allem kognitive Verhaltenstherapien helfen. Dr. Horsch von der Delft Universität für Technologie im niederländischen Delft untersuchte mit Kollegen der Universitäten von Amsterdam und Utrecht, wie wirksam kognitive Verhaltenstherapie zur Unterstützung gesunden Schlafs ist, wenn sie mittels eines Mobiltelefons angewandt wird.

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Ein Element, das generell wenig förderlich für den gesunden Schlaf ist, ist die ständige Präsenz leuchtender Bildschirme. Das blaue Licht der Bildschirme kann die Ausschüttung unseres Schlafhormons Melatonin unterdrücken und uns dadurch aufwecken statt schläfrig zu machen. Wissenschaftler der Columbia Universität in New York, USA, um Dr. Shechter untersuchten nun, ob speziell gelb-getönte Brillen zum Filtern des blauen Lichts den Schlaf von Personen mit Schlafstörungen verbessern konnten.

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Spezielle Medikamente docken an den Benzodiazepinrezeptor an und können so beispielsweise auf Schlaf und Ängste im Körper einwirken. Die Mittel standen allerdings immer wieder im Verdacht, das Risiko für eine Lungenentzündung zu erhöhen. Die bevölkerungsweite Studie von Dr. Chen und Kollegen vom Klinikum der National Taiwan University untersuchte dies nun.

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Bei Autoimmunerkrankungen attackiert ein fehlgesteuertes Immunstem körpereigene Zellen und Organe. Dabei ist häufig nicht nur ein spezifisches Organ betroffen, sondern es kommt auch zu Entzündungen und Veränderungen in anderen Körperbereichen – man spricht auch von einer systemischen Autoimmunerkrankung. Wissenschaftler aus Taiwan haben jetzt das Risiko für die Entstehung einer bipolaren Störung bei Patienten mit einer systemischen Autoimmunerkrankung untersucht.

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Frühere Studien fanden, dass speziell eine Untergruppe der Patienten, deren Immunsystem ungewöhnlich aktiv ist, bei denen also möglicherweise Entzündungsprozesse ablaufen, weniger von Antidepressiva profitierten. Dr. Husain vom St. Pancras Krankenhaus London sowie Experten für Affektive Störungen vom King’s College London in Großbritannien recherchierten daher nun kontrollierte Studien der letzten Jahre zum Einsatz von Entzündungshemmern bei der Behandlung von Depressionen und der Bipolaren Störung.

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Gerade bei einer schweren chronischen Erkrankung wie der Multiplen Sklerose sind auch psychische Folgen wie Depressionen möglich. Ziel der Studie von Forschern und Ärzten um Dr. Heldner an neurologischen Kliniken in Bern und Luzern in der Schweiz war es nun, Verhaltensänderungen bei MS-Patienten zu erfragen und sie zusätzlich neuropsychologisch zu untersuchen.

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Neue Meldungen aus Instituten und Kliniken

Unbehandelt führt MLD meist innerhalb weniger Jahre zum Tod – doch früh erkannt, kann die verfügbare Gentherapie schwere Symptome und den frühen Tod bei etwa der Hälfte der Kinder mit dieser Erkrankung verhindern. Die metachromatische Leukodystrophie (MLD) ist eine seltene, genetisch bedingte Stoffwechselerkrankung. Sie tritt meist bereits im Kleinkind- oder frühen Kindesalter auf führt zu schweren körperlichen und geistigen Einschränkungen, u. a. wegen des fortschreitenden Funktionsverlusts des zentralen und peripheren Nervensystems. In Deutschland geht man von 5 bis 16 neuen […]

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Der Placeboeffekt beruht nicht auf einem einheitlichen Mechanismus im Gehirn. Ein internationales Forschungskonsortium unter Leitung der Universität Duisburg-Essen analysierte Hirnbildgebungsdaten aus 16 Studien mit insgesamt 409 Teilnehmenden und identifizierte unterschiedliche neuronale Signalwege. Die Ergebnisse wurden am 17. Juli 2026 in Nature Communications veröffentlicht. Placeboeffekte beruhen auf der Erwartung einer Person, dass ihre Schmerzen gelindert werden. Diese Erwartung kann auf zwei unterschiedliche Arten ausgelöst werden. Bei einem Ansatz erhalten die Teilnehmenden mündliche Informationen, die nahelegen, dass eine Behandlung die Schmerzen reduzieren […]

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Eine aktuelle Analyse zeigt, dass Tenecteplase im klinischen Alltag mit kürzeren Behandlungs- und Verlegungszeiten assoziiert ist. Als Vorteil wird die Applikationsform der Bolusgabe diskutiert. Allerdings wurde Tenecteplase häufiger in zertifizierten, akademischen Stroke-Units mit hohen Fallzahlen eingesetzt. Beim akuten ischämischen Schlaganfall ist der Behandlungserfolg von der Zeit bis zum Erreichen einer Reperfusion abhängig. Entsprechend stellen die Door-to-Needle-Zeit (DTN) für die intravenöse Thrombolyse sowie die Door-in-Door-out-Zeit (DIDO) bei erforderlicher Verlegung in ein Thrombektomiezentrum etablierte Qualitätsindikatoren dar. Tenecteplase wird aufgrund seiner Applikation als […]

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Forschende des Forschungszentrums Borstel, Leibniz Lungenzentrum (FZB) und des Deutschen Zentrums für Infektionsforschung (DZIF) haben eine neuartige, auf Vollblut basierende Immunsignatur identifiziert, die sowohl die Diagnose der pulmonalen Tuberkulose (TB) als auch die Überwachung des Therapieansprechens verbessern könnte. Die Forschungsergebnisse wurden im Journal Frontiers in Immunology veröffentlicht. Das Team analysierte Vollblutproben von Patientinnen und Patienten mit pulmonaler TB vor Beginn der Behandlung, nach 14 Tagen Therapie sowie nach Abschluss der Behandlung und verglich die Ergebnisse mit Proben gesunder Kontrollpersonen. Mithilfe der multiparametrischen […]

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Freiburg, E-Zigaretten, sogenannte Vapes, liegen bei Jugendlichen im Trend – obwohl sie laut Gesetz nur an Volljährige verkauft werden dürfen und teils gesundheitliche Risiken drohen. Ein jetzt aktualisierter Cochrane Review hat untersucht: Wie bringt man Jugendliche dazu, erst gar nicht zur E-Zigarette zu greifen bzw. den Konsum wieder zu beenden? Sein Ergebnis, kurz zusammengefasst: Jugendliche, die regelmäßig individualisierte Textnachrichten aufs Handy etwa zu den Risiken des Vapens bekommen, beenden ihren Konsum wahrscheinlich häufiger als Jugendliche, bei denen lediglich einmal pro […]

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Kooperation mit radiologischen Praxen in Leipzig gestartet / Erster Datenaustausch erfolgreich durchgeführt Leipzig. Das Universitätsklinikum Leipzig (UKL) erfüllt seit Anfang Juli alle notwendigen rechtlichen, technischen und personellen Voraussetzungen für eine qualifizierte Zweitbefundung im Rahmen des erweiterten Lungenkrebsscreenings, das seit April dieses Jahres für ehemalige starke Raucher:innen angeboten wird. Hintergrund ist, dass bei einem kontroll- oder abklärungsbedürftigen Befund ein Zweitbefunder zur Beurteilung der Bilder hinzugezogen wird. Der erste Datenaustausch mit einer kooperierenden radiologischen Praxis verlief bereits erfolgreich. Seit April 2026 können […]

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Studie der LMU und des DZNE zeigt: Lewy-Pathologie allein erklärt den Nervenzellverlust bei Parkinson nicht  Die Parkinson-Erkrankung gilt als die zweithäufigste neurodegenerative Erkrankung weltweit. Ein zentrales Merkmal der Erkrankung sind sogenannte Lewy-Körperchen – Ablagerungen des Proteins Alpha-Synuclein im Gehirn. Lange galten sie als Hauptursache für den Untergang dopaminerger Nervenzellen. Eine jetzt in Nature Communications veröffentlichte Studie eines Forschungsteams der LMU München und des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) zeichnet jedoch ein deutlich komplexeres Bild. Die Forschenden untersuchten menschliches Hirngewebe […]

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MHH-Forschende haben eine App für Frauen mit genetisch bedingtem Brust- und Eierstockkrebs entwickelt. Eine Studie überprüft nun die Wirksamkeit. Bei etwa fünf bis zehn Prozent der Brustkrebserkrankungen und bei bis zu 25 Prozent der Eierstockkrebserkrankungen spielen erbliche Faktoren, sogenannte Krebsprädispositionen, eine Rolle. Betroffene können eine genetische Beratung als wichtige Grundlage für medizinische Entscheidungen in Anspruch nehmen. Dabei müssen Patientinnen häufig komplexe Informationen zu genetischen Risiken, Vorsorge- und Behandlungsmöglichkeiten verarbeiten. Dies bedeutet mitunter eine hohe psychische Belastung. Zudem lassen sich nicht […]

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Forschende der Universität zu Köln, des Deutschen Zentrums für Infektionsforschung (DZIF) sowie des Broad Institute von Harvard und MIT beschreiben im New England Journal of Medicine einen bemerkenswerten klinischen Fall. Dieser liefert neue Einblicke in die Evolution bakterieller Krankheitserreger. Die Autoren stellen das Konzept der Heterovirulenz durch das gleichzeitige Auftreten unterschiedlich virulenter Subpopulationen innerhalb einer Infektion vor. Ausgangspunkt war eine chronische Harnwegsinfektion mit Klebsiella pneumoniae, einem häufigen Erreger nosokomialer Infektionen. Im Verlauf entwickelte sich bei dem Patienten jedoch ein Gehirnabszess. Die Analyse ergab, dass im […]

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New Research, Findings Diabetes, IDF Forschung entfaltet ihren Wert insbesondere dort, wo sie bei den Menschen ankommt – wenn aus Erkenntnissen neue Behandlungsmöglichkeiten werden, von denen Betroffene profitieren. Wie das beim Typ-1-Diabetes konkret gelingen kann, zeigt das Institut für Diabetesforschung von Helmholtz Munich mit seiner Beteiligung an vier klinischen Studien am Studienzentrum von TUM Klinikum und Helmholtz Munich, die den Verlust der insulinproduzierenden Betazellen verlangsamen sollen. Welche Intervention greift bei welchem Krankheitsstadium? Die Studien setzen an unterschiedlichen Krankheitsstadien der Autoimmunerkrankung […]

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B-Zell-Depletionstherapien, bei denen B-Zellen des Immunsystems, die möglicherweise die Krankheitsaktivität bei Multipler Sklerose (MS) antreiben, vorübergehend entfernt werden, trugen in den letzten Jahren wesentlich zu einer verbesserten Behandlung Betroffener bei. Forschende des Universitätsklinikums Bonn (UKB), der Universitäten Bonn, Basel, Toronto und Yale sowie ihre Kooperationspartner haben einen bisher unbekannten Mechanismus aufgedeckt, durch den B-Zell-Depletionstherapien zu einem besseren Krankheitsverlauf bei Patient*innen mit MS beitragen. Überraschenderweise scheint die Behandlung einen Teil ihrer positiven Wirkung dadurch zu entfalten, dass sie regulatorische Immunzellen mobilisiert, […]

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Forschende entdecken neue Methode, um menschliche Abwehrzellen zu aktivierenImmunzellen schützen und heilen den menschlichen Körper. In der Medizin werden sie über biochemische Reaktionen gezielt aktiviert, um bestimmte Krankheiten zu behandeln. Forschende des Helmholtz-Zentrums Hereon, der ETH Zürich, der Humboldt-Universität zu Berlin, der Charité Berlin und des Inselspitals Bern haben nun herausgefunden, dass die Abwehrzellen auch auf die Oberflächenstruktur von Materialien reagieren – ganz ohne Chemie. Diese Erkenntnis eröffnet neue Wege für wirksame Krebs- und Immuntherapien und die Implantologie. Die Studie […]

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Lancet-Studie aus Bonn zu Menschen mit Lynch-Syndrom Menschen mit Lynch-Syndrom, der häufigsten erblichen Veranlagung für Darmkrebs, haben ein deutlich erhöhtes Erkrankungsrisiko und erhalten daher regelmäßig Darmspiegelungen. Forschende des Universitätsklinikums Bonn (UKB), der Universität Bonn, der Universität Leipzig und des Amsterdam UMC untersuchten, ob künstliche Intelligenz (KI) die Erkennung von Krebsvorstufen verbessern kann. Das Ergebnis: In spezialisierten Zentren brachte die zusätzliche KI-Unterstützung keinen relevanten Vorteil. Die Studie erschien in The Lancet Gastroenterology & Hepatology. Das Lynch-Syndrom betrifft schätzungsweise einen von 300 […]

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