Neue Studien zu Depression
In der vorliegenden Studie wurde untersucht, ob ein spezifisches Placebo eingesetzt werden kann, um das Praktizieren einer täglichen Entspannungsübung im Rahmen einer kognitiven Verhaltenstherapie bei Depression zu verbessern. Die Gruppe mit Placebo („natürliches Heilmittel zur Förderung des Fokus auf innere Stärken“) praktizierte häufiger als die Gruppe ohne Placebo, entspannte sich nach eigener Einschätzung tiefer und zeigte größere Verbesserungen in der depressiven Symptomatik.
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Wer antipsychotisch behandelt wird oder Menschen kennt, die solche Medikamente einnehmen, ist sicher schon diesem Problem begegnet: Antipsychotika-induzierte Gewichtszunahme. Dieses Problem ist bei weitem nicht nur ein Schönheitsfehler, sondern mit Risiken für ernste Folgeerkrankungen verknüpft. In einer systematischen Forschungsübersicht bestätigte sich nun das Ergebnis früherer Studien, dass sehr viele Antipsychotika zu rascher und klinisch relevanter Zunahme an Körpergewicht führen – unabhängig von der jeweiligen damit behandelten Erkrankung.
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Neue Meldungen aus Instituten und Kliniken
Unbehandelt führt MLD meist innerhalb weniger Jahre zum Tod – doch früh erkannt, kann die verfügbare Gentherapie schwere Symptome und den frühen Tod bei etwa der Hälfte der Kinder mit dieser Erkrankung verhindern. Die metachromatische Leukodystrophie (MLD) ist eine seltene, genetisch bedingte Stoffwechselerkrankung. Sie tritt meist bereits im Kleinkind- oder frühen Kindesalter auf führt zu schweren körperlichen und geistigen Einschränkungen, u. a. wegen des fortschreitenden Funktionsverlusts des zentralen und peripheren Nervensystems. In Deutschland geht man von 5 bis 16 neuen […]
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Der Placeboeffekt beruht nicht auf einem einheitlichen Mechanismus im Gehirn. Ein internationales Forschungskonsortium unter Leitung der Universität Duisburg-Essen analysierte Hirnbildgebungsdaten aus 16 Studien mit insgesamt 409 Teilnehmenden und identifizierte unterschiedliche neuronale Signalwege. Die Ergebnisse wurden am 17. Juli 2026 in Nature Communications veröffentlicht. Placeboeffekte beruhen auf der Erwartung einer Person, dass ihre Schmerzen gelindert werden. Diese Erwartung kann auf zwei unterschiedliche Arten ausgelöst werden. Bei einem Ansatz erhalten die Teilnehmenden mündliche Informationen, die nahelegen, dass eine Behandlung die Schmerzen reduzieren […]
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Eine aktuelle Analyse zeigt, dass Tenecteplase im klinischen Alltag mit kürzeren Behandlungs- und Verlegungszeiten assoziiert ist. Als Vorteil wird die Applikationsform der Bolusgabe diskutiert. Allerdings wurde Tenecteplase häufiger in zertifizierten, akademischen Stroke-Units mit hohen Fallzahlen eingesetzt. Beim akuten ischämischen Schlaganfall ist der Behandlungserfolg von der Zeit bis zum Erreichen einer Reperfusion abhängig. Entsprechend stellen die Door-to-Needle-Zeit (DTN) für die intravenöse Thrombolyse sowie die Door-in-Door-out-Zeit (DIDO) bei erforderlicher Verlegung in ein Thrombektomiezentrum etablierte Qualitätsindikatoren dar. Tenecteplase wird aufgrund seiner Applikation als […]
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Forschende des Forschungszentrums Borstel, Leibniz Lungenzentrum (FZB) und des Deutschen Zentrums für Infektionsforschung (DZIF) haben eine neuartige, auf Vollblut basierende Immunsignatur identifiziert, die sowohl die Diagnose der pulmonalen Tuberkulose (TB) als auch die Überwachung des Therapieansprechens verbessern könnte. Die Forschungsergebnisse wurden im Journal Frontiers in Immunology veröffentlicht. Das Team analysierte Vollblutproben von Patientinnen und Patienten mit pulmonaler TB vor Beginn der Behandlung, nach 14 Tagen Therapie sowie nach Abschluss der Behandlung und verglich die Ergebnisse mit Proben gesunder Kontrollpersonen. Mithilfe der multiparametrischen […]
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Freiburg, E-Zigaretten, sogenannte Vapes, liegen bei Jugendlichen im Trend – obwohl sie laut Gesetz nur an Volljährige verkauft werden dürfen und teils gesundheitliche Risiken drohen. Ein jetzt aktualisierter Cochrane Review hat untersucht: Wie bringt man Jugendliche dazu, erst gar nicht zur E-Zigarette zu greifen bzw. den Konsum wieder zu beenden? Sein Ergebnis, kurz zusammengefasst: Jugendliche, die regelmäßig individualisierte Textnachrichten aufs Handy etwa zu den Risiken des Vapens bekommen, beenden ihren Konsum wahrscheinlich häufiger als Jugendliche, bei denen lediglich einmal pro […]
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Kooperation mit radiologischen Praxen in Leipzig gestartet / Erster Datenaustausch erfolgreich durchgeführt Leipzig. Das Universitätsklinikum Leipzig (UKL) erfüllt seit Anfang Juli alle notwendigen rechtlichen, technischen und personellen Voraussetzungen für eine qualifizierte Zweitbefundung im Rahmen des erweiterten Lungenkrebsscreenings, das seit April dieses Jahres für ehemalige starke Raucher:innen angeboten wird. Hintergrund ist, dass bei einem kontroll- oder abklärungsbedürftigen Befund ein Zweitbefunder zur Beurteilung der Bilder hinzugezogen wird. Der erste Datenaustausch mit einer kooperierenden radiologischen Praxis verlief bereits erfolgreich. Seit April 2026 können […]
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Studie der LMU und des DZNE zeigt: Lewy-Pathologie allein erklärt den Nervenzellverlust bei Parkinson nicht Die Parkinson-Erkrankung gilt als die zweithäufigste neurodegenerative Erkrankung weltweit. Ein zentrales Merkmal der Erkrankung sind sogenannte Lewy-Körperchen – Ablagerungen des Proteins Alpha-Synuclein im Gehirn. Lange galten sie als Hauptursache für den Untergang dopaminerger Nervenzellen. Eine jetzt in Nature Communications veröffentlichte Studie eines Forschungsteams der LMU München und des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) zeichnet jedoch ein deutlich komplexeres Bild. Die Forschenden untersuchten menschliches Hirngewebe […]
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MHH-Forschende haben eine App für Frauen mit genetisch bedingtem Brust- und Eierstockkrebs entwickelt. Eine Studie überprüft nun die Wirksamkeit. Bei etwa fünf bis zehn Prozent der Brustkrebserkrankungen und bei bis zu 25 Prozent der Eierstockkrebserkrankungen spielen erbliche Faktoren, sogenannte Krebsprädispositionen, eine Rolle. Betroffene können eine genetische Beratung als wichtige Grundlage für medizinische Entscheidungen in Anspruch nehmen. Dabei müssen Patientinnen häufig komplexe Informationen zu genetischen Risiken, Vorsorge- und Behandlungsmöglichkeiten verarbeiten. Dies bedeutet mitunter eine hohe psychische Belastung. Zudem lassen sich nicht […]
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Forschende der Universität zu Köln, des Deutschen Zentrums für Infektionsforschung (DZIF) sowie des Broad Institute von Harvard und MIT beschreiben im New England Journal of Medicine einen bemerkenswerten klinischen Fall. Dieser liefert neue Einblicke in die Evolution bakterieller Krankheitserreger. Die Autoren stellen das Konzept der Heterovirulenz durch das gleichzeitige Auftreten unterschiedlich virulenter Subpopulationen innerhalb einer Infektion vor. Ausgangspunkt war eine chronische Harnwegsinfektion mit Klebsiella pneumoniae, einem häufigen Erreger nosokomialer Infektionen. Im Verlauf entwickelte sich bei dem Patienten jedoch ein Gehirnabszess. Die Analyse ergab, dass im […]
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New Research, Findings Diabetes, IDF Forschung entfaltet ihren Wert insbesondere dort, wo sie bei den Menschen ankommt – wenn aus Erkenntnissen neue Behandlungsmöglichkeiten werden, von denen Betroffene profitieren. Wie das beim Typ-1-Diabetes konkret gelingen kann, zeigt das Institut für Diabetesforschung von Helmholtz Munich mit seiner Beteiligung an vier klinischen Studien am Studienzentrum von TUM Klinikum und Helmholtz Munich, die den Verlust der insulinproduzierenden Betazellen verlangsamen sollen. Welche Intervention greift bei welchem Krankheitsstadium? Die Studien setzen an unterschiedlichen Krankheitsstadien der Autoimmunerkrankung […]
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B-Zell-Depletionstherapien, bei denen B-Zellen des Immunsystems, die möglicherweise die Krankheitsaktivität bei Multipler Sklerose (MS) antreiben, vorübergehend entfernt werden, trugen in den letzten Jahren wesentlich zu einer verbesserten Behandlung Betroffener bei. Forschende des Universitätsklinikums Bonn (UKB), der Universitäten Bonn, Basel, Toronto und Yale sowie ihre Kooperationspartner haben einen bisher unbekannten Mechanismus aufgedeckt, durch den B-Zell-Depletionstherapien zu einem besseren Krankheitsverlauf bei Patient*innen mit MS beitragen. Überraschenderweise scheint die Behandlung einen Teil ihrer positiven Wirkung dadurch zu entfalten, dass sie regulatorische Immunzellen mobilisiert, […]
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Forschende entdecken neue Methode, um menschliche Abwehrzellen zu aktivierenImmunzellen schützen und heilen den menschlichen Körper. In der Medizin werden sie über biochemische Reaktionen gezielt aktiviert, um bestimmte Krankheiten zu behandeln. Forschende des Helmholtz-Zentrums Hereon, der ETH Zürich, der Humboldt-Universität zu Berlin, der Charité Berlin und des Inselspitals Bern haben nun herausgefunden, dass die Abwehrzellen auch auf die Oberflächenstruktur von Materialien reagieren – ganz ohne Chemie. Diese Erkenntnis eröffnet neue Wege für wirksame Krebs- und Immuntherapien und die Implantologie. Die Studie […]
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Lancet-Studie aus Bonn zu Menschen mit Lynch-Syndrom Menschen mit Lynch-Syndrom, der häufigsten erblichen Veranlagung für Darmkrebs, haben ein deutlich erhöhtes Erkrankungsrisiko und erhalten daher regelmäßig Darmspiegelungen. Forschende des Universitätsklinikums Bonn (UKB), der Universität Bonn, der Universität Leipzig und des Amsterdam UMC untersuchten, ob künstliche Intelligenz (KI) die Erkennung von Krebsvorstufen verbessern kann. Das Ergebnis: In spezialisierten Zentren brachte die zusätzliche KI-Unterstützung keinen relevanten Vorteil. Die Studie erschien in The Lancet Gastroenterology & Hepatology. Das Lynch-Syndrom betrifft schätzungsweise einen von 300 […]
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