Gesundheitsnachrichten

Neue Meldungen aus Instituten und Kliniken

Dystonie ist eine Störung des Spannungszustandes der Muskeln, die zu unwillkürlichen Bewegungen führt. Mit der VIDA-Studie will das Universitätsklinikum Bonn (UKB) und die Universität Bonn untersuchen, wie sich die Erkrankung auf das emotionale Wohlbefinden, die geistige Leistungsfähigkeit und die soziale Teilhabe auswirkt. Ziel ist es, ein umfassenderes Verständnis der Erkrankung zu gewinnen und Bereiche zu identifizieren, in denen Betroffene besonderen Unterstützungsbedarf haben. Für die Studie sucht das Zentrum für Neurologie am UKB deutschlandweit Personen ab 18 Jahren, die an Dystonie […]

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Jahrelang litt Tanja W. aufgrund von diabetischer Polyneuropathie an starken Schmerzen. Eine Rückenmarkstimulation verschaffte endlich Linderung „Es fühlte sich an wie Messerstiche“, erinnert sich Tanja W. Seit 2020 war das Leben der Bayreutherin von einer diabetischen Polyneuropathie bestimmt – einer chronischen Nervenschädigung, die durch dauerhaft erhöhte Blutzuckerwerte entsteht. Empfindungsstörungen wie Kribbeln, Taubheit oder brennende Schmerzen in den Füßen sind typische Symptome. Ohne starke Schmerzmittel hätte die heute 54-Jährige ihren Alltag damals nicht meistern können. „Das war kein Leben“, sagt Tanja […]

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Ein neuer EEG-Biomarker könnte das Therapiemonitoring bei Parkinson entscheidend verbessern: Forschende aus Marburg, Oxford und Köln haben mit der hochfrequenten Beta-Gamma Phasen-Amplituden-Kopplung einen vielversprechenden Kandidaten identifiziert. Dieser könnte künftig helfen, Symptome genauer zu erfassen und Therapien gezielter zu steuern. Die Ergebnisse eröffnen insbesondere neue Perspektiven für adaptive Verfahren der Tiefen Hirnstimulation. Eine objektive Symptomerfassung ermöglicht eine präzise und individuelle Behandlung von Menschen mit Parkinson und kann die klinische Versorgung dieser Patientinnen und Patienten verbessern. Biomarker wie α-Synuclein oder Neurofilament Light […]

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Mithilfe einer innovativen Intravitalmikroskopie gelang es DZL-Forschenden erstmals, frühe Immunreaktionen live in der lebenden Lunge zu beobachten. Dabei zeigte sich, dass spezielle T-Zellen bereits innerhalb weniger Stunden nach Kontakt mit Bestandteilen von SARS-CoV-2 aktiviert werden, in die Lunge einwandern und sich dort ansammeln. Die Ergebnisse deuten auf einen bislang unbekannten Mechanismus hin, der die angeborene und die erworbene Immunabwehr bereits zu Beginn einer Virusinfektion miteinander verknüpft. Lange galt die Aktivierung von T-Zellen als vergleichsweise späte Reaktion des Immunsystems auf Virusinfektionen. […]

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Forschende vom Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ), dem Stammzellinstitut HI-STEM* und der Medizinischen Fakultät Heidelberg der Universität Heidelberg am Universitätsklinikum Heidelberg (UKHD) haben mit „HemaGuide“ einen KI-Assistenten entwickelt, der Ärzte bei schwierigen Therapieentscheidungen unterstützt. Das System erreicht in umfangreichen Tests eine hohe Übereinstimmung mit den Empfehlungen erfahrener Experten und könnte den Zugang zu spezialisierter und individualisierter Krebsmedizin deutlich verbessern. Die Behandlung von Blutkrebs wird immer komplexer. Ärztinnen und Ärzte müssen heute viele Informationen gleichzeitig berücksichtigen: die Krankengeschichte, genetische Veränderungen des Tumors, Begleiterkrankungen, […]

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Patientinnen und Patienten mit plötzlichen Herzschlagpausen, Ohnmachtsanfällen oder einem dauerhaft zu langsamen Puls mussten bislang häufig mit einem Herzschrittmacher versorgt werden. Am Uniklinikum Würzburg steht seit diesem Frühjahr mit der Kardioneuroablation nun ein innovatives Katheterverfahren zur Verfügung, das in ausgewählten Fällen eine Alternative zur Schrittmacher-Implantation sein kann. Würzburg. Das Herz wird in seiner eigenen elektrischen Aktivität vom vegetativen Nervensystem gesteuert. Insbesondere der sogenannte Parasympathikus – oft auch als „Ruhenervensystem“ bezeichnet – kann den Herzschlag verlangsamen. Bei manchen Menschen geschieht dies situativ […]

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– Forschende schließen aus der Muskelaktivität im Unterarm die Bewegungsabsicht.– Ein an amylotropher Lateralsklerose (ALS) erkrankter Patient lernte wieder zu greifen.– Das Ziel von Prof. Gordon Cheng ist, weiche Exoskelette zu entwickeln, die sich alle leisten können. Die Technische Universität München (TUM) hat einen weichen, pneumatischen Handschuh entwickelt, der Menschen mit Lähmungen das Greifen wieder ermöglicht. Dafür sagen Forschende des TUM-Lehrstuhls für kognitive Systeme mithilfe von elektrischen Signalen aus der Unterarmmuskulatur sehr zuverlässig voraus, wann eine Person greifen will. Diese […]

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Gastbeitrag von Dr. med. Christina Hecker(Ärztin für Dermatologie und Allergologie; AG Dermatologie KLUG e.V.) Expositionswege, kutane Effekte und Relevanz für die dermatologische Praxis PFAS sind über 10.000 synthetische Chemikalien, die wegen ihrer wasser- und schmutzabweisenden Eigenschaften in zahllosen Alltagsprodukten vorkommen. Sie reichern sich jahrzehntelang in Umwelt und Organismus an. In letzter Zeit gewinnen Ihre Auswirkungen auf die Haut zunehmend an wissenschaftlicher Aufmerksamkeit. Was sind PFAS? Per- und Polyfluoralkylsubstanzen (PFAS) sind anthropogene Verbindungen, bei denen Wasserstoffatome der Kohlenwasserstoffkette ganz oder teilweise […]

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Wenn die Hunger- und Sättigungssteuerung im Gehirn geschädigt ist, können Betroffene innerhalb kurzer Zeit stark zunehmen. Diäten greifen dann oft nur begrenzt, weil die gestörten Signale im Gehirn trotz ausreichender Energiereserven kein ausreichendes Sättigungsgefühl auslösen. Auf diese unterschätzte Form der Adipositas – die hypothalamische Adipositas – machten die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) und die Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie (DGE) bei ihrer heutigen gemeinsamen Pressekonferenz aufmerksam. Bei der hypothalamischen Adipositas liegt, anders als bei ernährungsbedingter Gewichtszunahme, eine Schädigung zentraler Steuerungsmechanismen im […]

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Das Nicht-Umsetzen gesunder Lebensstilmaßnahmen wider besseres Wissen ist nicht allein auf einen Mangel an Willenskraft zurückzuführen, sondern beruht auf neurobiologischen Mechanismen, die sowohl evolutionär angelegt als auch in der Erziehung begründet sind. Die Aufklärung von Patientinnen und Patienten über die zugrundeliegenden Prozesse im Gehirn und deren Einfluss auf das Verhalten kann nach Ansicht von Prof. Dr. Daniela Berg, DGN-Präsidentin und Erstautorin eines aktuellen Papers zur Intentions-Verhaltens-Lücke in der Prävention, Betroffene befähigen, biologisch angelegte Verhaltensmuster zu durchbrechen und ihr Handeln bewusst […]

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Eine neuartige Impfstrategie gegen bestimmte bösartige Hirntumoren könnte die Behandlung von Patientinnen und Patienten grundlegend verbessern. Forschende aus dem Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ), der Universitätsmedizin Mannheim, dem Universitätsklinikum Heidelberg und zahlreichen Partnerinstitutionen* veröffentlichen ermutigende Langzeitergebnisse einer klinischen Studie mit einem Impfstoff, der das Immunsystem gegen eine häufige genetische Mutation dieser Tumoren aktiviert. Gliome sind meist unheilbare Hirntumoren, die operativ nur schwer vollständig entfernt werden können. Auch Chemo- oder Strahlentherapie sind nur begrenzt wirksam. Die Tumoren haben vielfach eine entscheidende Gemeinsamkeit: In […]

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Wie sich besonders aggressive Lymphdrüsenkrebsformen erkennen lassen, hat ein internationales Forschungsteam unter der Leitung der Universitätsmedizin Frankfurt und der Goethe-Universität Frankfurt herausgefunden. Durch die Kombination von Gen- und Proteinanalysen konnten die Wissenschaftler*innen biologische Merkmale der Tumoren insbesondere von Hochrisiko-Patient*innen identifizieren, bei denen die Standardtherapie kaum Heilungschancen eröffnet. In Zukunft könnten solche Patient*innen direkt alternative effizientere Therapien erhalten. Zudem fand das Forschungsteam mittels experimenteller Laborforschung erste Hinweise auf therapeutische Ansatzpunkte. FRANKFURT. Mit weltweit mehr als 150.000 Neuerkrankungen pro Jahr ist das […]

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Entzündlich-rheumatische Erkrankungen können neben Gelenken, Haut und inneren Organen auch Herz und Gefäße betreffen. Patientinnen und Patienten erleiden häufiger kardiovaskuläre Begleit- und Folgeerkrankungen wie Herzinfarkt, Schlaganfall, Herzinsuffizienz, Rhythmusstörungen, Gefäßerkrankungen und thromboembolische Ereignisse. Die nun veröffentlichte S3-Leitlinie „Management kardiovaskulärer Komorbiditäten entzündlich-rheumatischer Erkrankungen“ fasst verfügbares Wissen zusammen und gibt praxisnahe Empfehlungen für Vorbeugung, Diagnostik und Behandlung. Sie wurde unter Federführung der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie und Klinische Immunologie e. V. (DGRh) entwickelt. Beteiligt waren Expertinnen und Experten aus den für das Thema […]

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