Innerhalb von Zellen bilden RNAs und Proteine biomolekulare Kondensate – winzige, flüssigkeitsähnliche Tröpfchen, die für die Organisation des Zelllebens unerlässlich sind. Manche RNAs lagern sich zu Clustern zusammen. Fehlfunktionen in diesem Prozess können Entwicklungsstörungen, Krebs und neurodegenerativen Erkrankungen auslösen. Warum sich manche RNAs leichter als andere zusammenlagern, war bislang unklar. Forschende des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) haben nun eine neue RNA-Klasse namens smOOPs identifiziert und damit ein besseres Verständnis entwickelt, wie biomolekulare Kondensate entstehen. Ergebnisse in der Fachzeitschrift Cell […]
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Forschungsteam am Universitätsklinikum Freiburg entschlüsselt im Tiermodell, wie ein Ketamin-ähnlicher Wirkstoff im Gehirn gegen Depression wirkt/ Grundlage für gezielte Entwicklung neuer Medikamente Ein Forschungsteam der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie am Universitätsklinikum Freiburg hat einen vielversprechenden neuen Mechanismus entdeckt, der die Entwicklung schnell wirksamer Antidepressiva ermöglichen könnte. Im Zentrum der am 26. November 2025 in der Fachzeitschrift Nature Communications veröffentlichten Studie steht der Wirkstoff NAB-14. Wie die Forscher*innen zeigen konnten, blockiert dieser deutlich gezielter als Ketamin einen bestimmten Rezeptor im Gehirn, der […]
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Derzeit wird eine Debatte darüber geführt, wie verlässlich aktuelle Studien zu den gesundheitlichen Risiken hochprozessierter Lebensmittel sind. Während zahlreiche Studien auf mögliche negative Effekte hinweisen, verweisen Kritiker auf methodische Schwächen bzw. unklare Definitionen und relativieren die Ergebnisse. Dabei gerät jedoch ein zentraler Punkt in den Hintergrund: Ein großer Teil der Bevölkerung in Deutschland ernährt sich unausgewogen, oft schon im Kindesalter, und geht damit gesundheitliche Risiken ein. Anstatt sich in Definitionsfragen zu verlieren, sollte der Fokus auf dem deutlich dringlicheren Problem […]
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Forschende des Leibniz-Instituts für Alternsforschung – Fritz-Lipmann-Institut (FLI) in Jena, Deutschland, sowie des Zentrums für Molekulare Biotechnologie in Turin und der Universität Turin, in Italien, haben einen grundlegenden Mechanismus des Alterns im Darm entdeckt: In Darmstammzellen sammelt sich im Lebensverlauf eine epigenetische Veränderung, die ACCA-Drift, an. Sie führt durch Hypermethylierung zur Stilllegung wichtiger Gene und breitet sich über die Darmkrypten aus. Ursache sind altersbedingte Entzündungen, ein geschwächter Wnt-Signalweg und gestörter Eisenstoffwechsel, die die Aktivität DNA-modifizierender Enzyme beeinträchtigen. Das erklärt das […]
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Regeneration des Darms nach Krebstherapien Krebstherapien können den Darm stark schädigen. Ein Team um Forschende der Technischen Universität München (TUM) und des Leibniz-Instituts für Immuntherapie (LIT) hat entdeckt, dass bestimmte Immunzellen Heilungsprozesse anstoßen können. Sie nutzen dafür Enzündungssignale – das ist überraschend, da Entzündungen im Darm bislang vor allem als schädlich galten. Diese Erkenntnis könnte neue Möglichkeiten für Therapien eröffnen. Regulatorische T-Zellen (Tregs), eine spezialisierte Untergruppe von Immunzellen, gelten normalerweise als „Friedenswächter“, die eine Überreaktion des Immunsystems verhindern. In ihrer […]
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Die Abteilung für Plastische, Hand- und Wiederherstellungschirurgie des Universitätsklinikums Regensburg (UKR) bietet ab sofort im Rahmen einer klinischen Studie eine neuartige Therapieform für Arthroseerkrankungen der Hand an. Dabei wird das Potenzial von körpereigenem Fettgewebe genutzt. Ziel ist es Schmerzen zu lindern, die Funktion der Hand zu verbessern und größere operative Eingriffe hinauszuzögern. Studienteilnehmer werden noch gesucht. Die Rhizarthrose betrifft das Daumensattelgelenk (zwischen dem ersten Mittelhandknochen und dem Os trapezium) und tritt besonders häufig bei Frauen mittleren bis höheren Alters auf. […]
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UKJ-Neurologen sind Mitautoren des ersten deutschsprachigen Ratgeberbuches zur Autoimmunen Enzephalitis Jena (UKJ/vdG). Vor knapp 20 Jahren wurde die Autoimmune Enzephalitis in der medizinischen Fachliteratur erstmals beschrieben. Inzwischen ist eine ganze Familie dieser seltenen Erkrankungen bekannt, bei der sich die körpereigene Abwehr gegen das zentrale Nervensystem richtet und eine Gehirnentzündung auslöst; betroffen sind oft junge Erwachsene. Diese Autoimmunerkrankungen des Gehirns sind ein wissenschaftlicher Schwerpunkt der Klinik für Neurologie am Universitätsklinikum Jena. Das Forschungsteam um Klinikdirektor Prof. Dr. Christian Geis untersucht die Krankheitsmechanismen […]
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MHH-Forscherinnen wollen Menschen mit traumatischen Amputationen helfen, indem sie deren Gliedmaßen bis zum Wiederannähen konservieren. Weltweit steigt die Zahl traumatischer Amputationen – etwa durch Unfälle im Straßenverkehr, bei der Arbeit oder in der Freizeit, aber auch infolge von Terroranschlägen oder Krieg. Nur wenige Spezialkliniken sind in der Lage, bei den oftmals lebensbedrohlich Verletzen eine autologe Replantation vorzunehmen, also abgetrennte Gliedmaßen wieder so mit dem Körper zu verbinden, dass sie ihre Funktion ganz oder zumindest eingeschränkt zurückerhalten. Zudem muss die Operation […]
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Warum eine Knieprothese heute individueller sein muss Freiburg – Beim künstlichen Ersatz des Kniegelenks zeichnet sich ein Paradigmenwechsel ab: Lange galt ein mechanisches Einheitskonzept bei der Implantation als Standard: Ein durch die OP hergestelltes „gerades Bein“ und eine streng normierte Gelenklinie sollten für bestmögliche Funktion sorgen. Doch diese Standardisierung passt nur zu etwa 15 Prozent der Bevölkerung – viele Menschen haben etwa X- oder O-Beine. Moderne Verfahren orientieren sich deshalb zunehmend an der individuellen Anatomie und Funktion jedes einzelnen Menschen. Wie […]
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Krisenfest in die Zukunft Wiesbaden – Der Druck auf das Gesundheitswesen und die medizinische Versorgung wächst – umso wichtiger sind belastbare Strukturen, die Forschung und Innovation fördern. Auf der gestrigen Pressekonferenz der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin e. V. (DGIM) und ihrer Korporativen Mitglieder diskutierten Expertinnen und Experten deshalb darüber, wie wissenschaftliche Exzellenz, digitale Daten und eine innovationsfähige Industrie die Innere Medizin von morgen stärken können. Die Beiträge machten deutlich, dass Forschung, Digitalisierung und wirtschaftliche Rahmenbedingungen zusammengedacht werden müssen, damit Versorgung […]
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Altdorf – L-Thyroxin zählt zu den am häufigsten verschriebenen Medikamenten in Deutschland. Es ersetzt das Hormon, das die Schilddrüse bei einer Unterfunktion oder anderen Erkrankungen des Organs nicht mehr ausreichend bilden kann. Auf der heutigen Online-Pressekonferenz sprachen Experten der Deutschen Gesellschaft für Endokrinologie e.V. (DGE) darüber, warum eine korrekte Dosierung wichtig ist, wie die Einnahme gelingt und weshalb manche Patientinnen und Patienten unnötig behandelt werden. In Deutschland sind schätzungsweise 4 bis 8 Millionen Menschen von einer Schilddrüsenunterfunktion betroffen. „Dabei kann ein Körper nicht mehr […]
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Düsseldorf – Nebel, Glätte, Regen, Schnee: Die dunkle Jahreszeit stellt Autofahrerinnen und Autofahrer vor besondere Herausforderungen. Gerade für ältere Menschen erhöht sich das Unfallrisiko. Obwohl die meisten viel Erfahrung hinter dem Steuer haben, können im Alter Probleme auftauchen, die durch die Witterungsbedingungen noch verstärkt werden. Hör- und Sehprobleme sowie Bewegungseinschränkungen können zur Gefahr werden. Auch Medikamente und deren Nebenwirkungen oder Demenzerkrankungen wie Alzheimer erschweren das Autofahren oder machen es unmöglich. Selbsttest: Sind Sie noch sicher am Steuer? • Verlieren Sie beim Fahren […]
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Neue Forschung eröffnet Perspektiven für Bluthochdruck- und Diabetes-Therapie Berlin – Zimtsterne, Orangenöl, Fichtennadeln: Düfte begleiten die Weihnachtszeit. Weniger bekannt ist jedoch, dass auch die Niere über „Geruchsrezeptoren“ verfügt – allerdings nicht, um Aromen wahrzunehmen, sondern um zentrale Körperfunktionen zu steuern. Eine neue wissenschaftliche Übersichtsarbeit zeigt, dass sogenannte olfaktorische Rezeptoren (ORs), bislang vor allem aus der Nase bekannt, auch in der Niere aktiv sind (1). Diese Rezeptoren gehören zur Familie der G-Protein-gekoppelten Rezeptoren (GPCRs), die als besonders gut medikamentös beeinflussbar gelten. „Damit […]
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