Neue Studien zu Darmkrebs
Bei der Behandlung von Erkrankungen, darf die Lebensqualität der Patienten nicht außer Acht gelassen werden. Forscher untersuchten, ob sich die Lebensqualität von Darmkrebs-Patienten unterschied, je nachdem, ob sie an einer Chemoradiotherapie direkt eine Operation anschlossen oder erst einmal abwarteten und den Krankheitsverlauf beobachteten. Sie stellten fest, dass die Patienten, die sich fürs Abwarten und Beobachten entschieden haben, weniger körperliche Beschwerden hatten.
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Operationen sind meist unweigerlich mit Ängsten und Schmerzen verbunden. Musik könnte dabei helfen, diese Beschwerden zu lindern, wie die vorliegende Studie zeigte. Das galt für Musik, die vor, während oder nach einer Operation gespielt wurde.
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Patienten, die bestimmte Darmbakterien im Blut hatten, hatten ein erhöhtes Risiko für Darmkrebs. Dies fand die vorliegende Studie heraus. Patienten, bei denen die entsprechenden Bakterien im Blut festgestellt wurden, sollten somit auf Auffälligkeiten im Darm untersucht werden.
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Nicht selten erhalten Patienten mit einem Enddarmkrebs vor einer geplanten Operation eine Therapie, um die Ausgangssituation für die Operation zu verbessern (neoadjuvante Therapie). Ist der Tumor nach dieser Therapie bereits komplett verschwunden, kann in Erwägung gezogen werden, erst einmal auf die Operation zu verzichten und den Krankheitsverlauf engmaschig zu kontrollieren.
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Auf lange Sicht gesehen, erzielte eine Kombination aus Strahlen- und Chemotherapie vor der Darmkrebs-Operation gute Erfolge. Besonders das lokale Wiederauftreten des Tumors war mit Hilfe dieser Behandlung von der Operation gering. Allerdings klagten die Patienten häufig über Beschwerden der Harn- und Darmfunktion.
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Manche Darmkrebs-Patienten erhalten vor der Operation bereits eine andere Therapie – eine sogenannte neoadjuvante Therapie. In der vorliegenden Studie wurde gezeigt, dass diese tatsächlich das Überleben der Patienten verbessern kann.
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Lebensmittel können sich auf den Krankheitsverlauf von Darmkrebs auswirken. Forscher zeigten in der vorgestellten Studie, dass sich der Konsum von künstlich gesüßten Getränken positiv auf das Sterberisiko und dem Risiko für einen Krankheitsrückfall auswirkte. Dies kann möglicherweise dadurch erklärt werden, dass diese häufig als Alternative zu zuckergesüßten Getränken getrunken werden.
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Zuckergesüßte Getränke können den Krankheitsverlauf von Patienten mit einem fortgeschrittenen Darmkrebs negativ beeinflussen. Das war das Ergebnis der vorliegenden Studie. Die Wissenschaftler fanden nämlich heraus, dass Patienten, die mehr zuckergesüßte Getränke tranken, ein größeres Risiko hatten, von einem Krankheitsrückfall betroffen zu sein oder zu sterben, als Patienten, die nur sehr selten zu diesen Getränken griffen.
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Kaffee kann sich positiv auf das Sterberisiko von Darmkrebs-Patienten auswirken. Dies zeigte die vorliegende Studie. Patienten, die täglich mindestens vier Tassen Kaffee tranken, hatten ein um mehr als 50 % geringeres Risiko, an Darmkrebs zu sterben, als die Patienten, die auf diesen komplett verzichteten.
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Für die Früherkennung von Darmkrebs ist die Darmspiegelung unverzichtbar. Forscher zeigten, dass sich hierfür ein Gerät mit drei Kameras besser eignete als ein Gerät mit einer Kamera. Das größere Sichtfeld, welches durch zwei zusätzliche seitliche Kameras erzeugt wurde, führte nämlich dazu, dass mehr Krebsvorstufen entdeckt wurden.
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Nach einer Darmkrebs-Operation sind regelmäßige Kontrolluntersuchungen wichtig. Ziel dabei ist, erneute Krebsvorstufen aufzuspüren und zu entfernen. In der Regel kommt hier eine klassische Darmspiegelung zum Einsatz. Eine andere Möglichkeit wäre eine virtuelle Darmspiegelung auf Grundlage der Computertomographie. Forscher zeigten in der vorliegenden Studie jedoch, dass die virtuelle Darmspiegelung der herkömmlichen Darmspiegelung unterlegen ist.
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Kaffee kann sich positiv auf den Krankheitsverlauf von Patienten mit fortgeschrittenen Darmkrebs auswirken. Dies zeigte eine ältere Studie. Dabei schien nur koffeinhaltiger, nicht aber entkoffeinierter Kaffee, eine schützende Wirkung zu haben.
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Operationen sind oftmals mit einem langen Krankenhausaufenthalt, Komplikationen und einer längeren Erholungsphase verbunden. Für eine optimale Patientenversorgung wäre es wünschenswert diese Faktoren zu verbessern. Forscher zeigten, dass hier eine Flüssigkeitstherapie einen Beitrag leisten könnte.
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Neue Meldungen aus Instituten und Kliniken
Ein internationales Expertenteam hat konkrete Empfehlungen für ein bevölkerungsweites Screening von Kindern auf Typ-1-Diabetes vorgelegt. Das jetzt im Fachjournal Diabetologia veröffentlichte Konsensuspapier beschreibt, in welchem Alter Kinder untersucht und wie durch aufeinanderfolgende Tests schrittweise eine sichere Diagnose gestellt werden kann. Ziel ist es, Typ-1-Diabetes bereits vor den ersten Symptomen zuverlässig zu diagnostizieren, das Risiko schwerer Stoffwechselentgleisungen zu verringern und eine rechtzeitige Behandlung und Unterstützung zu ermöglichen. Typ-1-Diabetes beginnt oft unbemerkt: Das Immunsystem greift die insulinproduzierenden Betazellen der Bauchspeicheldrüse an, häufig […]
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Deutscher Rheumatologiekongress 2026 vom 9. bis 12. September im Congress Center Leipzig Leipzig/Berlin – CAR-T-Zellen und sogenannte T-Zell-Engager könnten die Behandlung schwerer Autoimmunerkrankungen erweitern. Diese Therapieformen stammen aus der Behandlung bestimmter Blut- und Lymphdrüsenkrebserkrankungen (B-Zell-Lymphome, Plasmozytom). Sie werden inzwischen auch bei entzündlich-rheumatischen Erkrankungen untersucht. Erste klinische Studien zeigen: Bei Erkrankungen, die trotz bisheriger Therapien weiter aktiv bleiben, können diese Ansätze die Krankheit länger zurückdrängen – teils ohne fortlaufende Medikamente. Beobachtet wurde dies unter anderem bei systemischem Lupus erythematodes, systemischer Sklerose und […]
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Das kleinzellige Lungenkarzinom ist eine der aggressivsten Krebsarten. Gewebe-proben sind selten, realitätsnahe Mausmodelle daher unverzichtbar. Forschende um Thorsten Stiewe an der Philipps-Universität Marburg haben ein Modell entwickelt, in dem die CRISPR-Genschere einzelne Gene direkt in der Lunge aus-schaltet und so Tumoren erzeugt. Ein Leuchtsignal im Blut macht sie messbar: Wenige Tropfen genügen, um ihr Wachstum zu verfolgen – Monat für Monat, ohne Belastung durch Narkosen. Gen für Gen wird so sichtbar, welche natürlichen Bremsen versagen müssen und wo neue Therapien […]
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Die Genomsequenzierung hat die Diagnose von seltenen Krankheiten revolutioniert. Bei vielen Patientinnen reicht sie allein aber nicht für einen endgültigen Befund aus. In diesen Fällen kann die Kombination der Genomdaten mit den Proteinwerten im Blut der Patientinnen mehr Aufschluss über seltene Erkrankungen geben. Das fanden Forschende des Berlin Institute of Health in der Charité (BIH), der Queen Mary University London und von Genomics England heraus. Ihre Forschungsergebnisse haben sie jetzt im Journal Science Translational Medicine veröffentlicht. Weltweit sind Millionen von […]
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Eine neue Methode könnte künftig helfen, die wirksamste Chemotherapie bei Bauchspeicheldrüsenkrebs vorherzusagen. Im Labor soll der Effekt gängiger Wirkstoffe auf das individuelle Krebsgewebe getestet werden, bevor die Patientin oder der Patient mit einem von ihnen behandelt wird. Damit könnte schon im Vorweg die Chemotherapie ausgewählt werden, die im individuellen Fall den größten Erfolg verspricht. Bislang zeigt sich dieser Erfolg erst nach der Behandlung. Die Methode haben Forschende des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein (UKSH), Campus Lübeck, und der Universität zu Lübeck in der […]
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Forschende der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) haben einen neuen molekularen Mechanismus entdeckt, der künftig Ansatzpunkte für zielgerichtete Therapien bei Gebärmutterhalskrebs liefern könnte. Die Ergebnisse der Studie wurden im Fachjournal „Cell Death Discovery“ veröffentlicht. Gebärmutterhalskrebs zählt weltweit zu den häufigsten Krebserkrankungen bei Frauen. Obwohl durch HPV-Impfungen und Vorsorgeuntersuchungen viele Erkrankungen verhindert oder früh erkannt werden können, erkranken jedes Jahr weltweit mehr als 600.000 Frauen neu. Insbesondere für Patientinnen mit fortgeschrittenen oder therapieresistenten Tumoren werden neue molekulare Angriffspunkte dringend benötigt. Forschende der Universitätsmedizin […]
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Biologisches Geschlecht, aber auch Geschlechterrollen prägen Augenkrankheiten Berlin – Frauen verlieren häufiger ihr Augenlicht, Männer erkranken häufiger an Rot-Grün-Farbsinnstörung und beide Geschlechter reagieren unterschiedlich auf Therapie- und Vorsorgeangebote: Biologische, aber auch soziale Geschlechterunterschiede beeinflussen das Risiko für Augenerkrankungen, den Zeitpunkt der Diagnosestellung und sogar den Erfolg von Behandlungen. Doch viele dieser Faktoren finden in Forschung und Versorgung noch zu wenig Beachtung. Warum die Augenheilkunde geschlechterspezifische Unterschiede stärker in den Blick nehmen sollte, erläutern Expertinnen am 17. September 2026 auf der Vorab-Pressekonferenz anlässlich des […]
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Gutes Hören und Sehen verbindet uns mit anderen Menschen und unterstützen ein aktives, selbstständiges Leben. Hören und Sehen verbinden uns mit der Welt: mit Menschen, Orten und Informationen. Bleiben Hör- oder Sehprobleme unbehandelt, kann das den Alltag erschweren und die Gehirngesundheit beeinflussen. Anlässlich des Welt-Alzheimertags am 21. September veröffentlicht die gemeinnützige Alzheimer Forschung Initiative e. V. (AFI) den zweiten Teil ihrer dreiteiligen Presseserie zur Demenzprävention. Im Fokus stehen Hör- und Sehschwächen – zwei oft unterschätzte Risikofaktoren für die Gehirngesundheit. Unbehandelte […]
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Medikamente niemals wahllos anwenden Hannover – Rezeptfreie Schmerzmittel wie Ibuprofen, Paracetamol oder ASS gehören für viele Menschen zur Hausapotheke. Doch auch Arzneimittel, die ohne Rezept in der Apotheke vor Ort erhältlich sind, sollten nie leichtfertig angewendet werden, betont die Apothekerkammer Niedersachsen. Schmerzmittel können die Wirkung anderer Medikamente beeinflussen und in erster Linie bei einer Überdosierung unter anderem Magen, Leber oder Niere schädigen. Vor der Einnahme sollten Patientinnen und Patienten gemeinsam mit der Apothekerin oder dem Apotheker mit Blick auf ihre jeweilige […]
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Nachtsehen bereits vor dem Auftreten sichtbarer Schäden der Netzhaut beeinträchtigt, aber das Sehvermögen nahezu nicht – Ein internationales Forscherteam unter Federführung des Universitätsklinikums Bonn (UKB) und der Universität Bonn sowie der Universitäten Edinburgh, Basel und Pennsylvania hat eine bisher unbekannte Form der erblichen Netzhautdegeneration identifiziert, die durch eine spezifische Variante im EFEMP1-Gen verursacht wird. Die Erkrankung betrifft vor allem die periphere Netzhaut und die Stäbchen-Fotorezeptoren, die für das Sehen bei schwachem Licht und in der Dunkelheit zuständig sind. Wichtig ist, […]
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Berlin/Frankfurt a. M. – Mit einem aktuellen Positionspapier spricht sich die Deutsche Gesellschaft für Gefäßchirurgie und Gefäßmedizin e. V. (DGG) für eine engere und strukturiertere Zusammenarbeit von Gefäßmedizin, Angiologie und Geriatrie aus. Hintergrund ist die wachsende Zahl älterer, gebrechlicher und multimorbider Patientinnen und Patienten mit Gefäßerkrankungen, bei denen Eingriffe mit erhöhten Risiken verbunden sein können. Das gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie und der Deutschen Gesellschaft für Angiologie erarbeitete Papier zeigt Wege auf, wie durch eine engere interdisziplinäre Kooperation Patientensicherheit, Komplikationsvermeidung […]
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Wenn Medikamente verschwinden, bleiben die Betroffene hilflos zurück Fürth – Menschen mit seltenen Erkrankungen haben häufig nur wenige therapeutische Möglichkeiten. Umso schwerwiegender kann es sein, wenn ein bewährtes Medikament nicht mehr hergestellt wird. Für die Betroffenen bedeutet dies nicht selten Unsicherheit, eine notwendige Therapieumstellung und die Sorge, dass eine bislang gut funktionierende Behandlung nicht gleichwertig ersetzt werden kann. Das Netzwerk für Hypophysen- und Nebennierenerkrankungen e. V. möchte deshalb auf ein Problem aufmerksam machen, das über einzelne Erkrankungen und Medikamente hinausgeht. Unser […]
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Ein gebrochenes Sprunggelenk muss nicht immer operiert werden und auch sechs Wochen Ruhe nach einer Operation sind nicht immer erforderlich. Das ist eine der zentralen Botschaften einer im Deutschen Ärzteblatt erschienenen aktuellen Übersichtsarbeit mit dem Titel „Diagnose, Behandlung und Nachbehandlung von Sprunggelenkfrakturen“, die auf der Jahrestagung der Deutschen Assoziation für Fuß und Sprunggelenk (D.A.F.) vom 10. bis zum 12. September 2026 diskutiert wird. „Die Behandlung hat sich in den vergangenen Jahren deutlich weiterentwickelt: Stabile Brüche können häufig ohne Operation behandelt […]
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