Keine Angst vor innovativen Arzneimitteln – was Sie bei der Verordnung beachten sollten

Verordnungsthema:

Endometriose

Neue Studien zu Endometriose

Endometriose ist ein häufiger Grund für Unfruchtbarkeit und für die Durchführung einer In-Vitro-Fertilisation. Dabei haben vergangene Studien schon gezeigt, dass ein niedriger Body Mass Index (BMI) das Risiko für Endometriose erhöht und eine schwere Endometriose begünstigt. Frauen mit schwerer Endometriose haben wiederum eine geringere Chance einer Schwangerschaft nach In-Vitro-Fertilisation. Wissenschaftler aus Serbien haben jetzt untersucht, welchen Einfluss ein hoher BMI auf die Ergebnisse einer In-Vitro-Fertilisation bei Endometriose-Patientinnen hat.

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Die Studie zeigt, dass Paare, die mehr als 8 Portionen Fisch, Meeresfrüchte oder Algen pro Menstruationszyklus aßen, häufiger Geschlechtsverkehr hatten und schneller schwanger wurden als Paare, die wenig Fisch aßen.

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Ein systematischer Review berichtete 62 Studien mit 78 Patientinnen mit Endometriose im Skelettmuskelsystem. Zu Erstvorstellungen in der Gynäkologie kam es nur bei jeder 3. Patientin. Heterogene Lokalisationen und Symptome verzögerten Diagnose und korrekte Behandlung häufig, mit Organschäden in wenigen Fällen, aber meist guter Prognose nach operativer Resektion und teils folgender Hormontherapie.

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Endometriose betrifft etwa 10 % aller Frauen und die Krankheit ist einer der häufigsten Gründe für einen unerfüllten Kinderwunsch. Forscher aus Kanada haben jetzt die Schwangerschaftsergebnisse von Frauen mit Endometriose untersucht. Bei der Endometriose siedelt sich Gewebe der Gebärmutterschleimhaut außerhalb der Gebärmutter an und kann die Eierstöcke, den Darm oder den Bauchraum befallen. Das Gewebe kann – wie das Gewebe der Gebärmutter – von Hormonen beeinflusst werden und zyklisch wachsen und wieder abbluten. In der Folge kann es zu Schmerzen, Entzündungen, Zystenbildung und Verwachsungen kommen.

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Benzophenon-3 (BP-3) und sein wichtigster Metabolit Benzophenon-1 (BP-1) sind effektive UV-Filter, die in manchen Sonnencremes und Kosmetik zum Schutz der Haut vor Sonnenstrahlung, aber auch anderen Produkten, eingesetzt werden. Bedenken zur Sicherheit von BP-3 und BP-1 wurden nun in einer durch regulatorische Behörden angeregten systematischen Recherche und Analyse bestätigt. Demnach könnten die Substanzen als endokrine Disruptoren unter anderem das Risiko für Endometriose erhöhen. Mineralischer Sonnenschutz kann eine Alternative darstellen.

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Ein systematischer Review mit Metaanalyse über 13 Studien und zusammen 331 655 Frauen fand doppelt so häufig Migräne bei Frauen mit Endometriose als bei Frauen ohne Endometriose. Dies konnte speziell für Migräne ohne Aura gesehen werden. Allerdings bestand ein hohes Verzerrungsrisiko. Weitere Studien sollten mögliche physiologische Mechanismen untersuchen, die dem Zusammenhang zugrundeliegen könnten, um Hinweise auf Therapieoptionen zu liefern.

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Ein systematischer Review mit Metaanalyse über 13 Studien und zusammen 331 655 Frauen fand doppelt so häufig Migräne bei Frauen mit Endometriose als bei Frauen ohne Endometriose. Dies konnte speziell für Migräne ohne Aura gesehen werden. Allerdings bestand ein hohes Verzerrungsrisiko. Weitere Studien sollten mögliche physiologische Mechanismen untersuchen, die dem Zusammenhang zugrundeliegen könnten, um Hinweise auf Therapieoptionen zu liefern.

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Eine randomisiert-kontrollierte Studie mit 44 Frauen mit Endometriose fand, dass eine MCT-modifizierte ketogene Diät über 12 Wochen als ergänzende Behandlung einen Beitrag zur Linderung von Endometrioseschmerzen leisten kann. Allerdings wurde die Studie nicht verblindet durchgeführt – der Behandlungseffekt könnte demnach auch ein Placeboeffekt sein. Eine ketogene Ernährung sollte zudem immer in Absprache mit dem behandelnden Arzt erfolgen, um mögliche Nebenwirkungen im Blick zu behalten.

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Leider haben wir zu Endometriose noch keine Informationen zu Innovativen Arzneimitteln – z. B. Biologika

Neue Meldungen aus Instituten und Kliniken

Zusammenarbeit klärt Thrombose nach viralem Infekt aufDie Universitätsmedizin Greifswald identifizierte im internationalen Forschungsteam bei einem Kind in Österreich erstmals die auslösende Variante des Adenovirus als Ursache lebensbedrohlicher Blutgerinnsel. Zur Diagnose zogen die behandelnden Ärzte der Medizinischen Universität Innsbruck die Greifswalder Transfusionsmediziner hinzu. Weitere virologische Untersuchungen erfolgten gemeinsam mit Forschenden der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen. Die Erkenntnisse dieses Falles wurden nun in einer Studie im New England Journal of Medicine veröffentlicht. Ein zwölfjähriger Patient entwickelte eine Woche nach Beginn eines […]

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Projekt HS-ORIGINS soll immunologische und digitale Rückfallmuster bei Hidradenitis suppurativa (HS) unter IL-17- und TNF-α-Blockade entschlüsseln Das von Astrid Schmieder vom Uniklinikum Würzburg (UKW) geleitete Forschungsprojekt HS-ORIGINS untersucht bei der chronisch-entzündlichen Hauterkrankung Hidradenitis suppurativa immunologische Mechanismen sowie digitale Rückfallmuster unter Therapie mit IL-17- und TNF-α-Inhibitoren. In Zusammenarbeit mit dem Lehrstuhl Informatik II der Universität Würzburg und der Health-Study-Club GmbH wird dabei die Smartphone-App „Wunderkint“ weiterentwickelt, um mithilfe von KI sogenannte Rückfallkarten zu erstellen und Krankheitsverläufe digital zu erfassen. Das Ziel […]

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Team der Universitätsmedizin Mainz und des Spin-offs ActiTrexx GmbH veröffentlicht wegweisende Ergebnisse der ATreg-001-Studie zur Vorbeugung der Graft-versus-Host-Erkrankung nach Stammzelltransplantation PRESSEMITTEILUNG VON ACTITREXX GMBH Die ActiTrexx GmbH, ein Mainzer Biotech-Spin-off, hat gemeinsam mit der Universitätsmedizin Mainz und Partnern in Dresden, Münster und Dortmund weltweit erstmals sogenannte aktivierte regulatorische T-Zellen (ATregs, Actileucel), hergestellt aus weißen Blutzellen gesunder Blutspender, erfolgreich zur Prävention der gefürchteten Transplantatabstoßung bei Patienten mit Stammzelltransplantation klinisch getestet. Die neuartige Zelltherapie hat das Ziel, die gefürchtete Graft-versus-Host-Erkrankung (GvHD) nach […]

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Immuntherapie senkt Rückfälle und reduziert schwere Nebenwirkungen der Chemotherapie deutlich Für Kinder mit einer besonders risikoreichen Form der akuten lymphatischen Leukämie und hohem Rückfallrisiko eröffnen sich deutlich bessere Heilungschancen: In einer großen internationalen Studie konnte ein Teil der bislang etablierten intensiven Chemotherapie durch eine Immuntherapie ersetzt werden, die körpereigene Abwehrzellen gegen die Leukämie nutzt. Dadurch ging die Zahl der Rückfälle nahezu um die Hälfte zurück, zugleich traten deutlich weniger schwere Nebenwirkungen auf. Die von der Deutschen Krebshilfe mit rund 4,2 […]

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Nur etwa 10 % aller Kinder und Jugend­lichen mit Grund­erkrankung waren in Deutsch­land in den vergangenen Jahren gegen Grippe (Influenza) geimpft. Das ergab eine Analyse des RKI-Impf­quoten­monitorings, die im aktuellen Epidemiologischen Bulletin 38/2026 veröffentlicht wurde. Zugrunde lagen Abrechnungs­daten der Kassen­ärztlichen Vereinigungen für die 11 Grippe­saisons 2014/2015 bis 2024/2025. Von den schätzungs­weise 1,2 Millionen Kindern und Jugendlichen mit einer impfrelevanten Grund­erkrankung in Deutsch­land waren demnach 1,1 Millionen ohne Impfschutz. Die Ständige Impfkommission (STIKO) unterstreicht in einer Stellung­nahme in derselben Ausgabe des […]

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Brennende, juckende, gerötete Augen, Fremdkörpergefühl, verklebte Lidränder und Sehschwankungen: Hinter solchen Beschwerden steckt sehr oft eine stark erhöhte Besiedlung der Wimpernwurzeln und Lidränder mit Demodex-Milben. Sie können die Symptome eines Trockenen Auges oder eine Lidrandentzündung auslösen. Doch die winzigen Hautparasiten werden neuen Studien zufolge meist übersehen. Wie man einen verstärkten Milbenbefall am Auge erkennt und welche Therapien helfen, erläuterte eine Expertin der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft e.V. (DOG) auf der Vorab-Pressekonferenz zum Kongress. Demodex-Milben, kleine Spinnentiere, gehören zur natürlichen Hautflora des […]

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Vier neue Forschungsprojekte am UKW zeigen die wissenschaftliche Bandbreite von KI über moderne Genomik bis hin zur geschlechtssensiblen Medizin bei Entwicklungsansätzen zu neuen ALL-Therapien Neue Daten, neue Methoden und neue Perspektiven für die Diagnostik und Behandlung der akuten lymphoblastischen Leukämie (ALL). Das Institut für Klinische Genetik und Genommedizin am Universitätsklinikum Würzburg macht die ALL zu einem zentralen Forschungsschwerpunkt und stellt vier aktuelle Projekte vor. In einer Publikation zeigt das Team um Prof. Dr. Anke K. Bergmann, wie mithilfe künstlicher Intelligenz […]

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BVL veröffentlicht aktuellen Bericht zum RASFF Über das Europäische Schnellwarnsystem für Lebens- und Futtermittel (RASFF) wurden im Jahr 2025 erneut mehr als 5.300 Original- und rund 18.000 Folgemeldungen übermittelt. Die Cereulid-Kontamination in Säuglingsnahrung, die im Dezember 2025 festgestellt wurde, ist eines der wichtigsten Ereignisse im Lebensmittelbereich der vergangenen Jahre. „Die gesundheitsschädliche Verunreinigung von Säuglingsnahrung mit Cereulid verdeutlicht die zentrale Bedeutung des Europäischen Schnellwarnsystems für die grenzüberschreitende Koordination zwischen den Mitgliedstaaten und den Schutz der öffentlichen Gesundheit“, sagt Prof. Dr. Gaby-Fleur […]

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Candida parapsilosis: Internationales Forschungsteam unter Würzburger Leitung entdeckt überraschende Anpassungsstrategie des Hefepilzes. Bei mehreren weltweit untersuchten Fluconazol-resistenter Candida parapsilosis-Ausbrummstämmen war eine abgeschwächte Biofilmbildung mit einer besonders guten Anpassung an den menschlichen Wirt verbunden. Würzburg. Candida parapsilosis ist ein Hefepilz, der häufig auf der menschlichen Haut lebt. Für gesunde Menschen ist er in der Regel unproblematisch. Gefährlich wird er vor allem für Personen, deren Immunabwehr geschwächt ist oder deren natürliche Schutzbarrieren durch medizinische Eingriffe beeinträchtigt sind. Wenn der Pilz beispielsweise über […]

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Viszeralmedizin 2026 diskutiert neue Wege in Prävention, Diagnostik und Therapie Hamburg – Krebs möglichst verhindern, Leber- und Stoffwechselerkrankungen früher erkennen und Therapien gezielter auf Patienten abstimmen: Auf der Viszeralmedizin 2026 diskutieren Expertinnen und Experten ab dem 16. September 2026 in Hamburg, wie Vorbeugung, Präzisionsmedizin und Künstliche Intelligenz die Versorgung verändern. Unter dem Motto „Prävention, Translation und Perspektiven“ veranschaulicht der größte Fachkongress für Gastroenterologie, Viszeralchirurgie und Endoskopie, wie neue Erkenntnisse schneller in Diagnostik und Therapie gelangen. Wie gute Prävention funktioniert, zeigt […]

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Ältere und vorerkrankte Menschen profitieren Berlin/Mainz – Eine Operation nach einem Armbruch, der Einsatz eines künstlichen Kniegelenks oder ein Eingriff am Sprunggelenk: Bei vielen Operationen an Armen und Beinen kann auf eine Vollnarkose verzichtet werden. Stattdessen lassen sich einzelne Nerven oder Nervengruppen gezielt und vorübergehend ausschalten. Mithilfe von Ultraschall können Anästhesistinnen und Anästhesisten Nerven und umliegende Strukturen direkt darstellen und die Punktionsnadel kontrolliert bis an die gewünschte Stelle führen. Welche Bedeutung die Sonografie inzwischen in Anästhesie und Schmerztherapie hat, ist […]

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Das Max Rubner-Institut hat in Zusammenarbeit mit weiteren Forschungsinstitutionen eine neue Datenbank für die Berechnung des Proteingehalts in Lebensmitteln entwickelt. Darin sind die Umrechnungsfaktoren verzeichnet, mit denen der Proteingehalt eines Lebensmittels aus dessen Stickstoffgehalt berechnet werden kann. Die neuen Nitrogen-to-Protein Conversion Factors (NCF) liegen in einem Bereich von 5,0 bis 5,9 und damit teilweise deutlich unter dem bislang verwendeten Faktor von 6,25. Daraus ergeben sich je nach Lebensmittelgruppe um etwa 5 bis 20 Prozent geringere Proteingehalte. Traditionell wird der Proteingehalt […]

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Bis zu 10.000 Menschen mit einem plötzlichen Herz-Kreislaufstillstand könnten laut einer Studie jedes Jahr gerettet werden, wenn Umstehende sofort mit Wiederbelebungsmaßnahmen beginnen würden. Denn auch Laien können mit einer einfach zu erlernenden Herzdruckmassage Leben retten. Anlässlich der bundesweiten Woche der Wiederbelebung (21. bis 27. September) erklärt Dr. Malte Issleib, Reanimationsbeauftragter des UKE, die lebensrettenden Schritte einer Reanimation. Das UKE beteiligt sich am 21. und 22. September vormittags mit einem Informationsstand im Foyer des Hauptgebäudes O10 an der Aktionswoche. Außerdem können […]

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