Neue Studien zu Prostatakrebs
Für die Behandlung eines lokal fortgeschrittenen Prostatakrebses kann die Strahlentherapie mit der Hormontherapie kombiniert werden. Wissenschaftler fanden heraus, dass sich hierfür eine längere Hormontherapie (über mehr als zwei Jahre lang) besser eignete als eine Hormontherapie, die nur vier Monate während der Bestrahlung durchgeführt wurde.
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Wenn der Prostatakrebs nach einer Operation und anschließender Strahlentherapie zurückkehrt, was sich durch einen steigenden PSA-Wert äußert, wird in der Regel eine Hormontherapie gestartet. Forscher konnten nun aber zeigen, dass die Patienten davon profitieren könnten, wenn im Falle eines Lymphknotenbefalls die betroffenen Lymphknoten lokal behandelt werden – also entfernt oder bestrahlt werden.
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Prostatakrebs-Patienten sollten ihren Alkoholkonsum reduzieren. Zu diesem Ergebnis kam die vorliegende Studie. Die Wissenschaftler fanden nämlich heraus, dass Patienten, die regelmäßig Alkohol tranken, ein höheres Risiko hatten, an dem Prostatakrebs zu sterben, als die Patienten, die auf Alkohol verzichteten.
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Bei der stereotaktischen Strahlentherapie (SBRT) können hohe Strahlendosen sehr präzise gesteuert werden. Das führt dazu, dass das umliegende gesunde Gewebe geschont wird und der Behandlungszeitraum verkürzt werden kann. Laut der vorliegenden Studie scheint die SBRT bei der Behandlung von Hochrisiko-Patienten und Patienten, bei denen bereits Lymphknoten befallen waren, sicher zu sein – auch dann, wenn vorsorglich das Becken mitbestrahlt wurde.
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Nicht selten stellt sich nach einer Prostataentfernung aufgrund von Prostatakrebs heraus, dass der Krebs bereits Lymphknoten befallen hat. Forscher zeigten, dass Betroffene das Risiko für Metastasen mit Hilfe des ersten PSA-Wertes nach der Operation besser einschätzen können. Die Patienten, deren erster PSA-Wert nach der Operation unter 0,2 ng/ml lag, waren nämlich seltener von Metastasen betroffen als die Patienten, deren Wert höher lag.
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Um die Chancen auf eine Heilung zu erhöhen, können bei einem lokal begrenzten Prostatakrebs die innere und die äußere Strahlentherapie miteinander kombiniert werden. Welchen Einfluss diese kombinierte Strahlentherapie auf die Lebensqualität der Patienten hat, ist dabei unabhängig von dem Alter des Patienten, wie diese Studie zeigen konnte.
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Wenn der Prostatakrebs noch auf die Prostata beschränkt ist, wird in der Regel eine lokale Behandlung durchgeführt. Zu diesen zählen die Operation und die Strahlentherapie. Forscher fanden heraus, dass sich beide Methoden gleichermaßen positiv auf das Überleben von Männern mit einem aggressiven Prostatakrebs auswirkten.
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Für die Behandlung von Prostatakrebs stehen verschiedenen Arten der Bestrahlung zur Verfügung. So kann die Strahlenquelle sowohl außerhalb als auch innerhalb des Körpers liegen. Forscher fanden heraus, dass Patienten bei beiden Bestrahlungsverfahren Einbußen in der körperlichen Fitness und der Sexualfunktion hinnehmen mussten, wenn die Bestrahlungen mit einer Hormontherapie kombiniert wurden.
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Für die Behandlung eines Prostatakrebses, der bereits in andere Körperregionen gestreut hat und nicht mehr auf eine klassische Hormontherapie anspricht, stehen einige Wirkstoffe zur Verfügung. Diese können nacheinander angewandt werden. Forscher fanden nun heraus, dass der Wirkstoff Cabazitaxel auch dann noch wirksam sein kann, wenn die Patient bereits mehrere Therapien – auch bereits eine mit Cabazitaxel – hinter sich hatte.
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Ein relativ neuer Wirkstoff, der bei der Behandlung von Knochenmetastasen zum Einsatz kommt, ist das radioaktive Radium-223. Wissenschaftler berichteten nun von den Erfahrungen, die in drei verschiedenen italienischen Kliniken mit diesem Wirkstoff gemacht wurden. Sie stellten fest, dass durch die Behandlung die Schmerzen der Patienten deutlich gelindert werden konnten.
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Es gibt immer mehr Wirkstoffe, die gegen einen Prostatakrebs, der bereits in andere Körperregionen gestreut hat und nicht mehr auf eine Hormontherapie anspricht, eingesetzt werden können. Seit mehreren Jahren sind nun innovative Arzneimittel für diese Patientengruppe auf dem Markt.
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Genetische Veränderungen im Tumor spielen eine wichtige Rolle bei dem Krankheitsverlauf der Krebserkrankung. Wissenschaftler fanden heraus, dass manche genetischen Veränderungen auch im bildgebenden Verfahren sichtbar sein können. Hierbei handelte es sich speziell um eine Tumoreigenschaft, die daran beteiligt ist, dass die Hormontherapie wirkungslos wird.
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Zur Diagnose von Prostatakrebs werden in der Regel Gewebeproben entnommen und unter einem Mikroskop untersucht. Forscher testeten nun ein bildgebendes Verfahren an Labormäusen – die diffusionsgewichtete Magnetresonanz-Bildgebung. Möglicherweise könnte dieses Verfahren in Zukunft eine Alternative zu der Gewebeprobe-Entnahme darstellen.
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Neue Meldungen aus Instituten und Kliniken
Deutscher Rheumatologiekongress 2026 vom 09. bis 12. September im Congress Center Leipzig Leipzig/Berlin – Entzündlich-rheumatische Erkrankungen betreffen in Deutschland aktuellen Zahlen zufolge rund 1,8 Millionen Menschen. Für viele Betroffene wirken erste Beschwerden zunächst plötzlich und unvorhersehbar. Wissenschaftliche Studien zeigen jedoch, dass sich insbesondere das klassische Gelenkrheuma – die rheumatoide Arthritis (RA), von der etwa 0,8 bis 1,2 Prozent der Erwachsenen in Deutschland betroffen sind – bereits Monate bis Jahre zuvor ankündigt. Damit eröffnet sich ein Zeitfenster für Prävention: Lebensstilfaktoren können das Erkrankungsrisiko beeinflussen, und bei besonders gefährdeten Menschen lässt sich […]
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Das Giftinformationszentrum-Nord (GIZ-Nord) an der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) führte 2025 mehr als 52.000 Beratungen durch. Es verzeichnet damit erneut mehr Anfragen als im Vorjahr. Ein besonderes Augenmerk galt im vergangenen Jahr den Vergiftungen durch Drogen wie Cannabis, Kokain und Amphetamine. In mehr als 1.300 Fällen wurde das Giftinformationszentrum-Nord (GIZ-Nord) an der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) im Jahr 2025 wegen Vergiftungen durch Drogen konsultiert. Die meisten Anfragen bezogen sich auf Kokain, Amphetamine und ähnliche Drogen sowie auf Vergiftungen mit Cannabis und synthetischen […]
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Ob olympische Medaille mit Babybauch oder stillen während des Ultramarathons – Kinderwunsch, Schwangerschaft und Leistungssport schließen sich nicht aus. Viele Spitzenathletinnen haben gezeigt, dass beides möglich ist. Doch wenn es um konkrete Fragen geht – etwa zur Trainingsgestaltung während der Schwangerschaft oder zur Rückkehr in den Leistungssport nach der Geburt – fehlt es häufig noch an verlässlichen und praxisnahen Informationen. Hier setzt die neue Webseite „Athletin-D“ an. Sie bereitet wissenschaftliche Erkenntnisse praktisch für den Trainingsalltag auf und soll kontinuierlich weiterwachsen. […]
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Deutsche Krebshilfe und Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ) legen Ergebnisse des 2. Nationalen Krebspräventionsgipfels vorWie lässt sich die Krebsprävention in Deutschland wirksam stärken? Konkrete Maßnahmen und Ideen liefert der gerade veröffentlichte Ergebnisbericht des 2. Nationalen Krebspräventionsgipfels von Deutscher Krebshilfe und Deutschem Krebsforschungszentrum (DKFZ). Rund 50 Fachleute aus Politik, Wissenschaft, Verwaltung, Gesundheitswesen und Zivilgesellschaft hatten im Juni 2026 am Gipfel teilgenommen und ihre Expertise eingebracht. Die politischen Signale zur Stärkung der Prävention Gipfel stimmen zuversichtlich. „Wir wissen heute so viel wie nie zuvor […]
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Neue Studie zeigt, wie winzige Membranbläschen von Immunzellen das Überleben von Candida albicans im Blut begünstigen von Kerstin Breuer Eigentlich ist unsere Immunabwehr ein ausgeklügeltes System, das uns vor Krankheitserregern schützt. Doch ein Forschungsteam der Universitäten Würzburg und Jena sowie des Leibniz-Instituts für Naturstoff-Forschung und Infektionsbiologie (Leibniz-HKI) zeigt nun, dass bestimmte Bestandteile dem Hefepilz Candida albicans offenbar dabei helfen, ebendieser Abwehr zu entgehen. Die im Journal of Extracellular Vesicles veröffentlichte Studie beschreibt damit eine unerwartete Kehrseite der Immunantwort auf den pilzlichen Eindringling. Candida albicans lebt bei vielen […]
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ERC Starting Grant für Karl Petri: Würzburger Forscher entwickelt neue Technologie für eine sichere und dauerhafte In-vivo-CAR-T-Zelltherapie Würzburg. Bislang werden CAR-T-Zellen außerhalb des Körpers hergestellt. Dazu werden T-Zellen aus dem Blut der Patientin oder des Patienten gewonnen, im Labor genetisch verändert, sodass sie Proteine auf ihrer Oberfläche produzieren, die als chimäre Antigenrezeptoren (CARs) bezeichnet werden. Diese CARs helfen den T-Zellen dabei, Krebszellen zu erkennen und zu zerstören. Nach der Umprogrammierung werden die CAR-T-Zellen zurück in den Körper übertragen. Seit ihrer ersten […]
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Die Pflege eines Menschen mit Demenz stellt Angehörige im Alltag häufig vor große Herausforderungen. Wie digitale und persönliche Unterstützungsangebote pflegende Angehörige entlasten und die Versorgung von Menschen mit Demenz verbessern können, untersucht die bundesweite Studie „living@home“ des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE), an der sich auch die Universitätsmedizin Göttingen (UMG) beteiligt. Im Mittelpunkt der Studie steht die Frage, ob eine Kombination aus persönlicher Begleitung und einer App den Pflegealltag von Angehörigen erleichtern und die Versorgung von Menschen mit Demenz […]
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Der Tag des alkoholgeschädigten Kindes rückt am 9. September Alkoholkonsum in der Schwangerschaft und FASD in den Mittelpunkt. Jena (UKJ/me). Alkohol in der Schwangerschaft ist keine Seltenheit, im Gegenteil: Rund zehn Prozent aller Babys leiden unter den Folgen von Alkoholkonsum in der Schwangerschaft. „Wer glaubt, das eine Glas wird schon nicht schaden, der liegt falsch“, sagt Prof. Dr. Ekkehard Schleußner, Leiter der Klinik für Geburtsmedizin am Universitätsklinikum Jena (UKJ). „Jeder Schluck ist zu viel. Denn Alkoholkonsum in der Schwangerschaft kann nicht […]
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Es mangelt an Spenderorganen. Ein Ausweg könnten Schweine-Organe sein. Daran forscht ein MHH-Team im neuen Projekt zu Xenotransplantation. Wenn ein Organ nicht mehr funktioniert und andere Therapien nicht mehr wirken, ist eine Organtransplantation notwendig. Sie rettet jedes Jahr viele Leben. So werden in der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH), dem größten Transplantationszentrum Deutschlands, jährlich 300 bis 400 Organe transplantiert – insbesondere Nieren, Lungen, Lebern und Herzen. Es werden jedoch deutlich mehr Spenderorgane benötigt, als zur Verfügung stehen. In Deutschland warten derzeit […]
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Deutscher Rheumatologiekongress 2026 vom 9. bis 12. September im Congress Center Leipzig Leipzig/Berlin – Entzündlich-rheumatische Erkrankungen können Frauen in einer Lebensphase treffen, in der Familienplanung und Elternschaft eine wichtige Rolle spielen. Eine sichere Schwangerschaft ist heute jedoch in den meisten Fällen möglich – dank intensiver Forschung, die in den letzten Jahren zu neuen Möglichkeiten der Behandlung und der medizinischen Überwachung geführt hat. Was es bei entzündlich-rheumatischen Erkrankungen und Kinderwunsch zu beachten gilt, welche Risiken bestehen und wie sie minimiert werden können, […]
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Immer weniger Jugendliche und junge Erwachsene trinken Alkohol – und sie beginnen später damit. Das zeigen die aktuellen Daten der Drogenaffinitätsstudie 2025 des BIÖG. Der wöchentliche Alkoholkonsum liegt bei jungen Menschen auf einem historischen Tiefstand. Doch beim Rauschtrinken zeigt sich ein gemischtes Bild: Unter jungen Frauen ist es deutlich zurückgegangen, während es bei Jugendlichen und jungen Männern weiterhin stark verbreitet bleibt. Gezielte Prävention ist deshalb weiterhin wichtig, um riskante Konsummuster zurückzudrängen. Immer weniger Jugendliche und junge Erwachsene trinken Alkohol und […]
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Knapp die Hälfte der Patientinnen mit gesicherter Erstdiagnose erhält im Folgejahr erneut eine Endometriose-Diagnose // „Ausbleibende Folgekodierung bedeutet nicht fehlender Versorgungsbedarf“ Routinedaten sind eine zentrale Grundlage der Versorgungsforschung, um die Realität der medizinischen Versorgung zu untersuchen. Die Behandlung von Patientinnen mit Endometriose lässt sich anhand vertragsärztlicher Abrechnungsdaten allerdings nur eingeschränkt abbilden. So werden beispielsweise wichtige Arzneimittel zur Behandlung der Erkrankung nicht von der gesetzlichen Krankenversicherung übernommen und sind daher in den Abrechnungsdaten nicht erfasst. Eine weitere Herausforderung besteht darin, Patientinnen […]
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Neue S3-Leitlinie zu Harnrückfluss im Kindes- und Jugendalter Berlin – Eine moderne, strahlenfreie Ultraschallmethode erweitert die diagnostischen Möglichkeiten bei Erkrankungen der ableitenden Harnwege im Kindes- und Jugendalter: die kontrastverstärkte Miktionsurosonografie (MUS). Sie kann insbesondere einen Rückfluss von Urin aus der Blase in Richtung Nieren zuverlässig sichtbar machen – ganz ohne Röntgenstrahlung. Mit der S3-Leitlinie „Kontrastverstärkte Miktionsurosonografie im Kindes- und Jugendalter“ erhält das Verfahren nun eine wichtige evidenzbasierte Grundlage und gewinnt als Alternative zur konventionellen Röntgen-Miktionszysturethrografie (MCU) weiter an Bedeutung. Federführend bei […]
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