Neue Studien zu Arthritis / Rheuma
Eine retrospektive Kohortenstudie über 13 905 Patienten mit rheumatoider Arthritis (RA) und Psoriasis-Arthritis (PsA) zeigte, dass systemische Inflammation und Behandlung mit Glukokortikoiden mit einem höheren Risiko für Herz-Kreislauf-Ereignisse (MACE) assoziiert sind. Die Behandlung mit Methotrexat und NSAID erschien hingegen bei RA protektiv.
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Baricitinib, der selektiv die Januskinase 1/2 hemmt, könnte eine wirksame Behandlungsoption bei juveniler idiopathischer Arthritis (JIA) sein, zeigte eine klinische Studie der Phase 3 mit 219 jungen Patienten.
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In der Real-World-Analyse über 12 Monate mit 665 Patienten mit rheumatoider Arthritis erreichten Tofacitinib und TNF-Inhibitoren vergleichbar häufig Symptomfreiheit.
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Ob bei Psoriasis-Arthritis (PsA) entzündliche Prozesse Schmerzen verursachen oder neuropathische Schmerzen vorliegen, ist therapierelevant. Eine Querschnittsstudie zeigte, dass jeder 6. von 246 PsA-Patienten unter neuropathischen Schmerzen litt.
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In einer Register-basierten Analyse über 1 221 Patienten mit rheumatoider Arthritis (RA) in Italien zeigte sich, dass zielgerichtete, systemische RA-Therapien bei älteren Patienten häufig über Jahre beibehalten und vorwiegend aufgrund von Wirksamkeitsverlusten verändert werden. Demnach ist auch bei Älteren weniger das Sicherheitsprofil, als vielmehr die Krankheitskontrolle zentral.
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Eine erste Biologika-Therapie über 12 Monate erreichte größere Verbesserungen der Krankheitsaktivität bei schwerer rheumatoider Arthritis (RA), aber häufiger Remission bei mittelschwerer RA. Die Analyse über 838 Patienten zeigt somit den Nutzen des treat-to-target-Prinzips auf.
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Bei welchen Psoriasis-Patienten mehrere Biologika nicht wirken, analysierte eine Studie anhand von soziodemographischen, klinischen und Patienten-berichteten Faktoren im Vergleich zu gutem klinischen Ansprechen. Demnach haben Frauen und Patienten mit Psoriasis-Arthritis ein höheres Risiko für multiples Biologika-Versagen. Auch Hyperlipidämie und der Einsatz älterer Biologika könnten eine Rolle spielen.
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Bei Patienten mit chronischen Schmerzen ist die Anwendung von medizinischem Cannabis mit erhöhtem Risiko für neu einsetzende Arrhythmien assoziiert, speziell innerhalb von 180 Tagen nach Behandlungsbeginn, zeigte eine Registerstudie aus Dänemark.
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Bei einer subklinischen Inflammation von Gelenken und Antikörpern gegen körpereigene, citrullinierte Proteine (ACPA) besteht ein hohes Risiko für eine rheumatoide Arthritis. Eine doppelblind randomisierte Studie mit Placebokontrolle zeigte nun, dass eine Behandlung mit Abatacept über 6 Monate das Risiko für Rheuma nach 6 sowie nach 18 Monaten senkte.
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Medical NEWS Report
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Unser Immunsystem verhindert fortwährend erneute Ausbrüche viraler Erkrankungen mit noch in Zellen verbliebenen Viruskopien. Immunsuppressive Therapien gegen Interleukin-6 (Anti-IL-6) bei rheumatoider Arthritis können diesen Schutz bei einer chronischen HBV-Infektion schwächen und das Reaktivierungsrisiko signifikant erhöhen. Antivirale Prophylaxe, so das weitere Ergebnis des systematischen Reviews mit Metaanalyse, ist in diesen Fällen nötig, jedoch nicht bei früherer überwundener HBV-Infektion.
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Wissenschaftler untersuchten in Norwegen, welche Faktoren für die Sterblichkeitsrate bei rheumatoider Arthritis (RA) direkt oder indirekt eine Rolle spielen. Sie fanden, dass mangelnde kardiorespiratorische Fitness wesentlich die höhere Sterblichkeitsrate bei RA vermittelt und schließen, dass RA-Patienten stärker in sportliche Angebote eingebunden werden sollten.
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Eine randomisierte Studie im Überkreuz-Design zeigte mit 31 jungen Patienten mit juveniler idiopathischer Arthritis, dass eine gesunde Schlafdauer im Vergleich zu verkürztem Schlaf zur Linderung von Schmerzen beitragen kann.
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Eine brasilianische Querschnittsstudie ermittelte, weshalb und womit eine rheumatoide Arthritis (RA) häufig in Monotherapie behandelt wurde. Über 505 RA-Patienten zeigte sich seit 2013 eine zunehmend häufigere monotherapeutische Behandlung, bei insgesamt etwa der Hälfte der Patienten. Meist kam es zu dieser Therapiewahl, die besonders oft mit JAKi erfolgte, aufgrund von Unverträglichkeit in der Kombinationstherapie.
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Neue Meldungen aus Instituten und Kliniken
Kaum eine Diagnose stellt das Leben so abrupt auf den Kopf wie ein bösartiger Hirntumor. Schnell wachsende Hirntumore gelten bislang als nicht heilbar, doch verschiedene Therapien können wertvolle Lebenszeit schenken. Was viele nicht erwarten: Auch Sport kann begleitend die Lebensqualität deutlich verbessern. Wie bei David Niedeck*. Zweimal pro Woche steht er im Trainingsraum und stemmt Gewichte. Nicht, weil er muss. Sondern weil er will. Weil es ihm hilft, ein Stück Kontrolle zurückzugewinnen. Und weil er gerade zum zweiten Mal Vater […]
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Eierstockkrebs ist eine der wenigen Krebsarten, für die es bis heute keine wirksame Früherkennung gibt. Etwa 70 Prozent aller Fälle werden erst in einem späten Stadium entdeckt. Bis zu 25 Prozent gehen auf erbliche BRCA1/2-Mutationen zurück – und doch werden 30 bis 50 Prozent der Frauen mit familiärer Vorbelastung niemals genetisch getestet. Genau hier setzt diese Podcastfolge an. Die Gäste Prof. Dr. Marion Kiechle ist Direktorin der Frauenklinik am Klinikum rechts der Isar der TU München und Professorin für Frauenheilkunde an der TU […]
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Eine Forschungsgruppe der Universitätsmedizin Mainz hat herausgefunden, auf welche Weise das Immunsystem gegen die Blutkrebserkrankung Polycythaemia vera therapeutisch wirkt. Wesentlich für diesen Prozess sind die sogenannten natürlichen Killerzellen, ein Teil der angeborenen Immunabwehr, und ihr Zusammenspiel mit dem körpereigenen Botenstoff Interferon-alpha. Erstmalig konnten die Wissenschaftler:innen zeigen, dass diese Immunzellen entscheidend dazu beitragen, krankhafte Blutstammzellen gezielt zu bekämpfen. Die im Journal Blood veröffentlichten Studienergebnisse bieten neue Ansatzpunkte, um immunbasierte Therapien entwickeln zu können. Die Polycythaemia vera (PV) ist eine seltene Form […]
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Der Darm regelt weit mehr als nur die Verdauung. Forschende der Universität Basel haben bei Fruchtfliegen nun einen überraschenden Zusammenhang zwischen Darmfunktion, Nahrungsaufnahme und Schlaf entdeckt. Die Arbeit untermauert, dass der Darm mit dem Gehirn kommuniziert und das Verhalten beeinflusst. Katrin Bühler Die ersten Stunden im Leben sind entscheidend für das Überleben und Gedeihen von Tieren. Dabei sind zwei Schritte besonders wichtig: Der erste Stuhlgang, um Abfallprodukte – das sogenannte Mekonium – auszuscheiden, sowie das erste Mal selbständig Nahrung aufzunehmen. […]
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Interview mit Kongresspräsident Prof. Dr. med. Felix Rosenow, Frankfurt Würzburg. (ka) Bei der 64. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Epileptologie (DGfE) werden spannende Diskussionen zu aktuellen Entwicklungen, personalisierten Therapieansätzen und neuen Versorgungsformen erwartet. Vom 10. bis 13. Juni 2026 kommen rund 1.200 Experten in Würzburg zusammen. Kongresspräsident Prof. Dr. med. Felix Rosenow, Leiter Epilepsiezentrum Frankfurt Rhein-Main, Klinik für Neurologie, Universitätsmedizin Frankfurt, gibt im Interview vorab erste Einblicke. Das Kongress-Programm umfasst ein weites Spektrum epileptologischer Themen mit namhaften nationalen und internationalen Referenten. […]
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Jährlich sterben tausende Menschen in Deutschland an den Folgen von Hitzewellen – besonders gefährdet sind vulnerable Gruppen wie Schwangere, ältere Frauen und Frauen mit Vorerkrankungen. Anlässlich des bundesweiten Hitzeaktionstags am 11. Juni macht der Berufsverband der Frauenärztinnen und Frauenärzte auf Hitze als größtes klimawandelbedingtes Gesundheitsrisiko aufmerksam und betont die zentrale Rolle der Gynäkologie: Frauenärztinnen und -ärzte stehen in regelmäßigem Kontakt mit ihren Patientinnen und können gezielt über die Gefahren hoher Temperaturen beraten und aufklären. Die optimale menschliche Körpertemperatur liegt bei […]
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Regelmäßige Bewegung macht nicht nur fit – sie ist auch ein Schlüssel zu besserem Schlaf. Und umgekehrt gilt: Wer gut schläft, ist leistungsfähiger, regeneriert schneller und bringt im Sport bessere Ergebnisse. Diese wechselseitige Beziehung stellt die Deutsche Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin e.V. (DGSM) in den Mittelpunkt ihres diesjährigen Aktionstags „Erholsamer Schlaf“ am 21. Juni 2026. Im Rahmen des Aktionstages werden verschiedene Aktivitäten durchgeführt (u.a. Podcast oder Webinar) um auf diese Zusammenhänge hinzuweisen. PD Dr. Christian Veauthier, Charité Berlin und […]
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Drei Fragen an die AOK Sachsen-Anhalt zum Hitzeaktionstag Hohe Temperaturen im Sommer beeinflussen den Arbeitsalltag von Beschäftigten oft negativ und können auch zu einem erhöhten Gesundheitsrisiko führen. Zum Hitzeaktionstag am 11. Juni erklärt Anja Böhm, Gesundheitscoach bei der AOK Sachsen-Anhalt, worauf man achten sollte. Warum ist Hitze am Arbeitsplatz problematisch? Hitze belastet nicht nur den Körper. Auch Konzentration, Aufmerksamkeit und psychische Belastbarkeit nehmen bei hohen Temperaturen ab, wodurch das Risiko für Fehler und Unfälle steigen kann. Auch die Produktivität leidet. […]
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Um Diagnostik und Therapie zu optimieren, braucht es medizinische Daten und biologische Proben. Diese von Kindern und Jugendlichen zur Verfügung gestellt zu bekommen, stellt besondere Herausforderungen. Erste konkrete Projekte wie PEDNET-LC setzen auf Erkenntnisse aus der Arbeit mit den Bioproben. Die BioBank Dresden am Universitätsklinikum Dresden baut ihr Engagement zur Konservierung von Proben von Kindern und Jugendlichen weiter aus. Seit vielen Jahren werden in der Dresdner Johannstadt Proben bei unter -180 Grad Celsius in tiefkaltem Stickstoff eingelagert und damit medizinisch […]
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Am 11. Juni findet der Deutsche Hitzeaktionstag statt, um auf die Risiken aufmerksam zu machen, die die klimawandelbedingt steigenden Temperaturen verursachen. Viele davon betreffen die menschliche Gesundheit. Wie sich Hitzetage auf die Physiologie des Körpers auswirken und warum sie als anstrengend wahrgenommen werden, erklärt der Innsbrucker Sportwissenschaftler Justin Lawley im Interview. Wie wirken sich Temperaturen von über 30°C bereits im Ruhezustand auf unseren Körper aus? Was passiert dabei in Herz, Gehirn, Blutgefäßen, Muskeln und Nerven? Univ.-Prof. Dr. Justin Lawley: Wenn […]
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Eine Analyse der DECLARE-TIMI 58-Studie zeigt, dass Träger von Kardiomyopathie-Genen überdurchschnittlich stark von Dapagliflozin profitieren. Die Ergebnisse eröffnen neue Perspektiven für die gezielte Präzisionsmedizin. Genetische Tests können Menschen mit einem erhöhten Risiko für erbliche Herzmuskelerkrankungen identifizieren. Eine internationale Studie unter Beteiligung des Deutschen Zentrums für Herz-Kreislauf-Forschung (DZHK) zeigt nun, dass diese genetischen Informationen konkrete therapeutische Konsequenzen haben können. Die Studie, im Fachmagazin Nature Medicine veröffentlicht, zeigt, dass das Diabetes-Medikament Dapagliflozin das Risiko für eine herzinsuffizienzbedingte Krankenhauseinweisung bei Personen mit bestimmten Genvarianten drastisch […]
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Charité-Studie prüft Zusatzbehandlung mit dem körpereigenen Hormon DHEA Bei einigen Menschen mit Depression wirken die bekannten Therapien nicht ausreichend. Trotz konsequenter Einnahme antidepressiver Medikamente bestehen die Symptome weiter. Mediziner:innen sprechen dann von einer sogenannten behandlungsresistenten Depression. Für Betroffene ist diese Situation frustrierend und belastend. Wichtiges Anliegen der Forschung ist es daher, neue wirksame Zusatzbehandlungen zu finden. Untersuchungen legen nahe, dass ein auch als Anti-Aging-Produkt vermarkteter Botenstoff, das Hormon DHEA, die Behandlung schwerer Depressionen unterstützen könnte. Ob dem wirklich so ist, […]
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Die Resultate der internationalen PADOVA-Studie ebneten den Weg für die Zulassungsstudie der ersten krankheitsmodifizierenden Therapie von Parkinson mit dem Wirkstoff Prasinezumab. Die Univ.-Klinik für Neurologie an der Medizin Uni Innsbruck war mit Klaus Seppi als wissenschaftlicher Leiter in Österreich an der Studie beteiligt. Innsbruck, Seit dem Jahr 2021 erhalten zunächst 534 Betroffene mit der Parkinson-Krankheit eine monatliche Infusion an 110 Zentren in Europa, den USA und Kanada. Bei der Hälfte von Ihnen befindet sich im Infusionsbeutel der Antikörper Prasinezumab, die andere […]
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