Neue Studien zu Brustkrebs
Die Ergebnisse dieser Studie zeigten, dass es hinsichtlich des progressionsfreien Überlebens bei postmenopausalen Brustkrebspatientinnen, die an Hormonrezeptor-positivem, Lymphknoten-positivem Brustkrebs leiden, keinen Unterschied ausmacht, ob die Frauen über 5 Jahre kontinuierlich oder mit Unterbrechungen mit dem Aromatasehemmer Letrozol behandelt wurden. Obwohl also kein Vorteil durch die Unterbrechung der Therapie gesehen wurde, zeigen die Ergebnisse auch, dass Therapiepausen möglich sind und den Behandlungserfolg nicht mindern.
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Patientinnen mit metastasierendem, dreifach negativem Brustkrebs haben meist eine schlechtere Prognose als andere Brustkrebspatienten. Das Medikament Sacituzumab Govitecan stellt als Drittlinienbehandlung eine neue Therapieoption für diese Form des Brustkrebses dar. In einer randomisierten Phase-III-Studie haben Wissenschaftler die Wirkung des Medikaments mit Chemotherapie verglichen. Die progressionsfreie Überlebenszeit und Gesamtüberlebenszeit waren dabei für Sacituzumab Govitecan signifikant länger und die Ansprechrate höher.
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MicroRNAs regulieren viele Prozesse im Körper. Eine Familie dieser kleinen Moleküle, die microRNA-200-Familie, scheint eine besonders wichtige, aber auch komplexe Rolle bei dem Krankheitsverlauf von Brustkrebs zu spielen. In einer Metaanalyse haben Wissenschaftler untersucht, wie gut sich Aussagen über die Krankheit durch die Analyse der RNAs treffen lassen. Die Studie ergab eine gute Genauigkeit für die Brustkrebsdiagnose. Zudem wurde ein negativer Effekt einer hohen Konzentration der RNAs auf die Überlebensraten bei metastasiertem Brustkrebs festgestellt. Bei triple-negativem und luminalem Brustkrebs war eine Hochregulation der RNAs hingegen mit besseren Überlebensraten assoziiert.
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In ihrem systematischen Review stellten Wissenschaftler heraus, dass der Konsum von hochverarbeiteten Lebensmitteln das Risiko für viele Erkrankungen erhöhte – auch das für postmenopausalen Brustkrebs.
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Übelkeit und Erbrechen treten sehr häufig als Nebenwirkung bei einer Chemotherapie auf. Manche Patientinnen bevorzugen zur Behandlung dieser Nebenwirkungen psychologische Interventionen gegenüber pharmazeutischen. In einer systematischen Übersichtsarbeit haben Wissenschaftler Studien untersucht, in denen psychologische Interventionen gegen Übelkeit und Erbrechen getestet wurden. Getestet wurden kognitive Verhaltenstherapie, progressive Muskelentspannung, Yoga und imaginative Psychotherapie. In acht der neun untersuchten Studien wurde durch die Interventionen eine Verbesserung erreicht.
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In der vorliegenden Studie aus Frankreich wurden Frauen verglichen, die die Diagnose Brustkrebs entweder durch die Früherkennung mit der Mammografie oder auf anderem Wege erhalten hatten. Es zeigte sich, dass die mit der Mammografie diagnostizierten Frauen häufgier weniger fortgeschrittene Brusttumoren aufwiesen und auch öfter weniger aggressiv behandelt werden mussten.
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Brustkrebspatientinnen, die nach einer brusterhaltenden Operation mit anschließender Antihormontherapie zusätzlich eine Strahlentherapie bekamen, wiesen langfristig eine bessere lokale Tumorkontrolle und ein besseres krankheitsfreies Überleben auf als Frauen, die nur mit Operation und Antihormontherapie behandelt wurden.
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In einer Phase-III-Studie wurde die Wirkung von Trastuzumab Deruxtecan auf zuvor behandelten, HER2-low, fortgeschrittenen Brustkrebs untersucht. Die Studie ergab im Vergleich zu der Behandlung mit einer individuell gewählten Chemotherapie ein signifikant längeres progressionsfreies – und Gesamtüberleben. Die Inzidenz unerwünschter Ereignisse war in beiden Behandlungsgruppen ähnlich.
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Deutsche Wissenschaftler fanden in ihrer Studie heraus, dass Frauen mit HER2-positivem Brustkrebs im frühen Stadium eine Behandlung mit Trastuzumab in Kombination mit Chemotherapie einer alleinigen Behandlung mit Trastuzumab gegenüber bevorzugen sollten. Kommt eine Therapie mit Chemotherapie aus persönlichen oder anderen Gründen nicht in Frage, kann auch eine Behandlung mit Trastuzumab alleine in Erwägung gezogen werden.
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Wissenschaftler aus den USA zeigten mit ihrer Studie, dass Brustkrebspatientinnen auf lange Sicht zufriedener mit dem Wiederaufbau ihrer Brust nach einer Mastektomie waren, wenn dieser mit Eigengewebe statt mit Implantaten erfolgte.
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Olaparib kann als Erhaltungstherapie eingesetzt werden, um ein Rezidiv bei BRCA1- oder BRCA2-mutiertem Brustkrebs zu verhindern. In einer Phase-III-Studie wurde die Wirksamkeit des Medikaments untersucht. Dabei wurde festgestellt, dass der Einsatz das invasive und distante krankheitsfreie Überleben gegenüber dem Einsatz von Placebos signifikant verlängert. Das Nebenwirkungsprofil zeigte keine unerwarteten Abweichungen.
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Bei einer Brustentfernung im Rahmen der Brustkrebsoperation (Mastektomie) stehen mehrere Optionen der Rekonstruktion zur Verfügung. Die Rekonstruktion mittels eines Implantats ist eine davon. In einer systematischen Übersichtsarbeit haben Wissenschaftler untersucht, wie sich die Rekonstruktion der Brust mit einem Implantat auf das Auftreten chronischer Schmerzen nach der Brustkrebsoperation auswirkt. In keiner der Studien wurde eine Erhöhung des Risikos für solche Schmerzen festgestellt.
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In einer Metaanalyse wurde untersucht, ob die Teilnahme an prospektiver Überwachung das Risiko für einen Lymphstau bei Brustkrebspatientinnen reduzieren kann. Die Teilnahme an der Überwachung in Verbindung mit Interventionen beim Auftreten von Risikofaktoren war mit einem geringeren Risiko für das Auftreten eines chronischen Lymphstaus assoziiert.
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Neue Meldungen aus Instituten und Kliniken
Prof. Dr. Carola Berking, Erlangen: Hautkrebsmonat Mai – Frühzeitiger Sonnenschutz ist entscheidend Vorsicht bei Behauptungen zur UV-Strahlung in sozialen Netzwerken – Fake-News zum Sonnenschutz sind gerade wieder im Umlauf! Sonnencreme ist keineswegs schädlicher als UV-Strahlung oder verursacht Krebs. Auch die Vitamin-D-Produktion ist bei eingecremter Haut noch lange nicht komplett blockiert, wie immer wieder fälschlich behauptet wird. Dagegen ist es wissenschaftlich belegt, dass Schutz vor UV-Strahlung durch langärmlige Kleidung und Sonnencreme das Hautkrebsrisiko senken können. „Hauptsache viral: gefährliche Trends und Fake […]
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Wissenschaftler*innen des Berlin Institute of Health in der Charité (BIH) und des Precision Healthcare University Research Institutes der Queen Mary University of London haben in Zusammenarbeit mit 118 Forschenden aus 89 Institutionen weltweit die größte Studie zur genetischen Regulation von >1.000 Proteinen aus unserem Blut geleitet. Die gewonnenen Daten bieten enormes Potenzial und könnten das Verständnis verschiedenster Krankheiten sowie deren Behandlungsmöglichkeiten grundlegend verändern. Proteine sind grundlegende Bausteine des Lebens. Ihre Baupläne liegen in bestimmten Abschnitten unseres genetischen Codes, der DNA. […]
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Zelluläre und Immuntherapien funktionieren derzeit bei Bauchspeicheldrüsenkrebs leider nicht oder nur unzureichend. Forscher der LMU München hatten nun herausgefunden, dass dies unter anderem an einem speziellen Botenstoff, dem Prostaglandin, liegt, das sowohl von Krebszellen als auch von deren Umgebung ausgeschüttet wird. Unterstützt von der Wilhelm Sander-Stiftung in Höhe von 177.000 Euro konnte die Arbeitsgruppe von Sebastian Kobold nun eine mögliche Strategie entwickeln, wie dieser Signalweg gezielt ausgeschaltet werden kann. Mittels Genscheren gelang es, die Wirkung der Prostaglandine in zellulären Therapien […]
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MRT-Analyse von Fett- und Muskelverteilung bei mehr als 66.000 Personen liefert präzisere Einschätzung der Gesundheitsrisiken / Niedrige Muskelqualität zusätzliches Risiko / Studie liefert Orientierungswerte nach Alter, Geschlecht und Körpergröße Der Body-Mass-Index, kurz BMI, gehört zu den häufigsten Maßzahlen in der Medizin. Er basiert auf Körpergröße und Gewicht. Er zeigt jedoch nicht, wo Fett gespeichert ist und wie sich Muskulatur zusammensetzt. Ein internationales Team aus Forscher*innen um Oberarzt Prof. Dr. Jakob Weiß und Funktionsoberarzt PD Dr. Matthias Jung aus der Klinik für Diagnostische und Interventionelle […]
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Die Studie ARREST soll die palliativmedizinische Versorgung Inhaftierter abbilden und mögliche Defizite und Potenziale aufdecken. Eine schwere unheilbare Erkrankung kann einen Menschen in jeder Lebenssituation treffen – auch während einer Haftstrafe oder einer Sicherungsverwahrung. In Deutschland werden sterbende Inhaftierte in der Regel vorzeitig entlassen, wenn dadurch die öffentliche Sicherheit nicht gefährdet wird. Es gibt jedoch auch Menschen, die ihr Lebensende in Haft verbringen. Egal, ob innerhalb oder außerhalb einer Justizvollzugsanstalt (JVA), haben Gefangene ein Recht auf palliativmedizinische Versorgung. Doch wie […]
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Positive Resonanz und erfolgreiche Zwischenbilanz des Charité-Programms Süße Aromen, bunte Verpackungen und der vermeintlich harmlose Dampf: Aromatisierte E-Zigaretten, sogenannte Vapes, machen den Nikotinkonsum unter Kindern und Jugendlichen wieder attraktiv – und stellen die Suchtprävention vor neue Herausforderungen. Ein an der Charité – Universitätsmedizin Berlin entwickeltes Programm zeigt nun, wie gezielte Prävention im Schulalltag funktionieren kann. In einer begleitenden Studie, die im Fachmagazin Nature: Scientific Reports* veröffentlicht wurde, beurteilten Kinder und Lehrkräfte das Schulprogramm als sehr positiv und als gut im […]
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Charité-Studie führt erstmals therapeutische Erfahrungen weltweit zusammen Die psychedelisch unterstütze Therapie, also der Einsatz der in psychoaktiven Pilzen enthaltenen Substanz Psilocybin oder von LSD zur Behandlung psychischer Erkrankungen, ist erneut in den Fokus gerückt. Zahlreiche Studien werden durchgeführt, gelegentlich ist von einer „Revolution in der Psychiatrie“ die Rede. Doch es gibt auch Zweifel. Während manche Patient:innen profitieren, sprechen andere gar nicht an – manchen geht es danach sogar schlechter. Um die Therapie künftig präziser einzusetzen, haben Wissenschaftler:innen unter Leitung der […]
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Das eigene Haus oder den Großteil der Ersparnisse durch die Pflege verloren: Fast jede zweite Pflegeperson in Deutschland erlebt Pflegearmut bei sich oder im persönlichen Umfeld. In der Gesamtbevölkerung sind es mit 31 Prozent etwas weniger Betroffene. Das sind zentrale Ergebnisse einer aktuellen Meinungsumfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach für den neuen Pflegereport der DAK-Gesundheit. Laut Sonderanalyse fordern zwei Drittel der Befragten eine umfassende Pflegereform für eine verlässliche Versorgung und würden auch spürbare Einschnitte akzeptieren. Kürzungen beim Pflegegeld werden klar […]
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Ein internationales Forschungsteam aus Wissenschaft und Industrie veröffentlicht neue Erkenntnisse zur Nuklease Cas12a2 im Fachmagazin Nature Viele Anwendungen – ob in der Medizin, der Biotechnologie oder in der Landwirtschaft – erfordern die gezielte Abtötung unerwünschter Zellen. Denn diese Zellen können beispielsweise die Gesundheit gefährden, die Produktivität beeinträchtigen oder gewünschte biologische Prozesse stören. Die Herausforderung besteht jedoch darin, dies zu erreichen, ohne dabei andere Zellen zu beeinträchtigen. Das Helmholtz-Institut für RNA-basierte Infektionsforschung (HIRI) in Würzburg, Akribion Therapeutics in Zwingenberg sowie die […]
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HZI-Studie identifiziert funktionelle Unterschiede in Segatella-Stämmen aus verschiedenen Regionen der Welt Das Bakterium Segatella copri ist einer der häufigsten Bewohner des menschlichen Darms. Forschende des Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung (HZI) haben in ihrer aktuellen Studie herausgefunden, dass es Stämme dieser Bakterienart gibt, die genetisches Bonusmaterial besitzen, das sie sauerstofftoleranter macht. Dafür ist unter anderem das Vorhandensein des molekularen Regulators OxyR entscheidend. Mithilfe umfangreicher Datenanalysen fand das HZI-Team heraus, dass Stämme von Segatella copri mit OxyR insbesondere in industrialisierten Regionen der Welt vorkommen. Die Forschenden vermuten, […]
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Das «Kuschelhormon» c spielt nicht nur in Momenten der Nähe eine Rolle, sondern auch beim Kräftemessen: Forschende der Universität Zürich zeigen, dass es besonders dann ausgeschüttet wird, wenn Rivalität oder klare Gruppengrenzen im Spiel sind – und zwar vor allem bei Männern. Oxytocin – häufig als Kuschelhormon bezeichnet – ist auch bei Gruppenwettbewerben von Bedeutung. Das verdeutlicht eine neue Studie unter der Leitung von Charlotte Debras und Adrian Jaeggi vom Institut für Evolutionäre Medizin der Universität Zürich. «Frühere Arbeiten haben […]
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Berlin – Geschätzt 650.000 Menschen in Deutschland sind von der chronischen Erkrankung Myalgische Enzephalomyelitis/Chronisches Fatigue-Syndrom (ME/CFS) betroffen – seit der COVID-19-Pandemie mit steigender Tendenz. Haben diese Patientinnen und Patienten zudem noch einen Diabetes mellitus, wird die Versorgung komplexer, da ME/CFS das Diabetesmanagement erschweren kann. Für die Versorgung Betroffener empfehlen der Verband der Diabetesberatungs- und Schulungsberufe in Deutschland e.V. (VDBD) und die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) einen 5-Punkte-Plan und plädieren für mehr Awareness der Behandelnden für die Wechselwirkungen beider chronischer Erkrankungen. ME/CFS […]
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Unbemerkte Gewebereaktionen beeinflussen den Zustand von Implantaten. Forschungsergebnisse der Karl Landsteiner Privatuniversität helfen der klinischen Praxis. Krems, Österreich – Eine neue Studie deutet darauf hin, dass Komplikationen bei Brustimplantaten häufig nicht allein auf mechanische Ursachen zurückgehen, sondern auch mit biologischen Prozessen zusammenhängen. Diese entwickeln sich über längere Zeit unbemerkt im Gewebe. Die Forschenden fanden Hinweise darauf, dass mikrobielle Kontamination und Entzündungen im Gewebe rund um das Implantat mit höheren Komplikationsraten – insbesondere mit Implantatrupturen – verbunden sind. Die prospektive Analyse umfasste […]
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