Keine Angst vor innovativen Arzneimitteln – was Sie bei der Verordnung beachten sollten

Verordnungsthema:

Darmkrebs

Neue Studien zu Darmkrebs

In einer randomisierten Phase-III-Studie wurde die Wirksamkeit unterschiedlicher Therapielängen einer Chemotherapie nach den Therapie-Schemata FOLFOX oder CAPOX untersucht. Hierfür wurde die übliche sechsmonatige Behandlung mit einer verkürzten dreimonatigen Behandlung verglichen. Die Studie zeigte vergleichbare Gesamtüberlebensraten bei beiden Therapielängen. Langanhaltende periphere sensorische Neuropathie trat bei der sechsmonatigen Behandlung häufiger auf.

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Um den Zusammenhang von psychischen Erkrankungen und Darmkrebs zu untersuchen, wurde die Häufigkeit des Einsetzens von Angstzuständen und Depressionen nach der Darmkrebsdiagnose untersucht. Die Analyse zeigte, dass Darmkrebs signifikant mit einem erhöhten Risiko für Depressionen assoziiert war. Einzelne Prädiktoren für Depressionen und Ängste hingen mit klinischen Faktoren, der Art der Behandlung und persönlichen Faktoren wie Alter und Geschlecht zusammen. In den analysierten Studien wurde zudem von erhöhter Mortalität und verringerter Lebensqualität beim Vorliegen von psychischen Erkrankungen berichtet.

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In aktuellen Metaanalysen wurde ein Zusammenhang zwischen Übergewicht im Kindesalter und einem erhöhten Darmkrebsrisiko bei Erwachsenen festgestellt. Daher wurde der Zusammenhang in einer sogenannten Mendelschen Randomisierung genauer untersucht. Die Studie zeigte zunächst eine Assoziation zwischen Übergewicht im Kindesalter und einem erhöhten Darmkrebsrisiko bei Erwachsenen. Wurden jedoch die Körpermaße im Erwachsenenalter in der Analyse berücksichtigt, konnte kein Einfluss mehr auf das Darmkrebsrisiko festgestellt werden. Ein Einfluss scheint daher nur gegeben zu sein, wenn starkes Übergewicht ins Erwachsenenalter fortbesteht.

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Übergewichtige Jungen haben ein erhöhtes Risiko, im Laufe ihres Lebens an Darmkrebs zu erkranken, wenn sie nicht vor dem frühen Erwachsenenalter an Gewicht verlieren. Das war das Ergebnis einer aktuellen Studie. Männer, die sowohl als Kind als auch als junger Erwachsener übergewichtig waren, hatten ein mehr als doppelt so hohes Darmkrebs-Risiko.

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Ramucirumab kann bei einem metastasierten Darmkrebs zusätzlich zu einer Chemotherapie eingesetzt werden, wenn eine vorangegangene Behandlung bereits gescheitert ist. In der vorliegenden Studie stellten Wissenschaftler fest, dass dessen Wirksamkeit unabhängig vom Mutationsstatus und der Lage des Primär-Tumors ist.

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Bei einer Divertikulitis entzünden sich äußere Ausstülpungen der Darmwand. Da chronische Entzündungen mit einem erhöhten Darmkrebsrisiko in Verbindung stehen, haben Wissenschaftler in einer Metaanalyse den Zusammenhang zwischen Divertikulitis und Darmkrebsrisiko untersucht. Die Analyse zeigt kein erhöhtes Darmkrebsrisiko durch das Vorliegen einer Divertikulitis. Langzeitüberwachung nach dem Auftreten wird nicht empfohlen.

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Eine auf Oxaliplatin basierende Chemotherapie stellt eine vielversprechende Behandlungsalternative bei Hochrisiko-Darmkrebs im zweiten Stadium dar. Da Patienten während der 6-monatigen Behandlung jedoch häufig eine periphere sensorische Neuropathie (PSN) entwickeln, haben Wissenschaftler die Wirksamkeit einer angepassten 3-monatigen Chemotherapie untersucht. Dabei wurden keine Unterschiede bezüglich der krankheitsfreien Überlebenszeit festgestellt, PSN trat hingegen signifikant seltener auf.

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Übelkeit und Erbrechen während einer Chemotherapie können die Lebensqualität von Krebspatienten in erheblichem Maße mindern – umso wichtiger ist es, regelmäßig zu prüfen, mit welchen Medikamenten die Krebspatienten am besten vor Übelkeit und Erbrechen geschützt werden können. Die nachfolgende Studie gibt einen aktuellen Überblick.

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In einer Phase-II-Studie wurde die Kombination der Medikamente Nivolumab mit gering dosiertem Ipilimumab zur Erstlinienbehandlung von metastasierendem Darmkrebs mit hoher Mikrosatelliteninstabilität getestet.  Die Studie zeigt vielversprechende Ergebnisse mit einem anhaltenden Ansprechen des Tumors auf die Behandlung. Mittlere Ansprechdauer, mittlere progressionsfreie Überlebenszeit und mittlere Gesamtüberlebenszeit wurden auch nach 24,2 Monaten noch nicht erreicht.

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Eine Chemotherapie nach der Operation (adjuvante Chemotherapie) soll Krebszellen im Körper zerstören, die mit der Operation nicht entfernt werden konnten. Vorsorglich wird allen Patienten mit Darmkrebs im Stadium III zu dieser anschließenden Therapie geraten. Wissenschaftler untersuchten nun, wann die adjuvante Chemotherapie nach der Operation gestartet werden sollte, um den bestmöglichen Effekt bezüglich des Überlebens zu erzielen.

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Wenn Krankenhäuser, die sich auf die Behandlung von Darmkrebs spezialisiert haben, bestimmte Qualitätskriterien erfüllen, könnten sie die Zertifizierung als Darmkrebszentrum erhalten. Wissenschaftler stellten in der vorliegenden Studie fest, dass Patienten davon profitierten, wenn sie in einem solchem Krankenhaus statt in einer nicht zertifizierten Klinik behandelt wurden.

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Neue Meldungen aus Instituten und Kliniken

Ergebnisse der PreVitaCOV-Studie in eClinicalMedicine veröffentlicht PreVitaCOV ist eine der ersten großen Therapiestudien zu Post-COVID in Deutschland. Drei Institute für Allgemeinmedizin testeten unter Federführung des Universitätsklinikums Würzburg (UKW) Prednisolon und B-Vitamine bei mehreren hundert Patientinnen und Patienten. Unter niedrig dosiertem Prednisolon gingen die Symptome nach vier Wochen statistisch signifikant stärker zurück als ohne Behandlung– am deutlichsten bei der Fatigue. Ob dieser Effekt im Alltag spürbar ist, bleibt jedoch offen. Die Ergebnisse sind im Fachjournal eClinicalMedicine erschienen. Würzburg. Anhaltende Erschöpfung, Atemnot, […]

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Die sogenannten GLP-1-Rezeptor-Agonisten – verabreicht als Spritze und neuerdings auch als Tablette – wurden inzwischen millionenfach verordnet und gelten als wichtiger Fortschritt in der Behandlung von Übergewicht, Fettleibigkeit und Diabetes. Doch welche Folgen haben die Medikamente für Zähne und Zahnfleisch? Eine neue Übersichtsarbeit im Journal of Dental Research von Forschenden um Dr. Nils Werner und Prof. Dr. Falk Schwendicke von der Poliklinik für Zahnerhaltung, Parodontologie und digitale Zahnmedizin des LMU Klinikums zeigt: Die Wirkstoffe erhöhen das Risiko für verschiedene Probleme […]

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Zelltherapie mit behandelten weißen Blutkörperchen zeigt bei 96 Prozent der auswertbaren Patient*innen eine Besserung ihrer schweren Nebenwirkungen / Europäische Zulassung weniger als zwei Jahre nach Veröffentlichung des Wirkprinzips Eine Entdeckung aus Freiburg eröffnet neue Behandlungsmöglichkeiten für Krebspatient*innen weltweit: Forschende des Universitätsklinikums Freiburg haben herausgefunden, wie sich schwere Nebenwirkungen von Krebsimmuntherapien mit einer speziellen Zelltherapie mit behandelten weißen Blutkörperchen lindern lassen. Eine klinische Phase II Studie mit 30 Patient*innen unter Freiburger Leitung liefert dafür wichtige Ergebnisse: Bei 96 Prozent der auswertbaren […]

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Internationale Expertinnen und Experten fordern Umdenken Hitze, Verkehrslärm und Luftverschmutzung können auch die psychische Gesundheit beeinträchtigen. Eine internationale Expertenkommission, die Earth-Brain-Health Commission, mit Beteiligung des Universitätsklinikums Tübingen, warnt vor steigenden Risiken für Depressionen, Angststörungen und andere psychische Erkrankungen. In der Fachzeitschrift Nature Mental Health fordert sie, psychische Gesundheit künftig zum festen Bestandteil der Umwelt- und Stadtplanung zu machen. Hitze und Lärm: Millionen Menschen betroffen Wenn sich Wohnungen im Sommer aufheizen, Straßenlärm den Schlaf stört oder Grünflächen fehlen, kann das nicht […]

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Berlin – Anlässlich der Verabschiedung des Gesetzes zur Reform der Notfallversorgung durch den Deutschen Bundestag weist der Bundesverband Geriatrie abermals auf die Notwendigkeit hin, geriatrische Kompetenz konsequent und regelhaft in der notfallmedizinischen Versorgung in Krankenhäusern einzubinden. Demografischer Wandel: Anstieg geriatrischer Fälle in der notfallmedizinischen Versorgung „In Anbetracht des demografischen Wandels muss die altersmedizinische Versorgung geriatrischer Patientinnen und Patienten auch im Bereich der Notfallversorgung konsequent eingebunden werden“, so Dirk van den Heuvel, Geschäftsführer des Bundesverbandes Geriatrie. „Bereits heute zeichnet sich ab, […]

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Aktualisiert im Leitlinienprogramm Onkologie: die S3-Leitlinie Diagnostik, Therapie und Nachsorge der Patientin mit Zervixkarzinom. Aufgrund neuer Studien wurden unter anderem die Empfehlungen zur Operation, zur Systemtherapie im fortgeschrittenen Stadium und zur Radiochemotherapie überarbeitet. Die Leitlinie entstand unter Federführung der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG) und der Arbeitsgemeinschaft Gynäkologische Onkologie (AGO) für die Deutsche Krebsgesellschaft und unter Mitwirkung von 42 weiteren Fachgesellschaften und Organisationen. Finanziert wurde das Leitlinienupdate von der Deutschen Krebshilfe im Rahmen des Leitlinienprogramms Onkologie. Das Zervixkarzinom […]

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Studie der Universitätsmedizin Mainz zeigt akute Auswirkungen von Tabakerhitzern auf das Herz-Kreislauf-System Bereits der einmalige Konsum von erhitztem Tabak kann unmittelbar die Funktion der Blutgefäße beeinträchtigen, den Blutdruck erhöhen und DNA-Schäden an Blutzellen verursachen. Das zeigt eine neue Studie unter Leitung der Universitätsmedizin Mainz. Die Forschenden untersuchten die unmittelbaren Auswirkungen von zwei hintereinander konsumierten Tabaksticks bei ansonsten gesunden Raucher:innen. Die Ergebnisse stellen Behauptungen infrage, wonach Tabakerhitzer für das Herz-Kreislauf-System wesentlich weniger schädlich seien als herkömmliche Zigaretten. Die Forschungsergebnisse wurden im […]

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Ein e-health gestütztes multiprofessionell entwickeltes Versorgungsprogramm zeigt Wirkung. Der Innovationsausschuss empfiehlt, zentrale Bestandteile in die Regelversorgung als Krankenkassenleistung zu übernehmen. Bundesweit könnten rund eine Million Kinder und Jugendliche profitieren. Das Forschungsprojekt STARKIDS könnte künftig die Versorgung von Kindern und Jugendlichen mit Adipositas bundesweit verbessern. Das zeigen die Ergebnisse der STARKIDS-Studie, die jetzt in der internationalen Fachzeitschrift The Lancet Regional Health – Europe veröffentlicht wurden. Der Innovationsausschuss beim Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) hat empfohlen, zentrale Bestandteile des Behandlungsprogramms in die Regelversorgung zu […]

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Die Katheterablation des Vorhofflimmerns ist mehr als eine Alternative zur medikamentösen Therapie, sie ist nachgewiesen die effektivere Behandlung. Für wen das Verfahren sinnvoll ist, was es zu beachten gilt, und welche Patientengruppe besonders profitiert Frankfurt a. M. Über 1,6 Millionen Menschen in Deutschland leiden an Vorhofflimmern. Es ist die am weitesten verbreitete Rhythmusstörung. In den vergangenen Jahren haben wissenschaftliche Studien zusätzliche Erkenntnisse erbracht. Sie zeigen, dass für viele dieser Patienten eine frühzeitige Behandlung per Katheterablation sinnvoll ist. Bei dem Eingriff […]

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Beim GLUT1-Defekt gelangt zu wenig Glukose ins Gehirn. Ein Forschungsteam der Uni Münster verfolgt deshalb einen neuen Ansatz: Durch die Gabe des Zuckers L-Fucose soll der Mangel dieses wichtigen Bausteins ausgeglichen werden. Eine Studie im „Journal of Neurology“ beschreibt Entwicklungsfortschritte und biochemische Veränderungen bei einem Jungen, der weltweit erstmals mit Fucose behandelt wurde. Die seltene, angeborene GLUT1-Erkrankung ist eine Stoffwechselerkrankung, bei der nicht genügend Glukose ins Gehirn gelangt. Fehlt dieser wichtige Energielieferant, kann dies zu schweren Folgen wie epileptischen Anfällen, […]

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Frühwarnsystem bei Vorhofflimmern? Smartwatches und andere Wearables können zu früher Diagnose von unbemerktem Vorhofflimmern beitragen. Herzspezialisten erklären Vor- und Nachteile der digitalen Helfer Frankfurt a. M. Vorhofflimmern ist eine tückische Herzerkrankung. Die häufigste anhaltende Herzrhythmusstörung mit über 1,6 Millionen Betroffenen in Deutschland kann anfallsartig und nur kurz auftreten, lange anhalten oder auch dauerhaft bestehen bleiben. Während ein Teil der Betroffenen Herzklopfen, Unruhegefühl oder Luftnot spürt, tritt bei nahezu der Hälfte aller Patienten Vorhofflimmern ohne Symptome oder Beschwerden auf. „Viele Menschen […]

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Erfolgreiche Studie des Fraunhofer IDMT zur mobilen Langzeitmessung der HirnaktivitätHirnaktivität dort erfassen, wo Menschen ihren Tag verbringen – zu Hause, unterwegs, bei der Arbeit oder nachts im eigenen Bett: Langzeit-EEGs im Alltag können der Forschung und Medizin neue Einblicke ermöglichen, die bei kurzen Messungen im Labor verborgen bleiben. Das Fraunhofer IDMT hat sein Elektrodenpatch »trEEGrid« zusammen mit einem neuartigen Miniaturverstärker eines Partnerunternehmens erfolgreich einem 24-Stunden-Test unterzogen. Die Ergebnisse markieren einen weiteren Meilenstein auf dem Weg zum »EEG-Labor zum Mitnehmen«. Hirnaktivität […]

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Auf natürliche Weise Vorhofflimmern vermeiden: Mit Sport und gesundem Lebensstil Bluthochdruck und Übergewicht abbauen und das Risiko senken. Intensiver Leistungssport kann in seltenen Fällen bei Männern die Gefahr der Rhythmusstörung erhöhen Frankfurt a. M., Kann man dem Störfeuer im Herzen, Vorhofflimmern, sprichwörtlich davonlaufen: sich mit Hilfe eines gesunden Lebensstils vor dieser Herzrhythmusstörung schützen oder eine bestehende Erkrankung positiv beeinflussen? Vorhofflimmern ist mit über 1,6 Millionen Betroffenen in Deutschland eine ernst zu nehmende Herzrhythmusstörung, die unbehandelt zur lebensbedrohlichen Gefahr werden und […]

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