Neue Studien zu Longevity
Eine Analyse von bildgebenden Daten von Menschen mit langfristiger kreativer Expertise und Personen, die kreative Prozesse im Rahmen der Studie eintrainierten, fand, dass Kreativität messbar mit der Gehirngesundheit und verzögerten Alterungsprozessen verbunden ist. Besonders ausgeprägt war der positive Effekt von Kreativität auf das Gehirnalter mit größerer Expertise, aber auch kurzfristigeres Erlernen kreativer Strategien hatte messbare Vorteile für das Gehirnalter.
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Ergothionein gilt als vielversprechende Substanz zur Verlangsamung von Alterungsprozessen. Eine aktuelle Studie zeigte eine gute Verträglichkeit sowie einen signifikanten Anstieg der Blutspiegel nach Supplementierung mit Ergothionein. Darüber hinaus konnte bei älteren Erwachsenen mit subjektiven Gedächtnisbeschwerden eine kurzfristige Verbesserung der geistigen Leistungsfähigkeit beobachtet werden. Diese Ergebnisse unterstreichen das Potenzial von Ergothionein, künftig einen wertvollen Beitrag zur Verlangsamung der Hirnalterung leisten zu können.
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Ein höheres Alter ist der wichtigste Risikofaktor für die Alzheimerkrankheit. Allerdings erhalten mehr Frauen als Männer diese Diagnose. Der Alterungsprozess des Gehirns, zeigte eine Längsschnitt-Studie über fast 5 000 Personen nun, weist systematische, wenn auch moderate, strukturelle Unterschiede zwischen Männern und Frauen auf. Diese boten jedoch, so das Fazit, keine Erklärung für die häufigere Alzheimerdiagnose bei Frauen.
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Eine aktuelle Metaanalyse von 65 Studien konnte zeigen, dass die Einnahme von Metformin mit einem signifikant geringeren Risiko für mehrere Krebsarten bei Menschen mit Typ-2-Diabetes verbunden ist. Besonders deutlich zeigte sich die Risikoreduktion bei Brust- und Darmkrebs.
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Wissenschaftler untersuchten, wie sich eine Hormontherapie mit Östrogen oder Östrogen + Progestin auf das Risiko für Brustkrebs in jungen Jahren auswirkt. Während Östrogen einen schützenden Effekt hatte, erhöhte Östrogen + Progestin unter bestimmten Umständen das Brustkrebsrisiko.
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Die Untersuchung zweier großer britischer Langzeitkohorten zeigte, dass ein im mittleren Lebensalter auftretender Hörverlust mit einem leicht erhöhten Risiko für die spätere Entwicklung einer Demenz assoziiert ist. Der Zusammenhang fällt jedoch deutlich geringer aus als in früheren Metaanalysen vermutet. Zudem war das Tragen eines Hörgeräts in dieser Analyse selbst nicht mit einem geringeren Risiko verbunden.
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Demenzerkrankungen stellen für die Betroffenen und Ihre Familien, aber auch für das Gesundheitswesen eine enorme Herausforderung dar. Daher kommt sowohl neuen Therapieansätzen als auch bekannten Wirkstoffen, die bisher für andere Indikationen eingesetzt wurden, eine große Bedeutung zu. Eine aktuell veröffentlichte Studie untersuchte, ob GLP-1-Rezeptoragonisten und SGLT-2-Inhibitoren bei Patienten mit Diabetes das Risiko für Demenzerkrankungen senken können.
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Eine Analyse über 2 750 ältere Personen in einer Alterungsstudie in den USA spricht für einen Zusammenhang zwischen anhaltenden Schlafstörungen (Insomnie), kognitivem Abbau und erhöhtem Risiko für kognitive Beeinträchtigungen. Besonders reduzierter Schlaf ist demnach problematisch, die Nutzung von Schlafmitteln hingegen nicht.
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Selbst ohne nachweisbare Organfunktionsstörung erhöhte Übergewicht das Krebsrisiko. Zu diesem Ergebnis kamen Wissenschaftler, nachdem sie die Daten von mehr als 450 000 Personen analysiert hatten.
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Die KI-Analyse von Bildgebungsdaten von 42 000 Personen vor und teils nach Pandemiebeginn fand, dass die Pandemie messbar zur schnelleren Alterung unserer Gehirne beigetragen hat. Kognitive Effekte schien dies jedoch innerhalb des betrachteten Zeitraums nicht zu haben – lediglich Personen, die an COVID-19 erkrankten, erlitten hierbei Einbußen.
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Kartoffeln und daraus hergestellte Produkte stellen wichtige Energielieferanten dar, können aber auch den Blutzuckerspiegel erhöhen. Damit könnten sie das Risiko steigern, an einem Diabetes mellitus zu erkranken. Ein hoher Verzehr von Pommes frites scheint dabei eine besondere Rolle zu spielen, fand die Analyse von 3 Kohortenstudien mit Metaanalyse über insgesamt 205 107 Personen.
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Smartwatches, die Gesundheitsdaten aufzeichneten, konnten Ärzten dabei helfen ihr Risiko für Burnout zu senken und ihre Resilienz zu stärken. Zu diesem Ergebnis kamen Wissenschaftler, indem sie Ärzte mit und ohne Smartwatch miteinander verglichen.
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Die Ergebnisse eines Umbrella-Reviews mit Metaanalyse zeigen, dass Lärmbelastung mit einem erhöhten Risiko für Bluthochdruck, Vorhofflimmern, koronare Herzkrankheit, ischämische Herzkrankheit sowie Schlaganfälle verbunden ist. Auch Blutdruckstörungen und EKG-Auffälligkeiten treten bei Menschen unter Lärmbelastung häufiger auf.
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Neue Meldungen aus Instituten und Kliniken
Partielle Sonnenfinsternis am 12. August 2026 München – Am Abend des 12. August 2026 wird in Deutschland eine partielle Sonnenfinsternis zu sehen sein. Wer das Himmelsschauspiel beobachten möchte, sollte seine Augen jedoch unbedingt schützen. Die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft e.V. (DOG) warnt vor bleibenden Netzhautschäden durch Betrachten mit bloßem Auge oder unzureichenden Hilfsmitteln und gibt Hinweise auf sichere Alternativen, falls geprüfte Sonnenfinsternis-Brillen nicht erhältlich sind. Wer die Sonnenfinsternis beobachten möchte, sollte niemals ungeschützt in die Sonne sehen. Die Augenlinse bündelt die Sonnenstrahlen […]
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Das CRM rät Reisenden, Risikogruppen und Praxen zu mehr Aufmerksamkeit in der Mückensaison Düsseldorf – Erstmals ist in Rheinland-Pfalz eine lokal erworbene West-Nil-Virus-Infektion beim Menschen nachgewiesen worden. Zugleich melden mehrere europäische Länder früh in der Saison Fälle, darunter Italien, Griechenland, Spanien, Nordmazedonien, Rumänien und Frankreich. Das CRM Centrum für Reisemedizin rät Reisenden und Ärztinnen und Ärzten, West-Nil-Fieber in der Mückensaison stärker zu berücksichtigen – besonders bei Fieber, Hautausschlag oder neurologischen Symptomen. „West-Nil-Fieber ist derzeit eines der wichtigsten saisonalen Infektionsthemen in Europa“, […]
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Nach Verletzungen oder bestimmten Autoimmunerkrankungen kann sich das Gehirn offenbar besser regenerieren als bisher angenommen. Forschende der Universität Zürich zeigen im Mausmodell, dass spezielle Stütz- und Versorgungszellen geschädigte Hirnregionen neu besiedeln, indem zunächst nur die neu gebildeten Zellkerne dorthin wandern. Gliazellen sind die Stütz- und Versorgungszellen im Gehirn. Die sternförmigen Vertreter dieser Zellen – Astrozyten genannt – sind für das Funktionieren der Neuronen unerlässlich. Sie versorgen die Nervenzellen mit Nährstoffen, helfen, den Blutfluss zu steuern, und halten das Hirngewebe gesund. […]
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Ratgeber: Was junge Haut tatsächlich braucht und was ihr schadet Foundation, Consealer, Contouring, Blush, Lipgloss und Mascara – Kosmetikprodukte, die früher primär Erwachsenen vorbehalten waren, gehören heute zum Alltag vieler Kinder und Jugendlicher. Videos verschiedenster „Skinfluencer“ verbreiten sich rasant in sozialen Netzwerken wie TikTok oder Instagram. Und auch der Handel spürt den derzeitigen Kosmetikhype und berichtet von zunehmend jüngeren Kund:innen. Fachleute wie Dr. Anna-Theresa Seitz vom Universitätsklinikum Leipzig (UKL) sehen diese Entwicklung kritisch. Attraktiv sein zu wollen, liegt in der […]
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Nachfüllbares Port-Delivery-System gibt kontinuierlich ein Medikament ab. Die altersabhängige Makuladegeneration (AMD) ist die häufigste Ursache für einen Sehverlust im Alter. Von der chronisch verlaufenden Netzhauterkrankung sind in Deutschland mehrere Millionen Menschen betroffen. Es gibt zwei verschiedene Arten der Makuladegeneration: die trockene und die feuchte AMD. Die feuchte Form der AMD tritt zwar seltener auf, schreitet aber schneller fort. Üblicherweise wird sie mit regelmäßigen Injektionen ins Auge behandelt. Dazu gibt es jetzt eine vielversprechende Alternative: Im Rahmen der Studie Sightspire bietet […]
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Die Diagnose der Multiplen Sklerose (MS) basiert seit vielen Jahren auf den McDonald-Kriterien. Mit der 2024 veröffentlichten Revision wurden diese umfassend erweitert. Neu aufgenommen wurden unter anderem der Sehnerv als fünfte anatomische Region zur Beurteilung der räumlichen Dissemination, Kappa-freie Leichtketten (KFLC) als Liquorbiomarker sowie die Möglichkeit, Personen mit einem radiologisch isolierten Syndrom (RIS) unter bestimmten Voraussetzungen bereits als an MS erkrankt zu klassifizieren. Darüber hinaus wurden neue MRT-Biomarker wie das Central Vein Sign (CVS) und paramagnetische Randsaumläsionen (PRL) in die […]
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Typ-2-Diabetes entwickelt sich meist über viele Jahre hinweg –Präventionsmaßnahmen setzen jedoch häufig erst dann ein, wenn die Blutzuckerwerte bereits erhöht sind. Ein internationales Expertengremium unter Leitung des Universitätsklinikums Tübingen und des Deutschen Zentrums für Diabetesforschung (DZD) plädiert deshalb für ein grundlegendes Umdenken: Diabetesprävention sollte den gesamten Lebensverlauf berücksichtigen – von der Zeit vor einer Schwangerschaft bis ins höhere Erwachsenenalter. In einer Veröffentlichung in der Fachzeitschrift ‚Nature Medicine‘ formulieren die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erstmals einen gemeinsamen Zehn-Punkte-Katalog für die Prävention von […]
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Moderne Medikamente gegen Adipositas und Typ-2-Diabetes beruhen auf einer einfachen Erkenntnis: Stoffwechselwege werden nicht von einem einzelnen Signal gesteuert, sondern von vielen zugleich.Prof. Timo D. Müller ist Direktor des Instituts für Diabetes und Adipositas (IDO) bei Helmholtz Munich sowie Lehrstuhlinhaber an der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU). Gemeinsam mit seinem Team erforscht er, wie sich diese biologischen Mechanismen therapeutisch nutzen lassen – von GLP-1-basierten Wirkstoffen bis zu neuen Hybridmolekülen, die zusätzliche Wirkkomponenten gezielt in bestimmte Zellen bringen. “In unserer Arbeit geht es darum, […]
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Nicht alle Risikofaktoren für die Alzheimer-Krankheit lassen sich beeinflussen. Umso wichtiger ist es, nicht-modifizierbare Risikofaktoren frühzeitig zu erkennen und modifizierbare Risiken gezielt anzugehen. Welche Faktoren nicht-modifizierbar sind und was dies für die hausärztliche Praxis bedeutet, lesen Sie hier. [Beitrag ist DocCheck-geschützt]
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Repariert, aber nicht geheilt: Erwachsene mit angeborenem Herzfehler (EMAH) bedürfen der lebenslangen spezialisierten Nachsorge ihres Herzfehlers. Mehr als der Hälfte der über 350.000 EMAH-Patienten in Deutschland gelingt das nicht. Dadurch ausbleibende Kontrollen können folgenreich für Betroffene sein. Bundesweite EMAH-Informationskampagne sensibilisiert Betroffene und Ärzte für die lebenswichtige Nachsorge Aus den Augen, aus dem Sinn – Notfallambulanz. In etwa so stellt sich ein ernsthaftes Versorgungsproblem von Erwachsenen mit angeborenem Herzfehler (EMAH) in Deutschland dar: Komplikationen aufgrund der fehlenden Nachsorge ihres Herzfehlers. Angeborene […]
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Ein Team unter der Leitung von Forschenden aus dem Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ), dem Stammzellinstitut HI-STEM* sowie der Medizinischen Klinik V des Universitätsklinikums Heidelberg (UKHD) hat beim Multiplem Myelom und bei akuter myeloischer Leukämie die T-Zellen im Knochenmark charakterisiert: Eine definierte Gruppe tumorreaktiver T-Zellen kann Krebszellen erkennen und grundsätzlich bekämpfen, ist aber häufig nicht ausreichend aktiviert. Trotzdem hat die Anzahl dieser Zellen Einfluss auf die Prognose. Eine spezielle Gensignatur weist die tumorreaktiven T-Zellen aus und könnte den Erfolg von Immuntherapien vorhersagen. […]
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Immer mehr Kinder und Jugendliche erhalten in Deutschland eine ADHS-Neudiagnose. Im Vergleich zum Vorjahr gab es 2024 einen Anstieg um 16 Prozent. Hochgerechnet wurde somit bundesweit bei rund 202.000 jungen Menschen erstmals ADHS diagnostiziert. Das ist das Ergebnis des aktuellen Kinder- und Jugendreports der DAK-Gesundheit. Besonders auffällig ist die Geschlechterverteilung: Jungen bekommen etwa doppelt so häufig eine Erstdiagnose wie Mädchen. Gleichzeitig steigen die Neudiagnosen bei Mädchen mit einem Zuwachs von 21 Prozent stärker an als bei Jungen mit 14 Prozent. […]
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Welche Neuronen im Gehirn steuern wie Bewegungen? Das haben Forschende aus Neurowissenschaften und KI im interdisziplinären Forschungszentrum BrainLinks-BrainTools der Universität Freiburg untersucht. Die Ergebnisse wurden nun in der Fachzeitschrift Cell Reports veröffentlicht. Die Studie kann dazu beitragen, die Präzision von per Gedanken steuerbaren Prothesen zu verbessern. 3 – 2 – 1 – und los! Alle Läufer*innen drücken sich bei Ertönen des Signals aus ihren Startblöcken und sprinten los. Dass wir in Sekundenbruchteilen handeln können, liegt daran, dass wir im Gehirn […]
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