Neue Studien zu Prostatakrebs
Häufig wird bei einem kastrationsresistenten, metastasierten Prostatakrebs zunächst eine Chemotherapie mit Docetaxel eingesetzt. Wenn diese scheitert, gibt es weitere, moderne Wirkstoffe, die das Überleben der Patienten verlängern können: Cabazitaxel, Abirateronacetat, Enzalutamid und Radium-223. Forscher verglichen, die Wirksamkeit dieser Wirkstoffe nach Versagen von Docetaxel miteinander. Sie kamen zu dem Schluss, dass sie alle das Leben der Patienten im ähnlichen Ausmaß verlängerten.
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Wenn die herkömmliche Hormontherapie gescheitert ist, können Wirkstoffe der neuartigen Hormontherapie eingesetzte werden – Enzalutamid oder Abirateronacetat. Forscher verglichen diese beiden Wirkstoffe indirekt miteinander. Sie fanden heraus, dass Enzalutamid das Fortschreiten der Erkrankung besser verhindern konnte als Abirateronacetat. Dies schien sich jedoch nicht deutlich auf das Überleben der Patienten auszuwirken.
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Übergewicht und Rauchen sind Risikofaktoren für zahlreiche Erkrankungen. Dies gilt auch für Prostatakrebs, wie die vorliegende Studie zeigte. Prostatakrebs-Patienten litten nämlich häufiger unter Übergewicht und waren häufiger Raucher als die gesunden Vergleichspersonen.
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Zuckergesüßte Getränke können sich negativ auf die Gesundheit auswirken. Die vorliegende Studie zeigte, dass dies auch im Hinblick auf Prostatakrebs gilt. Wer mehr Zucker durch Getränke zu sich nahm, hatte laut der Studie nämlich ein größeres Risiko, an Prostatakrebs zu erkranken.
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Rauchen schadet der Gesundheit und zwar auch bezüglich Prostatakrebs, wie die vorliegende Studie verdeutlichte. Männer mit einem lokal begrenzten Prostatakrebs hatten nämlich eine schlechtere Prognose, wenn sie zum Zeitpunkt der ersten Behandlung (Strahlentherapie oder Operation) Raucher waren.
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Wissenschaftler untersuchten, ob die Nebenwirkungen der Bestrahlung oder der operativen Prostataentfernung von dem Risiko, welches von dem Prostatakrebs ausgeht, abhängt. Sie kamen zu dem Ergebnis, dass Niedrigrisiko-Patienten eine bessere sexuelle Funktion hatten, wenn sie sich bestrahlen statt operieren ließen. Bei Patienten mit einem höheren Risiko und in Bezug auf Die Harnkontinenz und Darmprobleme konnte jedoch kein Unterschied zwischen den beiden Behandlungsmethoden festgestellt werden.
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Auch ältere Patienten mit einem lokal begrenzten Prostatakrebs profitieren hinsichtlich der Lebenszeit von einer Operation oder Strahlentherapie. Zu diesem Ergebnis kam die vorliegende Studie. Der positive Effekt der lokalen Behandlung konnte jedoch nicht bei einem weniger aggressiven Prostatakrebs beobachtet werden.
Es wurde eine spezielle Datenbank (SEER) genutzt, um die klinischen Daten von 44381 Prostatakrebspatienten, die älter als 75 Jahre waren, auszuwerten. Die Patienten, welche eine Radiotherapie bekommen hatten, […]
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Eine gesunde Ernährung kann das Risiko, an Prostatakrebs zu erkranken, reduzieren. Zu diesem Ergebnis kam die vorliegende Studie. Zu einer gesunden Ernährung zählte unter anderem viel Obst, Gemüse, Nüsse, Hülsenfrüchte und Fisch, während beispielsweise rotes und verarbeitetes Fleisch, Softdrinks, Süßigkeiten und Butter zu den ungesunden Lebensmitteln zählten und das Risiko für Prostatakrebs zu erhöhen schienen.
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Die Strahlentherapie nimmt bei der Prostatakrebs-Behandlung einen großen Stellenwert ein. Hierbei kommen verschiedene Methoden zum Einsatz, die sich in dem Ort und der Art Strahlenquellen unterscheiden. Wissenschaftler aus Deutschland untersuchten nun, wie sich welche Methode langfristig auf die Lebensqualität der Patienten auswirkte.
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Männer mit Prostatakrebs hatten ein geringeres Sterberisiko, wenn sie verheiratet waren. Dies war das Ergebnis der vorliegenden Studie. Auffällig war außerdem, dass sich verheiratete Männer häufiger einer Prostatakrebs-Operation unterzogen und seltener mit einem aggressiven Prostatakrebs diagnostiziert wurden. Diese Umstände könnten zum Teil den Überlebensvorteil der verheirateten Männer erklären.
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Es gibt verschiedene Behandlungsmöglichkeiten eines lokal begrenzten Prostatakrebses. Eine Methode verwendet einen hochintensiven fokussierten Ultraschall (HIFU), um die Krebszellen zu zerstören. Spanische Wissenschaftler berichteten in der vorliegenden Studie von den Erfahrungen, die sie in zwei verschiedenen Einrichtungen mit dieser Behandlungsmethode gemacht haben.
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Wenn der Prostatakrebs nicht mehr auf eine Hormontherapie anspricht, ist die Erkrankung bereits weit fortgeschritten. In diesem Fall kommt in der Regel eine Chemotherapie zum Einsatz. Es wird jedoch bereits nach ergänzende oder alternative Behandlungsmöglichkeiten gesucht. Wissenschaftler untersuchten in der vorliegenden Studie, ob zukünftig eine spezielle Impfung mit veränderten Abwehrzellen eine Chemotherapie sinnvoll ergänzen kann.
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Eine Hormontherapie verliert häufig im Laufe der Zeit ihre Wirkung. Den Mechanismus dahinter aufzuklären ist wichtig, um diesem Problem begegnen zu können. Wissenschaftler vermuten, dass bei diesem Prozess ein spezielles Zellmerkmal beteiligt ist, welches somit als Angriffspunkt für zukünftige Arzneimittel dienen könnte.
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Neue Meldungen aus Instituten und Kliniken
Ein Team um LMU-Mediziner Daniel Kotlarz hat eine bislang unbekannte genetische Ursache von Morbus Crohn identifiziert. Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen nehmen weltweit zu. Trotz großer Fortschritte in Diagnostik und Therapie sind die zugrundeliegenden Ursachen der Erkrankung vielfach noch unzureichend verstanden. Ein internationales Forschungsteam des VEO-IBD Consortiums (ein von The Leona M. und Harry B. Helmsley Charitable Trust gefördertes Forschungsnetzwerk) hat unter Beteiligung des LMU Klinikums und des Hospital for Sick Children (SickKids) in Toronto eine bislang unbekannte genetische Ursache von chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen […]
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Drei NRW-Universitätsklinika gründen Verbund CEN Laut der Deutschen Gesellschaft für Nephrologie leiden deutschlandweit mehr als neun Millionen Menschen an einer Chronischen Nierenkrankheit (CKD). Alle haben ein deutlich erhöhtes Risiko, eine lebensbedrohliche Herz-Kreislauf-Erkrankung zu entwickeln. Viele werden zu einem späteren Zeitpunkt dialysepflichtig. Aktuell warten etwa 7.000 Erkrankte auf eine Spenderniere. Nierenerkrankungen sind ein relevantes und immer bedeutender werdendes Problem für die deutsche Gesundheitsversorgung. Die Universitätsklinika in Köln, Aachen und Düsseldorf möchten mit der Gründung des Centers of Excellence in Nephrology (CEN) […]
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Eine Untersuchung unter Beteiligung der Universität Trier zeigt, dass in Deutschland bis 2060 über 2 Millionen Menschen an Demenz erkrankt sein könnten. Die Zahl der Demenzfälle in der Bundesrepublik wird bei steigender Lebenserwartung von heute etwa 1,3 Millionen auf bis zu 2,1 Millionen im Jahr 2060 zunehmen. Das zeigen aktuelle Analysen des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) in Kooperation mit den Universitäten Trier, Rostock und Köln. Ein neuartiges von der Forschungsgruppe MikroSim FOR2559 der DFG entwickeltes Simulationsverfahren ermöglicht Prognosen bis […]
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Jede Krebsdiagnose wirft Betroffenen erst mal aus der Bahn. Gerade dann sind ein kühler Kopf und der Überblick durch den kommenden Therapiealltag gefragt. Nach einer Diagnose kommt eine Unmenge an Informationen, Verordnungen, Behandlungen und Therapien auf die Patienten zu. Gerade in der Krebsmedizin werden die Behandlungsmöglichkeiten erfolgreicher, aber auch immer individueller und komplexer. Viele unterschiedliche Ansprechpartner und Stationen müssen durchlaufen werden. Die aktive Mitarbeit durch das Festhalten von Befinden und möglicher Beschwerden der Erkrankten kann die Therapie dabei maßgeblich unterstützen. […]
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Gestörter Schlaf, zu wenig und zu viel davon schädigt dauerhaft unsere Gesundheit sowie Herz und Kreislauf. Was macht einen gesunden Schlaf aus und wie kann das gelingen? Ein Herzspezialist hat hilfreiche Tipps (Frankfurt a. M.) Ratgeber für gesundes Schlafen und Tipps zur Optimierung der Schlafqualität in den sozialen Medien stehen derzeit hoch im Kurs. Wer gut schläft, tut etwas Gutes für seine körperliche und seelische Gesundheit. Krankenkassen-Analysen zeigen jedoch, dass Schlafmangel in Deutschland ein verbreitetes Problem ist und Schlafstörungen zunehmen (1). […]
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Eine räumliche Analyse von Proteinen in menschlichen Gefäßen zeigt, warum manche Ablagerungen leichter aufreißen. Ein Team vom DZHK-Standort München berichtet darüber in Nature Cardiovascular Research. Ablagerungen in der Halsschlagader, Plaques genannt, gehören zu den häufigsten Ursachen für Schlaganfälle. Besonders gefährlich sind dabei nicht unbedingt die größten Plaques, die Gefäße einengen, sondern solche die leicht aufreißen. Sie können auch dann einen Schlaganfall auslösen, wenn die Gefäßverengung zuvor nicht besonders auffällig war. Für die Betroffenen kommt ein solches Ereignis oft völlig unerwartet. […]
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Für viele Familien beginnt mit der Diagnose einer Entwicklungsstörung ihres Kindes eine oft jahrelange Suche nach der Ursache. Forschende des Inselspitals, Universitätsspitals Bern und der Universität Bern haben mit LDB1 ein neues Gen identifiziert, dessen Veränderungen seltene Entwicklungsstörungen verursachen können. Sie zeigten zudem, dass Mutationen an unterschiedlichen Stellen des Gens zu unterschiedlich schweren Krankheitsbildern führen. Diese Erkenntnisse verbessern die Diagnostik und helfen betroffenen Familien, schneller Klarheit zu erhalten. Seltene Entwicklungsstörungen gehören zu den häufigsten Gründen für eine genetische Abklärung im […]
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Ultraschall gegen Zittern Berlin – Ein Glas Wasser zum Mund führen, eine Nachricht auf dem Smartphone schreiben oder die eigene Unterschrift leisten: Was für die meisten Menschen selbstverständlich ist, wird für Menschen mit starkem Tremor oft zur täglichen Herausforderung. Viele Betroffene wissen jedoch nicht, dass Ultraschall heute nicht nur zur Diagnostik eingesetzt wird, sondern auch zur Behandlung neurologischer Erkrankungen. Mit dem MR-gesteuerten fokussierten Ultraschall (MRgFUS) steht ausgewählten Patientinnen und Patienten mit schwerem Tremor eine moderne Therapieoption zur Verfügung, die ohne Hautschnitt und […]
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Wie Zyklus, Schwangerschaft und Wechseljahre den Diabetes beeinflussen Berlin – Plötzlich Herzklopfen, Schweiß auf der Stirn, innere Unruhe: Ist das „nur“ eine Hitzewallung – oder eine Unterzuckerung? Für Frauen mit Diabetes kann diese Frage entscheidend sein. Der Verband der Diabetes-Beratungs- und Schulungsberufe in Deutschland e.V. (VDBD) machte heute anlässlich seiner Online-Pressekonferenz deutlich: Diabetes trifft Frauen anders als Männer. So können Zyklus, Schwangerschaft, Wechseljahre oder das Polyendokrine Metabolische Ovarialsyndrom (PMOS) – von dem etwa jede achte Frau betroffen ist – den Blutzucker […]
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Darmkrebs gilt als Erkrankung des höheren Lebensalters. Eine neue Auswertung deutscher Krebsregister zeigt jedoch, dass die Zahl der Darmkrebs-Neuerkrankungen bei jüngeren Erwachsenen in den vergangenen zwei Jahrzehnten leicht angestiegen ist. Betroffen sind vor allem Menschen zwischen 20 und 39 Jahren. Die Ergebnisse beruhen auf Daten aus zehn deutschen Krebsregistern und umfassen den Zeitraum von 2003 bis 2023. Als „früh auftretende“ Darmkrebserkrankungen (Early-Onset Colorectal Cancer, EOCRC) gelten Erkrankungen vor dem 50. Lebensjahr. Doch Berichte über steigende Darmkrebs-Fallzahlen bei jüngeren Menschen insbesondere […]
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Europaweite Studie zeigt: Großzügigere Regelungen gehen mit weniger Präsentismus einher Während in Deutschland und anderen europäischen Ländern über hohe Krankenstände und mögliche Einschränkungen der Lohnfortzahlung im Krankheitsfall diskutiert wird, lenkt eine neue Studie den Blick auf einen bislang oft übersehenen Aspekt: Präsentismus. Präsentismus bezeichnet das Verhalten von Beschäftigten, trotz gesundheitlicher Beschwerden zur Arbeit zu gehen. Ein Forschungsteam um den Bamberger Soziologen Prof. Dr. Marvin Reuter hat untersucht, wie gesetzliche Regelungen zur Lohnfortzahlung mit Präsentismus zusammenhängen. Für die Studie analysierten Marvin […]
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Eine neue S3-Leitlinie soll die Versorgung von Menschen mit Psychosen und einer zusätzlichen Suchterkrankung deutlich verbessern. Die Leitlinie „Psychosen mit komorbider substanzbezogener Störung“ wurde gemeinsam von der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN) und der Deutschen Gesellschaft für Suchtforschung und Suchttherapie (DG-Sucht) herausgegeben. Sie gibt evidenzbasierte Empfehlungen für die Behandlung dieser besonders belasteten Patientengruppe. Psychosen zählen zu den besonders schweren psychischen Erkrankungen. Sie können im Rahmen einer Schizophrenie, einer schizoaffektiven Störung oder einer bipolaren Erkrankung auftreten […]
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Jugendliche und junge Erwachsene nennen vor allem positive Alltagserlebnisse als prägend für ihr Leben, wie eine neue Studie der Universität Zürich zeigt. Psychische Belastungen verändern jedoch den Blick auf wichtige Lebensereignisse. Von welchen wichtigen Lebensereignissen berichten junge Menschen? Eine aktuelle Studie der Universität Zürich (UZH) zeigt: Jugendliche und junge Erwachsene nennen vor allem positive und alltägliche Entwicklungsschritte als prägende Ereignisse – etwa Schule und Ausbildung, Freundschaften, erste Beziehungen, Reisen oder den Auszug von zu Hause. Dafür werteten die UZH-Forschenden offene […]
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