Neue Studien zu Psoriasis / Schuppenflechte
Die Studie konnte keine Hinweise finden, dass Patienten mit Psoriasis unter wesentlich höheren Homocystein-Leveln leiden als gesunde Personen. Männer mit Psoriasis tendierten jedoch zu höheren Leveln.
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Die Studie konnte keinen klaren Zusammenhang zwischen Mandelentzündung und Psoriasis bei Kindern ausmachen. Eine wiederkehrende Mandelentzündung könnte das Risiko jedoch erhöhen.
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Ein systematischer Review ermittelte, wie lange nach Behandlungsende mit systemischer Medikation ein Rückfall bei Patienten mit Psoriasis auftritt. Biologika zur Behandlung der Psoriasis waren demnach mit längeren Behandlungserfolgen bis zu einem Rückfall nach Therapieende assoziiert als andere Wirkstoffe. Diese Ergebnisse könnten besonders dann relevant sein, wenn eine Behandlungsunterbrechung absehbar ist.
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Bei Patienten mit Psoriasis erhöhten ein hohes Gewicht sowie das Trinken von moderaten Mengen Alkohol das Risiko für Psoriasis-Arthritis. Rauchen und hohe Mengen Alkohol erhöhten das Risiko nicht. Abnehmen könnte das Risiko reduzieren.
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Die Studie deutet an, dass Patienten mit Psoriasis häufiger Zöliakie-Marker im Blut aufweisen auch wenn bisher keine Zöliakie dagnostiziert wurde. Bei Patienten mit positiven Antikörpern konnte eine glutenfreie Diät Verbesserungen der Psoriasis hervorrufen. Die Ergebnisse könnten daher andeuten, welche Patienten von einer glutenfreien Diät profitieren könnten.
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Die Studie zeigt, dass Kindern mit Psoriasis ein höheres Risiko für Erkrankungen des Stoffwechsels, wie einen gestörten Zucker- und Fettstoffwechsel, haben. Die Wissenschaftler konnten aber auch sehen, dass Adipositas einen größeren Beitrag zur Entstehung der Begleiterkrankungen haben könnte als die Psoriasis.
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Wissenschaftler aus den USA untersuchten in ihrer Studie eine Crisaborol-Salbe, die sie bei Psoriasis-Patienten mit Erkrankungsherden in z. B. Gesicht, Genitalbereich oder den Achselhöhlen einsetzten. Nach 8 Wochen Behandlung war die Haut bei 71 % der Patienten, die die Salbe nutzen, so stark verbessert, dass keine Hautläsionen mehr nachweisbar waren.
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Baden im Toten Meer gilt als eine wirksame Therapie zur Linderung der Schuppenflechte. Solche Therapieansätze können inzwischen auch in Innenräumen in Europa genutzt werden. Im systematischen Review analysierten Forscher nun, wie wirksam die Simulation der Toten-Meer-Behandlung bei Psoriasis hilft. Die Datenlage ist jedoch bislang sehr schwach, zeigte sich. Die Ergebnisse deuten jedoch an, dass künstliches UV-B-Licht besser gemeinsam mit Salzwasserbädern in Innenräumen wirkt als allein.
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Die Studie zeigt, dass etwa 20 % bis 25 % der erwachsenen Patienten mit Psoriasis auch eine Beteiligung der Gelenke zeigen und daher auch an Psoriasis-Arthritis leiden. Bei europäischen Patienten trat Psoriasis-Arthritis häufiger auf als bei afrikanischen oder asiatischen Patienten.
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Die angepasste Analyse mit individuellen Patientendaten zeigte eine höhere Wahrscheinlichkeit für PASI75, PASI90 und PASI100 mit Guselkumab als mit Ustekinumab nach 16 und 40 Wochen.
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Es kommt vor, dass Patienten sowohl an Neurodermitis als auch an Psoriasis leiden. Forscher in Taiwan untersuchten nun, wie häufig dies vorkommt. Im Vergleich von über 30 000 Patienten und über 130 000 Kontrollen zeigte sich, dass die Erkrankungen häufiger als erwartet zusammen auftreten. Gemeinsame Mechanismen sind also denkbar und sollten weiter untersucht werden.
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Wie häufig helfen Biologika nicht ausreichend bei Psoriasis, und wie oft wirkt schon der erste Behandlungsversuch mit Antikörpern exzellent über Jahre? Forscher ermittelten in Dänemark, dass unter 7 % der Patienten schlecht auf Biologika ansprachen, ähnlich viele jedoch besonders gute Wirkung zeigten. Eine Rolle könnten hierbei Begleiterkrankungen und Übergewicht spielen, deren Vorbeugung und Behandlung in Zukunft womöglich in der Psoriasis-Therapie stärker berücksichtigt werden sollten.
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Die Studie zeigte, dass Biologika einen besseren Einfluss auf psychische Erkrankungen und Depressionen bei mittelschwerer bis schwerer Psoriasis haben als eine Therapie in Tablettenform. Die Wirkung der Biologika könnte daher einen positiven Einfluss auf die psychische Belastung haben.
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Neue Meldungen aus Instituten und Kliniken
Tiefe Hirnstimulation eröffnet Menschen mit schweren, therapieresistenten Zwangsstörungen eine neue Perspektive. Millimetergenau platzierte Elektroden im Gehirn beeinflussen krankhaft veränderte Hirnnetzwerke, wenn Psychotherapie und Medikamente nicht ausreichend wirken. Die Neurochirurgie am Uniklinikum Dresden gehört zu den wenigen Zentren in Deutschland, die diesen Eingriff anbieten, und begleitet Betroffene langfristig. Wenn quälende Gedanken sich aufdrängen, Ängste auslösen und den gesamten Alltag bestimmen, kann eine schwere Zwangsstörung das Leben massiv einschränken. Für Betroffene, bei denen etablierte Therapien nicht ausreichend helfen, kann die Tiefe Hirnstimulation […]
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Ein standortübergreifendes Forschungsteam erhält für einen innovativen Therapieansatz gegen das Glioblastom, einen besonders aggressiven Gehirntumor, den mit 25.000 Euro dotierten Preis der Deutschen Hochschulmedizin 2026. In der GLORIA-Studie haben Wissenschaftler:innen der Universitätsmedizin Bonn, Essen, Leipzig, Mannheim, Münster und Tübingen den neuen Ansatz gemeinsam klinisch erprobt. Sie überzeugten die Fachjury mit der gelungenen Verbindung von Grundlagenforschung und klinischer Anwendung sowie ihrer herausragenden standortübergreifenden und interdisziplinären Teamleistung. Neuer Ansatz gegen aggressive Gehirntumore Ein wichtiger Mechanismus beim Wiederauftreten des Glioblastoms ist die rasche […]
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Jugendliche mit Hörschädigung oder auditiver Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörung (AVWS) haben durch die Corona-Pandemie keine größeren Gesundheitsbeeinträchtigungen erlitten als ihre hörenden Altersgenossen. Das ist ein zentrales Ergebnis der Doktorarbeit von Vera Gillé. Ob es einem Jugendlichen gut geht, hängt demnach sehr davon ab, wie sehr er oder sie den eigenen Fähigkeiten vertraut. Das Hörvermögen spielt dafür eine geringere Rolle. Die Schule kann dieses Vertrauen gezielt stärken. Die Corona-Pandemie hat viele junge Menschen stark belastet. Jugendliche mit Hörschädigung waren besonders gefordert: Masken […]
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Neue Erkenntnisse zu psychologischen Einflussfaktoren bei Kopfschmerzerkrankungen und zur Rolle von CGRP bei erhöhtem Hirndruck Die Deutsche Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft (DMKG) zeichnet mit dem Wolffram-Preis wissenschaftliche Arbeiten aus, die wichtige Beiträge zum Verständnis von Kopfschmerzerkrankungen leisten. Den 1. Platz erhält in 2026 Dr. Janosch Göran Fox, der 2. Platz geht an Dr. Cem Thunstedt. Die Deutsche Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft (DMKG) zeichnet mit dem Wolffram-Preis wissenschaftliche Arbeiten aus, die wichtige Beiträge zum Verständnis von Kopfschmerzerkrankungen leisten. Den 1. Platz erhält Dr. […]
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Der für Menschen lebensgefährliche Pilz Candida auris hat sich weltweit rasant ausgebreitet. Forschende der Uni Würzburg vermuten: Das könnte an steigenden Temperaturen liegen. Warum ist der Hefepilz Candida auris in nur wenigen Jahren weltweit zu einem gefährlichen Krankheitserreger geworden? Diese Frage treibt viele Forschende um. Carla Schuh und Chaitanya Gokhale vom Biozentrum der Universität Würzburg fassen nun den aktuellen Wissensstand in einem Übersichtsartikel im Fachjournal mSphere zusammen. Dafür haben sie rund 180 Studien anderer Forschender ausgewertet. Die beiden Forschenden hegen […]
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Forschende des DZNE und des Hertie-Instituts für Klinische Hirnforschung (HIH) an der Universität Tübingen haben gemeinsam mit Fachleuten aus Bonn, London und Portugal einen neuen Ansatz zur Behandlung der seltenen neurodegenerativen Erkrankung Spinozerebelläre Ataxie Typ 3 (SCA3) entwickelt und erfolgreich an menschlichen Nervenzellen im Labor getestet. Ihre Befunde – veröffentlicht im Fachmagazin „Science Translational Medicine“ – könnten den Weg für eine Therapie bereiten, die die Symptome der Erkrankung lindert und den Krankheitsverlauf verlangsamt. Die SCA3 – auch „Machado-Joseph-Krankheit“ genannt – […]
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Hämoglobin ist dafür bekannt, Sauerstoff durch den Körper zu transportieren. Doch das Protein erfüllt mutmaßlich noch eine weitere Aufgabe: Es könnte Immunzellen in einer Lunge helfen, Grippeviren abzuwehren. PD Dr. Torben Knuschke untersucht diesen wenig beachteten Mechanismus mit Influenza-A-Viren. Er ist Forscher der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen und arbeitet am Institut für Medizinische Mikrobiologie des Universitätsklinikums Essen. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft fördert sein im November 2026 startendes Projekt mit rund 220.000 Euro über drei Jahre. Die Gutachter:innen betonen die wissenschaftliche […]
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Über das Sterben nachzudenken, fällt vielen Menschen schwer. Wer überhaupt darüber nachdenkt, möchte in aller Regel zu Hause sterben. Tatsächlich stirbt jedoch rund jeder Zweite im Krankenhaus, jeder Zehnte verbringt die letzten Lebensstunden sogar auf der Intensivstation und wird beatmet. Warum Wunsch und Wirklichkeit hier auseinanderklaffen und wie eine gesundheitliche Versorgungsplanung (Advance Care Planning) und Palliativmedizin einer Überversorgung am Lebensende entgegenwirken können, wird ein Schwerpunkt der Kongress-Pressekonferenz zum 26. Kongress der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin e.V. (DIVI) […]
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Forschende der Universität zu Köln und der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) haben die digitale Plattform MEDA-PKD entwickelt. Diese vereint erstmals am Beispiel der Zystenniere bislang unstrukturierte medizinischen Daten in ein kontinuierlich wachsendes und nahezu in Echtzeit auswertbares Wissenssystem – mit Potenzial für Forschung, klinische Studien und Patientenversorgung / Veröffentlichung in „npj Digital Medicine“ In der Medizin entstehen große Mengen wertvoller Daten. Oft liegen diese Informationen jedoch in unterschiedlichen Systemen und werden für Forschungsprojekte nur punktuell ausgewertet. Die Chance, die Daten zur […]
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Nürnberg, Oktober 2026. Was harmlos beginnt, kann für Betroffene gravierende Folgen haben: Chronische Wunden gelten häufig als Warnsignal für Diabetes, Gefäßerkrankungen oder andere schwerwiegende Gesundheitsprobleme. Im Vorfeld des Nürnberger Wundkongresses 2026 (3.–4.12.2026) sprechen die Tagungspräsidenten Prof. Dr. Alexander Dechêne und Prof. Dr. Markus Diener über die unterschätzten Ursachen schlechter Wundheilung, innovative Behandlungsmöglichkeiten und warum die Zukunft der Wundversorgung in vernetzten Teams, digitalen Lösungen und einer frühzeitigen Diagnostik liegt. Herr Professor Dechêne, Herr Professor Diener, das diesjährige Motto lautet „Erfolgreiche Wundversorgung: […]
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Neue Wirkstoffe für Medikamente gegen Infektionen, Krebs oder andere schwere Erkrankungen basieren häufig auf Substanzen, die ursprünglich in Mikroorganismen, Pflanzen oder anderen Lebewesen entdeckt wurden. Solche Wirkstoffe gezielt mithilfe von Mikroorganismen herzustellen oder zu verbessern, ist oftmals herausfordernd, weil die zugrundeliegenden biologischen Prozesse äußerst komplex sind. Forschende des Helmholtz-Instituts für Pharmazeutische Forschung Saarland (HIPS) haben nun gezeigt, dass künstliche Intelligenz bei dieser Aufgabe helfen kann. Sie entwickelten mit KI neuartige Proteinbausteine für biologische Produktionssysteme. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Forschenden in […]
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Promotion von Stefan Resch: Intelligente Orthese erfasst Gangparameter und Belastungsdaten während des Gehens und gibt Nutzenden Feedback – Kombination aus technischer Entwicklung und Methoden der Mensch-Computer-Interaktion Menschen mit Fußverletzungen oder eingeschränkter Fußfunktion sind häufig auf orthopädische Hilfsmittel, beispielsweise eine Sprunggelenk-Orthese, angewiesen. Gleichzeitig fehlen ihnen Möglichkeiten zu kontrollieren, welchen Belastungen ihr Fuß beim Gehen ausgesetzt ist – ein Aspekt, der auch Menschen mit Polyneuropathie an den Füßen, beispielsweise infolge von Diabetes, betrifft. Wie smarte Geräte hier unterstützen können, hat Dr. Stefan […]
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Forschende untersuchen frühe, möglicherweise noch umkehrbare Veränderungen der Darmschleimhaut – Bundesforschungsministerium fördert Verbundprojekt NAD-MAGIC mit knapp zwei Millionen Euro Darmkrebs früher erkennen und möglichst verhindern: Das ist das Ziel des neuen Verbundprojekts NAD-MAGIC. Darmkrebs entwickelt sich meist über viele Jahre, lange bevor ein Tumor sichtbar wird. Wie chronische Entzündungs- und Alterungsprozesse das Gewebe so verändern, dass die Entstehung von Krebsvorstufen begünstigt wird, ist bislang nur unzureichend verstanden. Deshalb sucht NAD-MAGIC nach frühen Stoffwechselveränderungen der Darmschleimhaut, die einer Krebsentstehung vorausgehen könnten. […]
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