Keine Angst vor innovativen Arzneimitteln – was Sie bei der Verordnung beachten sollten

Verordnungsthema:

Leukämie

Neue Studien zu Leukämie

Thrombozytopenie ist die medizinische Bezeichnung für eine verminderte Anzahl von Blutplättchen (Thrombozyten) im Blut, die zur lebensbedrohlichen Komplikation, im schlimmsten Fall mit Gerinnungsstörungen und Blutungen werden kann. Ob Eltrombopag, ein Wirkstoff der die Bildung von Thrombozyten anregt, dabei helfen kann, wurde in der internationalen ASPIRE-Studie mit 145 erwachsenen Blutkrebs-Patienten mit schwerer Thrombozytopenie untersucht.

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Die Behandlung der akuten myeloischen Leukämie (AML), einer schweren Erkrankung der blutbildenden Zellen im Knochenmark, erfolgt in mehreren Therapieabschnitten. Wie gut die jeweilige Therapiephase wirkt und wie dies von verschiedenen Krankheitsmerkmalen abhängt, wurde nun genauer untersucht.

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Die einzige heilende Behandlung für MDS-Patienten (myelodysplastisches Syndrom) stellt derzeit die allogene Stammzelltransplantation dar. Für eine erfolgreiche Stammzelltransplantation müssen die bösartigen Knochenmarkzellen des MDS-Patienten vorher abgetötet werden. In einer neuen Studie wurde nun eine weniger intensitive Methode mit der üblichen bealstenden Vorbereitung der Stammzelltherapie verglichen.

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Blutkrebs (Leukämie) macht fast ein Drittel der bösartigen Krebserkrankungen bei Kindern aus. Mit über 70 % ist die akute lymphatische Leukämie (ALL) die häufigste Form, die bei Kindern auftritt. Daher ist die Erforschung der ALL von großer Bedeutung. Ein Teil dieser Forschung beschäftigt sich mit Mangelernährung als häufiges Problem bei Kindern mit ALL. Mangelernährung kann die Widerstandfähigkeit der Kinder verringern, das Risiko für Komplikationen erhöhen und allgemein zu einem schlechteren Behandlungsergebnis führen. Demgegenüber kann die richtige Ernährung von Kindern mit ALL, die eine Chemotherapie erhalten, die Wirkung der Behandlung erhöhen und das Auftreten von unerwünschten Nebenwirkungen vermeiden. Eine chinesische Studie hat daher den Einfluss von medizinischer Trinknahrung auf die Behandlung von Kindern mit ALL untersucht.

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Patienten mit akuter myeloischer Leukämie (AML) sind auf die Neuentwicklung wirksamer Medikamente angewiesen. Vadastuximab Talirin ist ein sogenanntes Antikörper-Wirkstoff-Konjugat und ist somit die chemische Verbindung aus einem Antikörper und einem zellwachstumshemmenden (zytostatischen) Wirkstoff. Da der Antikörper das Oberflächenmerkmal CD33, welches häufig auf Krebszellen vorkommt, erkennt, wird der zytostatische Wirkstoff, der die Erbsubstanz schädigt, gezielt zu den Krebszellen transportiert. Im Juni 2017 wurde die großangelegte, internationale CASCADE-Studie, bei der Vadastuximab Talirin in Kombination mit anderen zytostatischen Wirkstoffen (Polychemotherapie) getestet wurde, wegen Problemen mit der Patientensicherheit ausgesetzt.

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Ein attraktiver Therapieansatz für die Behandlung von Krebs ist derzeit die Immuntherapie. Oft sind Krebszellen jedoch unsichtbar (immunsuppressiv) für die menschlichen Abwehrzellen (T-Lymphozyten) und werden deshalb vom Abwehrsystems (Immunsystem) nicht erkannt. Die sogenannten dentritischen Zellen sind spezielle Zellen des Abwehrsystems, die als Vermittler […]

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Die Akute myeloische Leukämie (AML) ist eine bösartige Erkrankungdes blutbildenden Systems im Knochenmark, die sich innerhalb weniger Wochen entwickelt und oft mit schweren Krankheitssymptomen einhergeht. Die Behandlung muss daher schnell erfolgen. Die AML ist die häufigste Form akuter Leukämien bei Erwachsenen. Es gibt verschiedene[…]

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Der Wirkstoff Ibrutinib gehört zur Klasse der sogenannten Tyrosinkinase-Inhibitoren und richtet sich gegen den Eiweißstoff Bruton-Tyrosinkinase (BTK). Die Einführung von Ibrutinib hat die Behandlung der chronisch lymphatischen Leukämie (CLL) revolutioniert, da es eine dauerhafte Kontrolle der Blutkrebserkrankung gewährleisten kann. Jedoch haben Patienten mit schwerbehandelbarer und rückfälliger CLL nach Ibrutinib-Therapie eine schlechte Prognose. Venetoclax ist ein neuartiger Wirkstoff, welcher den Eiweißstoff BCL-2 (B-cell lymphoma 2) hemmt und dessen Wirksamkeit bei rückfälliger CLL bereits gezeigt wurde. In einer aktuellen Zwischenauswertung einer noch laufenden Studie haben US-Wissenschaftler die Wirksamkeit und Sicherheit von Venetoclax zur Behandlung von rückfälliger CLL untersucht.

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Lymphdrüsenkrebs ist ein umgangssprachlicher Name für bösartige Erkrankungen des lymphatischen Systems. Wissenschaftlich wird Lymphdrüsenkrebs als malignes Lymphom bezeichnet und unterscheidet das klassische Hodgkin-Lymphom und die große Gruppe der Non-Hodgkin-Lymphome. Der Wirkstoff Brentuximab Vedotin ist zur Behandlung von Patienten mit rückfälligem Hodgkin-Lymphom zugelassen, da in vorrausgegangenen Studien die Wirksamkeit und Verträglichkeit erforscht wurden. In einer aktuellen deutschen Studie wurde Brentuximab Vedotin in ein bestehendes Chemotherapie-Protokoll (eBEACOPP) zur Behandlung des Hodgkin-Lymphoms eingebaut. Ziel dabei war es, die Giftigkeit dieses Protokolls zu verringern und gleichzeitig die Wirksamkeit zu erhalten.

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Neue Meldungen aus Instituten und Kliniken

Hitze hat bei einem Viertel der Befragten die Urlaubserholung stark oder sehr stark beeinträchtigt. Dennoch hat sich die große Mehrheit gut erholt: 86 Prozent der Menschen, die in diesem Sommer bereits Urlaub hatten, bewerteten ihre Erholung als gut oder sehr gut. Besonders wichtig für eine gelungene Auszeit waren Sonne und Natur, ein Ortswechsel sowie Zeit mit der Familie. Viele nutzten die freie Zeit zudem bewusst für ihre Gesundheit: Sieben von zehn Befragten bewegten sich mehr oder trieben Sport, 69 Prozent […]

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Adipositas betrifft in Deutschland etwa 19,7 Prozent der Erwachsenen. Die Fettleibigkeit belastet nicht nur die Gelenke, sondern verändert auch das Immunsystem der Betroffenen. Leipziger Forschende fanden im Blut von Menschen mit Adipositas dieselben entzündungsfördernden Immunzellen vermehrt wie bei Rheumakranken. Nach einer Magenband-Operation und starkem Gewichtsverlust bildeten sich die Veränderungen weitgehend zurück. Die Ergebnisse zeigen einen immunologischen Zusammenhang zwischen Adipositas und rheumatoider Arthritis (RA) – und werfen neue Fragen für die Behandlung auf. Im Mittelpunkt der Untersuchungen stehen sogenannte intermediäre Monozyten, […]

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In einem aktuellen Übersichtsartikel hinterfragt die Mannheimer Gesundheitspsychologin Prof. Dr. Jutta Mata die bisherige Forschung, die Essverhalten vorwiegend als individuelle Aktivität betrachtet. Sie plädiert dafür, Mahlzeiten zukünftig in ihrem sozialen Kontext zu untersuchen und Maßnahmen für eine gesündere Ernährung an diesem Ansatz auszurichten. Der Artikel erschien in Nature Reviews Psychology. Das Thema Ernährung ist eine große Herausforderung unserer Zeit – sowohl für die individuelle und öffentliche Gesundheit als auch für die „Gesundheit“ unseres Planeten. Vielfach wurden in den letzten Jahren […]

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Mehr als vier Millionen Menschen in Deutschland leben mit oder nach einer Krebserkrankung. Bei vielen von ihnen endet bestenfalls die medizinische Behandlung, nicht aber deren Folgen. Eine neue Studie der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch Gmünd zeigt, dass Veränderungen in Liebe, Nähe und Sexualität Jahre anhalten können und sich auf die psychische und körperliche Gesundheit, das Körperbild, soziale Beziehungen sowie Partnerschaft und Intimität auswirken. Trotzdem sprechen Betroffene, Fachpersonal aus Medizin, Pflege, Reha oder Beratung selten von sich aus darüber. Es entsteht ein […]

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Tübinger Forschungsteam ordnet neues Krankheitsverständnis und Therapieperspektiven ein Die Metabolische Dysfunktion-assoziierte Steatohepatitis (MASH) galt lange vor allem als Erkrankung einer verfetteten und zunehmend entzündeten Leber mit erhöhtem Risiko für Leberkrebs. Heute zeichnet die Forschung ein deutlich komplexeres Bild: Stoffwechsel, Immunsystem, Fettgewebe, Darm und Mikrobiom wirken bei Entstehung und Fortschreiten zusammen – und MASH beeinflusst auch andere Erkrankungen im Körper. Zwei aktuelle Übersichtsarbeiten in Nature, federführend konzipiert von Forschenden der Medizinischen Fakultät der Universität Tübingen, führen den aktuellen Wissensstand zu Krankheitsmechanismen […]

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An der Medizinischen Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg durchgeführte Verhaltensstudie zeigt: Für eine effektive Hitzeprävention fehlen klare, leicht verständliche Schwellenwerte, wann Hitzeschutz angezeigt ist, sowie das Verständnis in der Bevölkerung für die physiologisch relevante „gefühlte“ Temperatur. Eine aktuelle, am Zentrum für Präventivmedizin und Digitale Gesundheit (CPD) der Medizinischen Fakultät Mannheim unter der Leitung von Vincent Brugger durchgeführte Studie hat erstmals systematisch untersucht, wie Menschen in Deutschland Wetterinformationen interpretieren und ab welchem Punkt sie Schutzmaßnahmen gegen Hitze und UV-Strahlung planen. Die […]

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Welt-Alzheimertag am 21. September / Lebensstil kann Alzheimer-Risiko beeinflussen / Frühe Diagnose eröffnet neue Therapieoptionen Nicht jede Vergesslichkeit ist ein Anzeichen für Alzheimer. Wenn jedoch vertraute Abläufe nicht mehr funktionieren, die Orientierung schwerfällt oder Angehörige deutliche Veränderungen bemerken, sollte die Ursache ärztlich abgeklärt werden. Auch wenn sich eine Alzheimer-Erkrankung nicht sicher verhindern lässt, gibt es beeinflussbare Faktoren, die mit einem geringeren Alzheimer-Risiko zusammenhängen. Dazu zählen etwa Bewegung, die Behandlung von Bluthochdruck und Diabetes, Nichtrauchen sowie geistige und soziale Aktivität. Darauf […]

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Alleinsein kann guttun. Einsamkeit belastet hingegen – besonders, wenn sie länger anhält. Anlässlich des Welt-Alzheimertags am 21. September veröffentlicht die gemeinnützige Alzheimer Forschung Initiative e. V. (AFI) den dritten Teil ihrer dreiteiligen Presseserie zur Demenzprävention. Im Mittelpunkt stehen diesmal soziale Kontakte, Einsamkeit und Depressionen sowie die Frage, warum seelische Gesundheit auch für die Gehirngesundheit wichtig ist. Laut der Lancet Commission 2024 zählen Depressionen und soziale Isolation zu den 14 modifizierbaren Risikofaktoren für Demenz. Dem Bericht zufolge könnten weltweit theoretisch rund […]

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Ein neuer Ansatz könnte die Wirksamkeit von Immuntherapien bei bestimmten Krebserkrankungen verbessern: Statt Krebszellen direkt anzugreifen, richtet sich die Therapie gegen die Tumorumgebung. An Gewebeschnitten von Patient:innen mit Lungen- und Eierstockkrebs zeigen Forschende des Bosch Health Campus, der Universität Stuttgart und der Uniklinik Jena, wie ein neu entwickelter Antikörper das Tumorgewebe angreift und eine Immunreaktion gegen den Tumor auslöst. Die Studie ist in der Fachzeitschrift Science Advances erschienen (DOI: 10.1126/sciadv.aee2124). Stuttgart, 14. September 2026 – Ein Tumor besteht aus weit […]

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Wie viele Lebensjahre gehen in der Bevölkerung durch Krankheiten, gesundheitliche Einschränkungen und Todesfälle verloren? Das Robert Koch-Institut stellt im Rahmen der nationalen Krankheitslaststudie neue Daten bereit. Erstmals können auch Trends über mehrere Jahre dargestellt werden (2017 bis 2022). Zudem wurde die Krankheitslast, neben bereits vorhandenen Betrachtungen zum Beispiel zu kardiovaskulären Erkrankungen, Krebs oder Verkehrsunfällen, für weitere Krankheiten berechnet, darunter Asthma, Arthrose und Parkinson. „Mit der Berechnung der verlorenen Lebensjahre können Krankheiten verglichen und ihre Auswirkungen auf Bevölkerungsebene abgebildet werden“, erläutert […]

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Im Alter verändert sich nicht nur der Körper, sondern auch das Immunsystem. Infekte verlaufen schwerer als noch in jüngeren Jahren, Impfungen können schwächer wirken, und zugleich nimmt die Neigung zu chronischen Entzündungen zu. Was diese Immunalterung – in der Medizin spricht man auch von Immunseneszenz – für die Entstehung, den Verlauf und die Behandlung entzündlich-rheumatischer Erkrankungen bedeutet, diskutierten Expertinnen und Experten der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie und Klinischen Immunologie e. V. (DGRh) auf der Kongress-Pressekonferenz am 12. September 2026. Diese […]

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Tag der Patientensicherheit am 17. September Berlin – Das Gelingen einer schweren Krebsoperation hängt maßgeblich von der fachgerechten Durchführung des Eingriffs ab. Nicht minder wichtig ist jedoch das Beherrschen von Komplikationen, die nach der Operation auftreten können – hier zählen Leistungsfähigkeit und Schnelligkeit des Gesamtsystems der jeweiligen Klinik. Die Deutsche Gesellschaft für Chirurgie e.V. (DGCH) fordert daher die verpflichtende Angabe der Sterblichkeitsrate in Folge von Komplikationen in den Qualitätsberichten der Kliniken, die sogenannte Failure-to-Rescue-Rate (FTR). „Das ist eine faire und […]

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Patientensicherheit im Klinikalltag Berlin – Menschen mit Diabetes sollten einen Krankenhausaufenthalt gut vorbereiten und ihre Erkrankung bereits bei der Aufnahme aktiv ansprechen. Denn nur wenn Therapiepläne, das Insulinschema, Medikamente sowie Informationen zu Glukosesensoren oder Insulinpumpen frühzeitig vorliegen, kann das Klinikteam die Diabetesbehandlung von Beginn an sicher mitplanen. Auch wenn Diabetes nicht der eigentliche Aufnahmegrund ist, kann die Stoffwechselerkrankung einen operativen Eingriff und den Behandlungsverlauf entscheidend beeinflussen. Anlässlich des Tages der Patientensicherheit am 17. September 2026 zeigt die Deutsche Diabetes Gesellschaft […]

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