Neue Studien zu PCO-Syndrom
Eine therapeutische Intervention mit Resveratrol plus Myo-Inositol besserte verschiedene Aspekte des polyzystischen Ovarialsyndroms effektiver als eine Vergleichsbehandlung, zeigte eine doppelblind-randomisierte, kontrollierte Studie. Die Nahrungergänzung über 12 Wochen beeinflusste endokrine und metabolische Aspekte sowie den Stress-Pegel der Teilnehmerinnen positiv und könnte eine wichtige Behandlungsoption für adipöse PCOS-Patientinnen mit Eisprung-Störungen darstellen.
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Frauen mit PCOS und Adipositas hatten nach einer aktuellen Untersuchung eine normale Schlafdauer, aber eine schlechtere Schlafeffizienz als Kontrollpersonen, lagen also länger wach im Bett oder wachten vorzeitig auf. In der randomisiert kontrollierten Studie konnte mit einer Verhaltensintervention die Schlafzeit am Tag reduziert werden. Die Studienautoren betonen, dass die reine Schlafdauer kein ausreichender Hinweis für guten Schlaf ist – und bei PCOS eine geringere Schlafeffizienz und Bedarf für Unterstützung vorliegen könnten.
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Phasenprophylaxen oder Stimmungsstabilisatoren sind wesentlich zur Therapie der Bipolaren Störung. Dabei kommen häufig Antiepileptika zum Einsatz. Eine Metaanalyse über 20 Studien zeigte nun, dass manche dieser Wirkstoffe bei Frauen jedoch das Risiko für die hormonelle Störung PCOS besonders deutlich erhöhen können.
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Um einen Kinderwunsch unfruchtbarer Frauen mit PCOS zu unterstützen, kann die Östrogenproduktion angeregt werden. Dies kann mit dem Wirkstoff Clomifen, mit Letrozol oder mit der Kombination beider Präparate erfolgen. Eine randomisiert-kontrollierte Studie zeigte nun eine höhere Eisprungrate bei Patientinnen, die die Kombination von Clomifen und Letrozol erhielten, als nur mit Letrozol.
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Weltweit steigt das Alter von Frauen, das sie bei der Geburt ihres ersten Kindes haben. Dazu tragen höhere Bildung, beruflicher Werdegang und finanzielle Rahmenbedingungen, aber auch Veränderungen von Gesellschaft und Beziehungen eine große Rolle. Familienplanung und Sexualerziehung haben sich an diese veränderten Rahmenbedingungen noch nicht angepasst; immer noch stehen Verhütung und Vermeidung sexuell übertragbarer Erkrankungen im Vordergrund. Kenntnisse zur altersbedingten Abnahme der Fruchtbarkeit (Fertility Awareness) und Fertilitätsprävention fehlen häufig. Verfahren zur Kryokonservierung (Verfahren zum Einfrieren) von Eizellen stellen eine gut etablierte Technik zum Erhalt der Fruchtbarkeit dar.
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Erhöhen das Polyzystische Ovarialsyndrom (PCOS) oder Endometriose das Risiko für venöse Thromboembolien (VTE)? In einer Beobachtungsstudie schien dies nicht eindeutig – PCOS-Patientinnen mit VTE waren jedoch signifikant jünger und häufiger mit hormonellen Kontrazeptiva behandelt.
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Das PCO-Syndrom ist bei betroffenen Frauen häufig Ursache für Schwangerschaftskomplikationen oder sogar Infertilität. In dieser Studie wurde anhand von Daten aus Massachusetts zwischen 2013 bis 2017 ermittelt, ob Frauen mit PCOS anfälliger für Schwangerschaftskomplikationen sind.
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Der veränderte Hormonstatus beim polyzystischen Ovarialsyndrom (PCOS) kann dazu führen, dass die Eierstöcke keine funktionalen und gereiften Follikel freisetzen können. Unfruchtbarkeit ist daher bei PCOS häufig. Eine systematische Recherche und Metaanalyse über 18 Studien und über 2 000 Patientinnen zeigte, dass manche Hormone bei PCOS durch eine Nahrungsergänzung mit N-Acetylcystein (NAC) positiv beeinflusst werden konnten. Die Autoren sehen daher Potenzial für eine ergänzende Behandlung mit NAC bei dem PCO-Syndrom.
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Eine ungesunde Fettanlagerung in der Bauchregion kann sich bei dem polyzystischen Ovarien-Syndrom (PCOS) auch bei Frauen mit normalem Körpergewicht entwickeln und das Risiko kardiovaskulärer Erkrankungen erhöhen. Eine niedrig-dosierte Behandlung mit Flutamid reduzierte in einer kleinen randomisierten und Placebo-kontrollierten Studie bei normalgewichtigen Frauen mit PCOS die abdominale Fettablagerung, dämpfte in-vitro die beschleunigte Lipidakkumulation in neugebildeten Adipozyten und beeinflusste die Glukose-Lipid-Homeostase.
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Das polyzystische Ovarialsyndrom (PCOS) geht mit großen Veränderungen des Stoffwechsels und des Hormonhaushalts einher. Wie sich diese Veränderungen auf die Haut betroffener Frauen auswirken können, wurde in dieser Studie untersucht.
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Die Ergebnisse zeigen, dass ein erhöhter Blutzucker oder Diabetes die Gedächtnisleistung beeinflussen könnte. Hier scheint das PCO-Syndrom selbst keine Auswirkungen zu haben. Zusätzliche Studien sollten in Zukunft den Zusammenhang zwischen Blutzucker und Gedächtnisleistung untersuchen.
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Der väterliche BMI hatte einen unabhängigen Einfluss auf das Geburtsgewicht der Kinder aus einer künstlichen Befruchtung mit gefrorenen Embryonen. Übergewicht oder Adipositas beim Vater waren unabhängige Risikofaktoren für große und schwere Neugeborene.
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Patientinnen mit PCOS hatten bei einem Messwert zur Zahngesundheit einen schlechteren Wert, die anderen Messungen waren mit gesunden Personen vergleichbar. Patientinnen mit PCOS sollten daher verstärkt die Kontrolltermine beim Zahnarzt wahrnehmen.
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Neue Meldungen aus Instituten und Kliniken
Viele Menschen mit Querschnittslähmung oder Multipler Sklerose benötigen Hilfe beim Entleeren von Blase und Darm. Das schränkt ihre Selbstständigkeit ein und birgt Risiken. Zwei Hilfsmittel, entwickelt am Fraunhofer IPA, sollen genau das ändern. Zu sehen sind sie Ende September auf der Fachmesse Rehacare: Halle 1, Stand C28. Schätzungen zufolge leben weltweit etwa 15,4 Millionen Menschen mit einer Querschnittslähmung. Allein in Deutschland gibt es rund 140 000 Betroffene und Jahr für Jahr kommen zwischen 2300 und 2500 Personen neu hinzu. Häufige […]
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Seit über 20 Jahren ist umstritten, ob Oxytocin das Vertrauen stärkt. Eine neue Studie unter Beteiligung der Universität Zürich liefert nun belastbare Evidenz dafür, dass das Hormon das Vertrauen selektiv bei Männern mit geringer Vertrauensbereitschaft erhöht. 2005 veröffentlichte ein Forschungsteam um den Wirtschaftsprofessor Ernst Fehr von der Universität Zürich in der Fachzeitschrift «Nature» erstmals Hinweise darauf, dass intranasal verabreichtes Oxytocin das Vertrauen von Menschen erhöhen kann. Oxytocin ist ein körpereigenes Hormon und ein Botenstoff im Gehirn, der unter anderem soziale […]
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Marburger Forschende entdecken Frühwarnsignal im Blut: Niedrige Eosinophilenzahl bei der Krankenhausaufnahme geht mit höherem Risiko für Intensivbehandlung einher Eine Lungenentzündung zählt trotz guter Behandlungsmöglichkeiten weiterhin zu den häufigsten infektionsbedingten Todesursachen. Marburger Forschende haben nun einen Weg gefunden, früher vorherzusagen, welche Patient*innen ein höheres Risiko für eine Behandlung auf der Intensivstation haben oder länger im Krankenhaus bleiben werden. Das Forschungsteam um Dr. Barbara Weckler und Prof. Dr. Bernd Schmeck vom Institut für Lungenforschung der Philipps-Universität hat einen bereits routinemäßig bestimmten Blutwert […]
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Forschende des HIPS erweitern Biodiversität bakterieller Wirkstoffproduzenten Die meisten klinisch eingesetzten Antibiotika basieren auf Naturstoffen, die von Bakterien und anderen Mikroorganismen hergestellt werden. Am Helmholtz-Institut für Pharmazeutische Forschung Saarland (HIPS) nutzen Forschende im Boden lebende Myxobakterien als Quelle neuer Wirkstoffe. Neue Wirkstoffe können sie dabei vor allem in bislang noch wenig untersuchten Bakterien entdecken. Ein HIPS-Forschungsteam konnte die biologische Vielfalt der Myxobakterien in jahrzehntelanger Arbeit erheblich erweitern. Die Mikroorganismen sowie deren genetische Daten als Grundlage für die Entdeckung neuer Wirkstoffe […]
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Forschende stoßen auf eine bislang unbekannte Methode, um B-Zellen gezielt zu aktivieren B-Zellen produzieren Antikörper gegen Krankheitserreger. Eine solche Immunreaktion kann auch ausgelöst werden, wenn sie auf Materialien mit einer bestimmten Oberflächenstruktur treffen. Das haben Forschende des Helmholtz-Zentrums Hereon, der Humboldt-Universität zu Berlin, des Berlin Institute of Health in der Charité (BIH) und des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) herausgefunden. Die Ergebnisse erweitern das Verständnis, wie Immunzellen ihre Umgebung wahrnehmen und eröffnen neue Möglichkeiten für Immuntherapien und Biomaterialien. Die […]
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Patientinnen mit metastasiertem Brustkrebs regelmäßig per App nach ihrem Befinden zu fragen – und darauf umgehend zu reagieren –, kann deren belastende Erschöpfung lindern und ihren Alltag erleichtern. Das belegen Forschende der Charité – Universitätsmedizin Berlin und der Deutschen Krebsgesellschaft in einer Studie, die heute im Fachmagazin JAMA Oncology* erschienen ist. Sie ist das Ergebnis des Innovationsfonds-Projekts PRO B, das zusammen mit den Krankenkassen BARMER, DAK-Gesundheit und mkk – meine krankenkasse umgesetzt wurde. Aufgrund der positiven Ergebnisse empfiehlt der Gemeinsame […]
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Neu in Nature Nanotechnology: Eine DNA-Origami-Nanospritze transportiert Moleküle in synthetische Zellen. Der Vorgang wird mechanisch gesteuert. Das Werkzeug eröffnet neue Perspektiven für die synthetische Biologie, molekulare Therapeutika und gezielt gestaltete Bio-Grenzflächen. DOI: 10.1038/s41565-026-02249-3 Der Transport von Molekülen durch biologische Membranen ist lebenswichtig. In der Natur erfolgt er einerseits durch passiven Transport, die sogenannte Diffusion. „Um Aufgaben zu bewältigen, die allein durch Diffusion nicht gelöst werden können, nutzen biologische Systeme oft mechanische Bewegungen“, sagt Prof. Laura Na Liu, Direktorin des 2. […]
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Die Behandlung von Morbus Crohn und Colitis ulcerosa hat sich in den vergangenen Jahren grundlegend verändert. Neue zielgerichtete Medikamente, ein früherer Einbezug der Chirurgie und die enge Zusammenarbeit verschiedener Fachdisziplinen ermöglichen heute eine koordinierte und individuell abgestimmte Behandlung. Drei neue Referenzpublikationen der European Crohn’s and Colitis Organisation (ECCO) tragen dazu bei, dass dieser Behandlungsansatz zum europäischen Standard wird. Experten des Inselspitals haben die neuen Leitlinien massgeblich mitgestaltet. Rund 50 000 Menschen in der Schweiz leben mit Morbus Crohn oder Colitis […]
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Muss Bluthochdruck auch bei hochbetagten, gebrechlichen Menschen konsequent behandelt werden – oder kann gerade im hohen Alter eine Reduktion der Medikamente der bessere Weg sein? Diese Frage beschäftigt die Geriatrie seit Jahren. Neue Antworten liefert jetzt der renommierte Geriater und Kardiologe Prof. Dr. Athanase Benetos. „Bluthochdruck ist bei älteren Menschen etwas anderes als bei jüngeren“, sagt Benetos. Mit zunehmendem Alter veränderten sich nicht nur die Ursachen eines erhöhten Blutdrucks, sondern auch Nutzen und Risiken einer Behandlung. Seine neuesten Forschungsergebnisse und […]
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Berlin, August 2026 – Mangelernährung betrifft bis zu 50 Prozent geriatrischer Patientinnen und Patienten und etwa ein Drittel älterer Menschen ist von Flüssigkeitsmangel betroffen. Haben die Betroffenen einen Diabetes, kann beides die Diabetestherapie erheblich erschweren. Der Verband der Diabetes-Beratungs- und Schulungsberufe in Deutschland e. V. (VDBD) rät deshalb, Gewicht, Mahlzeiten und Trinkmenge früh im Blick zu behalten – zu Hause, in der Pflege und nach Klinikaufenthalten. Mangelernährung bedeutet nicht nur Untergewicht. Auch normal- oder übergewichtige Menschen können zu wenig Eiweiß, Energie, […]
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Partielle Sonnenfinsternis am 12. August 2026 München – Am Abend des 12. August 2026 wird in Deutschland eine partielle Sonnenfinsternis zu sehen sein. Wer das Himmelsschauspiel beobachten möchte, sollte seine Augen jedoch unbedingt schützen. Die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft e.V. (DOG) warnt vor bleibenden Netzhautschäden durch Betrachten mit bloßem Auge oder unzureichenden Hilfsmitteln und gibt Hinweise auf sichere Alternativen, falls geprüfte Sonnenfinsternis-Brillen nicht erhältlich sind. Wer die Sonnenfinsternis beobachten möchte, sollte niemals ungeschützt in die Sonne sehen. Die Augenlinse bündelt die Sonnenstrahlen […]
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Im Rahmen eines Forschungsprojekts bei INNOVENT e.V. in Jena wurde ein innovatives artifizielles Mikrobiom entwickelt. Hierbei konnten lebende Bakterien erfolgreich in elektrogesponnene Polymerfasern eingebettet werden, die als Trägermaterial dienen. Entscheidend ist, dass dabei sowohl die metabolische Aktivität als auch die Vitalität der Mikroorganismen erhalten blieb. Das so generierte Mikrobiom eröffnet vielfältige Einsatzmöglichkeiten – unter anderem in Organoidmodellen, in analytischen Assays sowie in biomedizinischen Anwendungen, beispielsweise im Rahmen probiotischer Präventions- oder Therapieansätze. Ziel des Projektes war es, die Vitalität der Bakterien […]
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Das CRM rät Reisenden, Risikogruppen und Praxen zu mehr Aufmerksamkeit in der Mückensaison Düsseldorf – Erstmals ist in Rheinland-Pfalz eine lokal erworbene West-Nil-Virus-Infektion beim Menschen nachgewiesen worden. Zugleich melden mehrere europäische Länder früh in der Saison Fälle, darunter Italien, Griechenland, Spanien, Nordmazedonien, Rumänien und Frankreich. Das CRM Centrum für Reisemedizin rät Reisenden und Ärztinnen und Ärzten, West-Nil-Fieber in der Mückensaison stärker zu berücksichtigen – besonders bei Fieber, Hautausschlag oder neurologischen Symptomen. „West-Nil-Fieber ist derzeit eines der wichtigsten saisonalen Infektionsthemen in Europa“, […]
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