Neue Studien zu Darmkrebs
Prehabilitationsprogramme können bei Krebspatienten signifikante Verbesserungen der körperlichen Funktionsfähigkeit erzielen, wie ein systematischer Review mit Metaanalyse von 27 randomisierten kontrollierten Studien zeigt. Diese Vorteile erstrecken sich offenbar auf verschiedene Krebsarten. Die Autoren plädieren dafür, Prehabilitationsprogramme mit mindestens einer sportlichen Komponente in den Behandlungsplan zu integrieren.
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Ein langfristiger Joghurtkonsum steht mit seltenerem Auftreten von proximalem Dickdarmkrebs in Zusammenhang, was auf eine Antitumorwirkung des Joghurtkonsums schließen lässt. Die Assoziation zwischen Joghurtkonsum und der Inzidenz von Darmkrebs war je nach Bifidobakteriengehalt im Tumorgewebe unterschiedlich.
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Eine multimodale Behandlung bietet die beste Chance auf Überleben für Darmkrebs-Patienten mit Lungenmetastasen, fand ein systematischer Review mit Netzwerk-Metaanalyse über 11 Studien. Verschiedene kombinierte therapeutische Strategien können demnach je nach konkretem Krankheitsbild zusätzliche Vorteile bringen.
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DGP – Pharmakologische Modulatoren der Cannabinoid CB1/2-Rezeptoren zeigen Potenzial zur Behandlung von Krebs-induziertem Knochenschmerz, fand ein systematischer Review über Tier- und klinische Studien sowie bioinformatische Analysen. Cannabinoide werden teils aufgrund schmerzlindernder Effekte eingesetzt. Besonders bei Krebserkrankungen kann dies von Interesse sein – allerdings liegen bislang nur begrenzt Informationen dazu vor, wie effektiv Cannabinoide bei Krebsschmerzen helfen können. Die vorliegende Studie untersuchte nun präklinisch und klinisch, ob Cannabinoide Knochenschmerz bei Krebs beeinflussen können. Knochenschmerz bei Krebs: Könnten Cannabinoide helfen? Die Wissenschaftler […]
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Die operative Entfernung des Tumors bei Darmkrebs kann mit Roboter-assistierter und laparoskopischer Kolektomie vergleichbare Ergebnisse liefern, zeigte ein systematischer Review mit Metaanalyse über 4 Studien. Es konnten keine signifikanten Unterschiede in den Komplikationsraten festgestellt werden.
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Eine Metaanalyse über 14 Studien und 3 681 medizinschen Cannabis-Nutzern fand eine Prävalenz der Cannabiskonsumstörung von 25 % – vergleichbar hoch zu der bei regelmäßigen Freizeitkonsumenten.
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Eine randomisiert-kontrollierte Studie mit 48 Teilnehmern fand, dass Metformin bei Patienten ohne vorherige Diabetes-Diagnose den Anteil der Patienten senken kann, die nach einer elektiven Darmkrebs-Operation eine postoperative Hyperglykämie entwickeln. Allerdings war die Teilnehmerzahl zu gering, um mögliche Unterschiede in der Komplikationsrate zu erkennen.
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Die Einnahme von Vitamin C könnte das Risiko für Krebserkrankungen des Verdauungstrakts signifikant senken, zeigte ein systematischer Review mit Metaanalyse über 32 Studien. Dies umfasst Krebs von Mundhöhle, Rachen und Speiseröhre, Magenkrebs und Darmkrebs.
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Ein systematischer Review mit qualitativer Analyse über 6 Studien fand, dass Cannabinoide vielversprechend für Appetitsteigerung und Gewicht bei älteren Personen mit Anorexie und Krebserkrankungen sind. Größere Studien müssen das tatsächliche Potential sowie Risiken speziell in Bezug zu möglichen Wechselwirkungen mit Krebstherapien evaluieren.
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Medical NEWS Report
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Nach einem systematischen Review mit Metaanalyse über 21 Studien mit zusammen 1 754 Patienten sollte die Wahl palliativer Behandlungen bei fortgeschrittenem, obstruktivem Darmkrebs individuell abhängig vom Zustand und Wünschen des Patienten getroffen werden. Die Implantation von SEMS erfolgte mit niedrigeren frühen Komplikationsraten, Stoma-Bildung, 30-Tage-Sterblichkeit und kürzeren Krankenhausaufenthalten. Eine Operation hatte hingegen größeren klinischen Erfolg und führte zu höheren Überlebensraten und weniger späten Komplikationen.
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Eine Phase-III-Studie untersuchte Wirksamkeit und Sicherheit der vollständigen mesokolischen Exzision (CME) mit der konventionellen Darmkrebsoperation mit 258 randomisiert aufgeteilten Darmkrebspatienten. Es konnten keine signifikanten Unterschiede bezüglich intra- oder postoperativer Komplikationen, postoperativer Sterblichkeit oder Dauer der Operation gesehen werden. CME entfernte jedoch signifikant mehr Lymphknoten als die konventionelle OP. Auch war die Dauer des Krankenhausaufenthalts mit CME signifikant kürzer.
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Eine Metaanalyse zeigte weniger Komplikationen ab Grad 3 und weniger Blutverlust mit kompletter mesokolischer Exzision (CME) bei Darmkrebs als mit Standardresektion. Auch war die durchschnittliche Lymphknotenentnahme mit CME höher. Zwischen roboterassistierter und laparoskopischer CME ergaben sich hingegen keine signifikanten Unterschiede.
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Eine prospektive Beobachtungsstudie analysierte potentielle Einflussfaktoren auf den Schweregrad von Neuropathie im Zusammenhang mit oxaliplatinbasierter Chemotherapie bei Patienten mit Darmkrebs im Stadium III. Eine längere Behandlungsdauer (12 versus sechs Zyklen), geringe körperliche Aktivität, hoher BMI und Diabetes waren mit stärkerer Neuropathie assoziiert. Die Einnahme von Celecoxib oder Vitamin B6 hatte keine Besserung zur Folge.
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Neue Meldungen aus Instituten und Kliniken
Forschende der Klinik für Geburtshilfe und Pränatalmedizin des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) und der amerikanischen Stanford University haben Hinweise darauf gefunden, dass sich spontane Frühgeburten bereits Wochen bis Monate vor ihrem Auftreten im Immunsystem der Mutter ankündigen. Die Studie eröffnet Perspektiven für eine frühere Erkennung und gezielte Vorbeugung spontaner Frühgeburten und wurde jetzt in der Zeitschrift Nature Communications veröffentlicht. Weltweit kommt rund jedes zehnte Kind zu früh auf die Welt. Bei etwa zwei Drittel aller Frühgeburten setzt die Geburt von selbst […]
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Sie sitzen an Handgelenken oder Fingern und geben ihren Besitzer:innen Rückmeldung über deren Gesundheitszustand: Sogenannte Wearables, beispielsweise Smartwatches, werden immer beliebter. Aber wie funktionieren diese Geräte eigentlich? Was messen sie und welche Rückschlüsse lassen sich aus den aufgezeichneten Daten ziehen? Das können bald Schulklassen an der Hochschule Bremerhaven herausfinden. Medizininformatikprofessor Dr. Klaus Eickel arbeitet gemeinsam mit den Medizintechnikstudierenden Natalie Sturm und Sören Zarth im Projekt „Biosignal-Lehr-Lern-Labor“ an einem Parcours, der Schüler:innen die Welt der Biosignale näherbringt. Finanziert wird das Projekt […]
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Eine Art „Suizidprogramm“ ist Teil des Stoffwechsels jeder Zelle: Forschende untersuchen, wie die Apoptose, also der programmierte Zelltod, beeinflusst werden könnte, um Krebs oder andere schwere Erkrankungen zu behandeln. Zum Testen möglicher Wirkstoffe nutzen sie häufig Zellen von Mäusen. Veterinärmediziner:innen der Universität Leipzig haben jetzt herausgefunden, dass Rinderzellen menschlichen Zellen in bestimmten Aspekten stärker ähneln als Mauszellen und für die Entwicklung neuer Wirkstoffe genutzt werden könnten. Der Begriff Apoptose bezeichnet den Vorgang, mit dem geschädigte oder nicht mehr benötigte Zellen […]
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Wie entstehen Blutgefässe, die den Körper zuverlässig mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgen? Ein Forschungsteam der Universität Basel hat einen zentralen Mechanismus entschlüsselt, mit dem sich Zellen beim Aufbau neuer Blutgefässe zusammenschliessen. Die Studie zeigt, wie sich dabei durch Schub- und Zugkräfte einzelne Gefässabschnitte zu einem durchgängigen Blutgefäss verbinden. Die Ergebnisse vertiefen das Verständnis der Blutgefässentwicklung und liefern Grundlagen für die Entwicklung von Organoiden. Damit Blut den Körper versorgen kann, müssen sich Milliarden von Zellen zu einem weit verzweigten Gefässnetz organisieren. […]
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Für junge Patient*innen mit angeborenen Herzfehlern gehören Untersuchungen, Blutabnahmen und Verbandswechsel oft schon früh zum Klinikalltag. Um sie dabei besser zu unterstützen, setzt die Klinik für Angeborene Herzfehler und Pädiatrische Kardiologie des Universitätsklinikums Freiburg künftig eine VR-Brille ein. Möglich macht das der Elternverein Fontanherzen e.V., der die Brille Ende Juni gespendet hat. Sie soll Kinder während notwendiger medizinischer Maßnahmen ablenken und so Angst und Anspannung verringern. Als erster Patient nutzte der zehnjährige Thore die Brille. Kaum aufgesetzt, kam er aus […]
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Bonn, 23. Juli 2026 – Rund 350.000 Menschen sterben jedes Jahr in Deutschland an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung. Schätzungen gehen davon aus, dass deutschlandweit über eine Millionen Menschen mit einer unerkannten Herzerkrankung leben. Viele dieser Erkrankungen bleiben über Jahre hinweg unbemerkt – dabei sind sie häufig gut behandelbar, wenn sie früh erkannt werden. Mit dem Herz Check Bonn bringt das Universitätsklinikum Bonn (UKB) ein wissenschaftliches Projekt zur medizinischen Früherkennung direkt in die Stadtteile: Ein Jahr lang können Bonnerinnen und Bonner ab 18 […]
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Ein Forschungsteam der Universitätsmedizin Greifswald hat einen bislang unbekannten Mechanismus identifiziert, der das Verständnis der akuten Bauchspeicheldrüsen-Entzündung, der sogenannten Pankreatitis, erweitert. Die Ergebnisse der Studie wurden im internationalen Fachmagazin Molecular Biomedicine publiziert. Greifswalder Publikation im internationalen Magazin Molecular Biomedicine veröffentlicht Im Mittelpunkt der von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Untersuchung stand das Protein CLN8, welches für den Transport bestimmter Enzyme innerhalb der Zelle verantwortlich ist. So transportiert es das Enzym Cathepsin B, das letztlich in den Lysosomen landet, dem „Magen der […]
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Am Studienzentrum für Klinische Infektiologie der Klinik I für Innere Medizin der Uniklinik Köln wurde weltweit erstmals ein Patient mit HIV-Infektion mit dem neuartigen, breit-neutralisierenden Antikörper BNT351 behandelt – im Rahmen der internationalen Phase-I-Studie NCT07392372 (Sponsor: BioNTech SE). Die Uniklinik Köln ist das einzige Studienzentrum in Europa. Die Studienleitung am Standort liegt bei Prof. Dr. Clara Lehmann (Klinik I für Innere Medizin). „Wir sehen in BNT351 einen vielversprechenden Kandidaten für Behandlung und – als passive Immunisierung – Prävention der HIV-Infektion. […]
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Impulspapier: Forschungsdatenzentrum Gesundheit soll Daten zusammenführen Berlin – Die Deutsche Gesellschaft für Nephrologie e. V. (DGfN) hat ein Impulspapier für ein bundesweites Registersystem zur Nierengesundheit veröffentlicht (1). Ziel ist es, Daten zu chronischer Nierenkrankheit (CKD), Dialyse und Nierentransplantation im Forschungsdatenzentrum Gesundheit (FDZ Gesundheit) zusammenzuführen und für die Versorgungsforschung nutzbar zu machen. Damit greift die DGfN eine Forderung der Weltgesundheitsorganisation auf: Im Mai 2025 hat die Weltgesundheitsversammlung ihre Mitgliedstaaten dazu aufgerufen, die Prävention, Früherkennung und Versorgung von Nierenkrankheiten zu stärken und […]
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Wiesbaden – Prävention muss sich konsequent an medizinischer Evidenz ausrichten. Nachdem das Bundesgesundheitsministerium (BMG) in der vergangenen Woche eine Präventionsoffensive eingeleitet hat, betont die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin e. V. (DGIM), dass dieses Thema auch unter einer neuen Leitung des BMG konsequent fortgeführt werden muss. Aufklärung und Lebensstil-Appelle müssten durch frühzeitige Risikoerkennung, bei der die Ärzteschaft eine entscheidende Rolle spiele, ergänzt werden. Die DGIM habe hierzu bereits die wissenschaftliche Evidenz aus allen Schwerpunkten der Inneren Medizin zusammengetragen und dem […]
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Die Fehlfaltung des Amyloid-β-Proteins ist der stärkste blutbasierte Prädiktor für die Alzheimer-Krankheit im symptomfreien Stadium. Sie zeigt das Risiko Jahre vor der klinischen Diagnose und deutlich früher an als der weit verbreitete Plasmabiomarker P-tau 217. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie unter Leitung von Prof. Dr. Klaus Gerwert (ProDi, Ruhr-Universität Bochum). Das Forschungsteam analysierte Blutproben aus 17 Jahren von 779 Probanden der bevölkerungsbasierten ESTHER-Kohorte des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ), um die Leistungsfähigkeit führender Blutbiomarker über den gesamten Verlauf der Alzheimer-Erkrankung zu […]
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Forschende vom Deutschen Primatenzentrum – Leibniz-Institut für Primatenforschung in Göttingen liefern Hinweise auf einen möglichen Kreuzschutz durch einen bereits zugelassenen Zaire-Ebolavirus-Impfstoff. Ebolaviren zählen zu den gefährlichsten bekannten Krankheitserregern des Menschen. Drei Ebolavirus-Spezies haben wiederholt größere Krankheitsausbrüche auf dem afrikanischen Kontinent verursacht. Die meisten Ausbrüche wurden durch das Zaire-Ebolavirus ausgelöst. Für diese Virusart stehen Medikamente und Impfstoffe zur Verfügung. Gegen das Bundibugyo-Ebolavirus, den Auslöser des laufenden Ausbruchs in der Demokratischen Republik Kongo und Uganda, existieren hingegen bislang aber keine Therapeutika oder […]
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Mit einem kompakten Mikroskop wollen Bielefelder Forschende sichtbar machen, was bisher verborgen blieb, und so Krankheiten besser verstehen: Das Forschungsteam um Dr. Henning Ortkraß und Dr. Marcel Müller wird in Kürze ein Start-up gründen und das neuartige Mikroskop „Lightweaver“ auf den Markt bringen. Dafür werden sie vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie mit 1,15 Millionen Euro aus dem Programm EXIST-Forschungstransfer gefördert. „Unser Mikroskop ist ein hochkomplexes System: optisch, mechanisch und elektronisch“, erklärt Dr. Henning Ortkraß. „Wir erzielen ein mehr als […]
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