Neue Studien zu Darmkrebs
Wissenschaftler untersuchten den Zusammenhang zwischen dem Serum-Uratspiegel und dem Darmkrebs-Risiko anhand der Daten von 180 480 Studienteilnehmern. Sie stellten fest, dass ein höherer Serum-Uratspiegel mit einem geringeren Risiko für Darmkrebs einherging.
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Das Risiko für peritoneales Rezidiv nach kurativer Operation eines kolorektalen Karzinoms im Stadium II/III war unabhängig davon, ob die Operation offen oder laparoskopisch durchgeführt wurde. Zu diesem Ergebnis kamen Wissenschaftler bei ihrer Analyse von mehr als 3 000 Darmkrebs-Patienten.
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Eine Metaanalyse von 42 Studien mit über 46 000 Krebspatienten konnte zeigen, dass Krebspatienten mit höherer Muskelkraft oder besserer kardiorespiratorischer Fitness ein signifikant geringeres Sterberisiko haben. Besonders ausgeprägt war dieser Zusammenhang bei fortgeschrittenen Krebsstadien sowie bei Lungen- und gastrointestinalem Krebs.
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Gewichtsverlust erhöhte für Darmkrebs-Patienten das Risiko, zu sterben, speziell an Darmkrebs zu sterben und von einer Krankheitsprogression betroffen zu sein. Zu diesem Ergebnis kamen Wissenschaftler in einer Metaanalyse von 13 Studien.
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Patienten mit metastasiertem Darmkrebs, die bereits eine Therapie hinter sich hatten, konnten davon profitieren, wenn sie zusätzlich zu TAS-102 Bevacizumab bekamen. Im Vergleich zur Monotherapie mit TAS-102 ging die Kombinationstherapie mit einer Verbesserung des Gesamtüberlebens, des progressionsfreien Überlebens, der Ansprechrate und der Krankheitskontrollrate einher. Zu diesem Ergebnis kamen Wissenschaftler in einer Metaanalyse von 9 Studien.
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Ein systematischer Review mit qualitativer Analyse über 6 Studien fand, dass Cannabinoide vielversprechend für Appetitsteigerung und Gewicht bei älteren Personen mit Anorexie und Krebserkrankungen sind. Größere Studien müssen das tatsächliche Potential sowie Risiken speziell in Bezug zu möglichen Wechselwirkungen mit Krebstherapien evaluieren.
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Hautmetastasen von Darmkrebs sind selten, sollten aber als wichtiger Hinweis auf eine aggressive Erkrankung verstanden werden, die eine rasche Behandlung der Metastasen erfordern, so das Fazit eines systematischen Reviews mit Analyse über Nachbeobachtungsdaten zu 62 Patienten. Demnach kann die Metastasen-Behandlung einen wichtigen Unterschied im Überleben der Patienten machen.
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Eine Prähabilitation kann das Risiko postoperativer Komplikationen bei gebrechlichen Darmkrebs-Patienten signifikant senken kann, so das Fazit eines systematischen Reviews mit Metaanalyse über 5 randomisiert-kontrollierte Studien. Die begrenzte Studienlage deutet dabei auf womöglich bessere Ergebnisse, wenn nicht ausschließlich sportliche Übungen genutzt werden.
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Während einer Chemotherapie ist das Risiko für Zahnfleischentzündungen erhöht, insbesondere wenn keine unterstützenden Maßnahmen zur Mundgesundheit getroffen werden. Aktuelle Studiendaten konnten nun zeigen, dass eine ergänzende Photobiomodulationstherapie während einer Chemotherapie Zahnfleischentzündungen reduzieren und begleitende Schmerzen lindern kann.
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Werden während einer Darmspiegelung Darmpolypen entdeckt, wird dem Betroffenen empfohlen, die nächste Vorsorgeuntersuchung bereits früher wahrzunehmen, da bei ihnen von einem größeren Darmkrebs-Risiko ausgegangen wird. Forscher fanden nun heraus, dass nicht jeder Polyp das Darmkrebs-Risiko erhöht.
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Die Wirkstoffe Bevacizumab und Cetuximab kommen zusammen mit einer Chemotherapie beim metastasierten Darmkrebs zum Einsatz. Wissenschaftler stellten in der vorliegenden Studie fest, dass ältere Patienten von dieser Behandlung ebenso profitierten wie jüngere Patienten.
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Eine prospektive Kohortenstudie mit 407 618 Teilnehmer aus zwei großen Datenbanken fand, dass gesunde pflanzenbasierte Ernährung das Risiko für Multimorbidität mit Krebs und kardiometabolischen Erkrankungen bei Menschen mittleren und höheren Alters reduzieren kann.
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In der vorliegenden Studie stellten Wissenschaftler aus den USA fest, dass ungefähr einer von vier Patienten mit Darmkrebs im Alter von unter 50 Jahren eine Keimbahnmutation trug, die mit der Entstehung von Krebs zusammenhängt. Doch nur bei etwa der Hälfte dieser Patienten ließ sich dieses anhand von Krankheitsfällen in der Familie vermuten.
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Neue Meldungen aus Instituten und Kliniken
Ein internationales Expertenteam hat konkrete Empfehlungen für ein bevölkerungsweites Screening von Kindern auf Typ-1-Diabetes vorgelegt. Das jetzt im Fachjournal Diabetologia veröffentlichte Konsensuspapier beschreibt, in welchem Alter Kinder untersucht und wie durch aufeinanderfolgende Tests schrittweise eine sichere Diagnose gestellt werden kann. Ziel ist es, Typ-1-Diabetes bereits vor den ersten Symptomen zuverlässig zu diagnostizieren, das Risiko schwerer Stoffwechselentgleisungen zu verringern und eine rechtzeitige Behandlung und Unterstützung zu ermöglichen. Typ-1-Diabetes beginnt oft unbemerkt: Das Immunsystem greift die insulinproduzierenden Betazellen der Bauchspeicheldrüse an, häufig […]
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Deutscher Rheumatologiekongress 2026 vom 9. bis 12. September im Congress Center Leipzig Leipzig/Berlin – CAR-T-Zellen und sogenannte T-Zell-Engager könnten die Behandlung schwerer Autoimmunerkrankungen erweitern. Diese Therapieformen stammen aus der Behandlung bestimmter Blut- und Lymphdrüsenkrebserkrankungen (B-Zell-Lymphome, Plasmozytom). Sie werden inzwischen auch bei entzündlich-rheumatischen Erkrankungen untersucht. Erste klinische Studien zeigen: Bei Erkrankungen, die trotz bisheriger Therapien weiter aktiv bleiben, können diese Ansätze die Krankheit länger zurückdrängen – teils ohne fortlaufende Medikamente. Beobachtet wurde dies unter anderem bei systemischem Lupus erythematodes, systemischer Sklerose und […]
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Das kleinzellige Lungenkarzinom ist eine der aggressivsten Krebsarten. Gewebe-proben sind selten, realitätsnahe Mausmodelle daher unverzichtbar. Forschende um Thorsten Stiewe an der Philipps-Universität Marburg haben ein Modell entwickelt, in dem die CRISPR-Genschere einzelne Gene direkt in der Lunge aus-schaltet und so Tumoren erzeugt. Ein Leuchtsignal im Blut macht sie messbar: Wenige Tropfen genügen, um ihr Wachstum zu verfolgen – Monat für Monat, ohne Belastung durch Narkosen. Gen für Gen wird so sichtbar, welche natürlichen Bremsen versagen müssen und wo neue Therapien […]
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Die Genomsequenzierung hat die Diagnose von seltenen Krankheiten revolutioniert. Bei vielen Patientinnen reicht sie allein aber nicht für einen endgültigen Befund aus. In diesen Fällen kann die Kombination der Genomdaten mit den Proteinwerten im Blut der Patientinnen mehr Aufschluss über seltene Erkrankungen geben. Das fanden Forschende des Berlin Institute of Health in der Charité (BIH), der Queen Mary University London und von Genomics England heraus. Ihre Forschungsergebnisse haben sie jetzt im Journal Science Translational Medicine veröffentlicht. Weltweit sind Millionen von […]
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Eine neue Methode könnte künftig helfen, die wirksamste Chemotherapie bei Bauchspeicheldrüsenkrebs vorherzusagen. Im Labor soll der Effekt gängiger Wirkstoffe auf das individuelle Krebsgewebe getestet werden, bevor die Patientin oder der Patient mit einem von ihnen behandelt wird. Damit könnte schon im Vorweg die Chemotherapie ausgewählt werden, die im individuellen Fall den größten Erfolg verspricht. Bislang zeigt sich dieser Erfolg erst nach der Behandlung. Die Methode haben Forschende des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein (UKSH), Campus Lübeck, und der Universität zu Lübeck in der […]
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Forschende der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) haben einen neuen molekularen Mechanismus entdeckt, der künftig Ansatzpunkte für zielgerichtete Therapien bei Gebärmutterhalskrebs liefern könnte. Die Ergebnisse der Studie wurden im Fachjournal „Cell Death Discovery“ veröffentlicht. Gebärmutterhalskrebs zählt weltweit zu den häufigsten Krebserkrankungen bei Frauen. Obwohl durch HPV-Impfungen und Vorsorgeuntersuchungen viele Erkrankungen verhindert oder früh erkannt werden können, erkranken jedes Jahr weltweit mehr als 600.000 Frauen neu. Insbesondere für Patientinnen mit fortgeschrittenen oder therapieresistenten Tumoren werden neue molekulare Angriffspunkte dringend benötigt. Forschende der Universitätsmedizin […]
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Biologisches Geschlecht, aber auch Geschlechterrollen prägen Augenkrankheiten Berlin – Frauen verlieren häufiger ihr Augenlicht, Männer erkranken häufiger an Rot-Grün-Farbsinnstörung und beide Geschlechter reagieren unterschiedlich auf Therapie- und Vorsorgeangebote: Biologische, aber auch soziale Geschlechterunterschiede beeinflussen das Risiko für Augenerkrankungen, den Zeitpunkt der Diagnosestellung und sogar den Erfolg von Behandlungen. Doch viele dieser Faktoren finden in Forschung und Versorgung noch zu wenig Beachtung. Warum die Augenheilkunde geschlechterspezifische Unterschiede stärker in den Blick nehmen sollte, erläutern Expertinnen am 17. September 2026 auf der Vorab-Pressekonferenz anlässlich des […]
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Gutes Hören und Sehen verbindet uns mit anderen Menschen und unterstützen ein aktives, selbstständiges Leben. Hören und Sehen verbinden uns mit der Welt: mit Menschen, Orten und Informationen. Bleiben Hör- oder Sehprobleme unbehandelt, kann das den Alltag erschweren und die Gehirngesundheit beeinflussen. Anlässlich des Welt-Alzheimertags am 21. September veröffentlicht die gemeinnützige Alzheimer Forschung Initiative e. V. (AFI) den zweiten Teil ihrer dreiteiligen Presseserie zur Demenzprävention. Im Fokus stehen Hör- und Sehschwächen – zwei oft unterschätzte Risikofaktoren für die Gehirngesundheit. Unbehandelte […]
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Medikamente niemals wahllos anwenden Hannover – Rezeptfreie Schmerzmittel wie Ibuprofen, Paracetamol oder ASS gehören für viele Menschen zur Hausapotheke. Doch auch Arzneimittel, die ohne Rezept in der Apotheke vor Ort erhältlich sind, sollten nie leichtfertig angewendet werden, betont die Apothekerkammer Niedersachsen. Schmerzmittel können die Wirkung anderer Medikamente beeinflussen und in erster Linie bei einer Überdosierung unter anderem Magen, Leber oder Niere schädigen. Vor der Einnahme sollten Patientinnen und Patienten gemeinsam mit der Apothekerin oder dem Apotheker mit Blick auf ihre jeweilige […]
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Nachtsehen bereits vor dem Auftreten sichtbarer Schäden der Netzhaut beeinträchtigt, aber das Sehvermögen nahezu nicht – Ein internationales Forscherteam unter Federführung des Universitätsklinikums Bonn (UKB) und der Universität Bonn sowie der Universitäten Edinburgh, Basel und Pennsylvania hat eine bisher unbekannte Form der erblichen Netzhautdegeneration identifiziert, die durch eine spezifische Variante im EFEMP1-Gen verursacht wird. Die Erkrankung betrifft vor allem die periphere Netzhaut und die Stäbchen-Fotorezeptoren, die für das Sehen bei schwachem Licht und in der Dunkelheit zuständig sind. Wichtig ist, […]
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Berlin/Frankfurt a. M. – Mit einem aktuellen Positionspapier spricht sich die Deutsche Gesellschaft für Gefäßchirurgie und Gefäßmedizin e. V. (DGG) für eine engere und strukturiertere Zusammenarbeit von Gefäßmedizin, Angiologie und Geriatrie aus. Hintergrund ist die wachsende Zahl älterer, gebrechlicher und multimorbider Patientinnen und Patienten mit Gefäßerkrankungen, bei denen Eingriffe mit erhöhten Risiken verbunden sein können. Das gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie und der Deutschen Gesellschaft für Angiologie erarbeitete Papier zeigt Wege auf, wie durch eine engere interdisziplinäre Kooperation Patientensicherheit, Komplikationsvermeidung […]
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Wenn Medikamente verschwinden, bleiben die Betroffene hilflos zurück Fürth – Menschen mit seltenen Erkrankungen haben häufig nur wenige therapeutische Möglichkeiten. Umso schwerwiegender kann es sein, wenn ein bewährtes Medikament nicht mehr hergestellt wird. Für die Betroffenen bedeutet dies nicht selten Unsicherheit, eine notwendige Therapieumstellung und die Sorge, dass eine bislang gut funktionierende Behandlung nicht gleichwertig ersetzt werden kann. Das Netzwerk für Hypophysen- und Nebennierenerkrankungen e. V. möchte deshalb auf ein Problem aufmerksam machen, das über einzelne Erkrankungen und Medikamente hinausgeht. Unser […]
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Ein gebrochenes Sprunggelenk muss nicht immer operiert werden und auch sechs Wochen Ruhe nach einer Operation sind nicht immer erforderlich. Das ist eine der zentralen Botschaften einer im Deutschen Ärzteblatt erschienenen aktuellen Übersichtsarbeit mit dem Titel „Diagnose, Behandlung und Nachbehandlung von Sprunggelenkfrakturen“, die auf der Jahrestagung der Deutschen Assoziation für Fuß und Sprunggelenk (D.A.F.) vom 10. bis zum 12. September 2026 diskutiert wird. „Die Behandlung hat sich in den vergangenen Jahren deutlich weiterentwickelt: Stabile Brüche können häufig ohne Operation behandelt […]
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