Neue Studien zu Darmkrebs
Gewichtsverlust erhöhte für Darmkrebs-Patienten das Risiko, zu sterben, speziell an Darmkrebs zu sterben und von einer Krankheitsprogression betroffen zu sein. Zu diesem Ergebnis kamen Wissenschaftler in einer Metaanalyse von 13 Studien.
Weiter zum ausführlichen Bericht →
Patienten mit metastasiertem Darmkrebs, die bereits eine Therapie hinter sich hatten, konnten davon profitieren, wenn sie zusätzlich zu TAS-102 Bevacizumab bekamen. Im Vergleich zur Monotherapie mit TAS-102 ging die Kombinationstherapie mit einer Verbesserung des Gesamtüberlebens, des progressionsfreien Überlebens, der Ansprechrate und der Krankheitskontrollrate einher. Zu diesem Ergebnis kamen Wissenschaftler in einer Metaanalyse von 9 Studien.
Weiter zum ausführlichen Bericht →
Ein systematischer Review mit qualitativer Analyse über 6 Studien fand, dass Cannabinoide vielversprechend für Appetitsteigerung und Gewicht bei älteren Personen mit Anorexie und Krebserkrankungen sind. Größere Studien müssen das tatsächliche Potential sowie Risiken speziell in Bezug zu möglichen Wechselwirkungen mit Krebstherapien evaluieren.
Weiter zum ausführlichen Bericht →
Hautmetastasen von Darmkrebs sind selten, sollten aber als wichtiger Hinweis auf eine aggressive Erkrankung verstanden werden, die eine rasche Behandlung der Metastasen erfordern, so das Fazit eines systematischen Reviews mit Analyse über Nachbeobachtungsdaten zu 62 Patienten. Demnach kann die Metastasen-Behandlung einen wichtigen Unterschied im Überleben der Patienten machen.
Weiter zum ausführlichen Bericht →
Eine Prähabilitation kann das Risiko postoperativer Komplikationen bei gebrechlichen Darmkrebs-Patienten signifikant senken kann, so das Fazit eines systematischen Reviews mit Metaanalyse über 5 randomisiert-kontrollierte Studien. Die begrenzte Studienlage deutet dabei auf womöglich bessere Ergebnisse, wenn nicht ausschließlich sportliche Übungen genutzt werden.
Weiter zum ausführlichen Bericht →
Während einer Chemotherapie ist das Risiko für Zahnfleischentzündungen erhöht, insbesondere wenn keine unterstützenden Maßnahmen zur Mundgesundheit getroffen werden. Aktuelle Studiendaten konnten nun zeigen, dass eine ergänzende Photobiomodulationstherapie während einer Chemotherapie Zahnfleischentzündungen reduzieren und begleitende Schmerzen lindern kann.
Weiter zum ausführlichen Bericht →
Werden während einer Darmspiegelung Darmpolypen entdeckt, wird dem Betroffenen empfohlen, die nächste Vorsorgeuntersuchung bereits früher wahrzunehmen, da bei ihnen von einem größeren Darmkrebs-Risiko ausgegangen wird. Forscher fanden nun heraus, dass nicht jeder Polyp das Darmkrebs-Risiko erhöht.
Weiter zum ausführlichen Bericht →
Die Wirkstoffe Bevacizumab und Cetuximab kommen zusammen mit einer Chemotherapie beim metastasierten Darmkrebs zum Einsatz. Wissenschaftler stellten in der vorliegenden Studie fest, dass ältere Patienten von dieser Behandlung ebenso profitierten wie jüngere Patienten.
Weiter zum ausführlichen Bericht →
Eine prospektive Kohortenstudie mit 407 618 Teilnehmer aus zwei großen Datenbanken fand, dass gesunde pflanzenbasierte Ernährung das Risiko für Multimorbidität mit Krebs und kardiometabolischen Erkrankungen bei Menschen mittleren und höheren Alters reduzieren kann.
Weiter zum ausführlichen Bericht →
Literatur-Newsletter-Anmeldung
Medical NEWS Report
Hier können Sie sich für unseren Literatur-Newsletter anmelden. →
In der vorliegenden Studie stellten Wissenschaftler aus den USA fest, dass ungefähr einer von vier Patienten mit Darmkrebs im Alter von unter 50 Jahren eine Keimbahnmutation trug, die mit der Entstehung von Krebs zusammenhängt. Doch nur bei etwa der Hälfte dieser Patienten ließ sich dieses anhand von Krankheitsfällen in der Familie vermuten.
Weiter zum ausführlichen Bericht →
Die totale mesorektale Extension ist eine wichtige operative Behandlungsoption für lokal fortgeschrittenen oder Hochrisiko-Enddarmkrebs nach der adjuvanten Chemotherapie. Bei 15 – 27 % der Patienten wird bereits nach der Chemotherapie eine vollständige pathologische Remission erreicht. Dabei ist jedoch unklar, ob eine pathologische Remission mit chirurgischen Komplikationen nach der Operation in Verbindung steht. In einer Meta-Analyse haben Wissenschaftler den Zusammenhang untersucht und keine Korrelation zwischen der pathologischen Remission und postoperativen Komplikationen festgestellt.
Weiter zum ausführlichen Bericht →
Anhand von Prognosefaktoren kann der wahrscheinliche Verlauf einer Krebserkrankung abgeschätzt werden. Grundlage sind Studien, bei denen Patienten über längere Zeit beobachtet wurden und analysiert wurde, ob anhand der vorliegenden Untersuchungsergebnisse zuverlässige Hinweise auf den späteren Krankheitsverlauf möglich sind.
Weiter zum ausführlichen Bericht →
Der Aufenthalt in begrünten Umgebungen hat einen signifikanten schützenden Effekt gegenüber Morbus Crohn sowie einen möglichen Schutzeffekt vor Durchfallerkrankungen, jedoch keinen nachweisbaren Einfluss auf Colitis ulcerosa oder Dickdarmkrebs. Mögliche Mechanismen sind bessere Luftqualität, eine höhere mikrobielle Vielfalt und geringerer Stress.
Weiter zum ausführlichen Bericht →
Neue Meldungen aus Instituten und Kliniken
Das Uniklinikum Dresden beteiligt sich am bundesweiten Modellvorhaben Genomsequenzierung. Die Analyse des Erbguts hilft bei Identifikation genetischer Veränderungen, die erkrankungsverursachend sind. Patientinnen und Patienten erhalten damit gezielte Behandlungs- und Versorgungsempfehlungen. Das Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden unterstützt Patientinnen und Patienten mit einer bisher unbekannten Erkrankungsursache bei Seltenen und bei Onkologischen Erkrankungen. Dafür ist der Maximalversorger am Modellvorhaben Genomsequenzierung beteiligt – einem seit 2024 bundesweit laufenden Projekt zur umfassenden Diagnostik und Therapiefindung mittels Genomsequenzierung gemäß § 64 e SGB V. Mittels […]
Weiter zur kompletten Gesundheitsnachricht →
Forschende des Exzellenzclusters für Alternsforschung CECAD der Universität zu Köln haben herausgefunden, dass das Lipid namens Cardiolipin essenziell ist, um die Immunreaktion im Darm unter Kontrolle zu halten. Diese Erkenntnisse eröffnen eine neue Sichtweise auf Entzündungen und können Aufschluss darüber geben, warum Krankheiten bei verschiedenen Patienten sehr unterschiedlich verlaufen Entzündliche Darmerkrankungen entstehen, wenn das empfindliche Gleichgewicht zwischen Darm, Immunsystem und Mikrobiota gestört wird. Bislang war jedoch unklar, ob schädliche Mikroben oder Defekte in den körpereigenen Immunzellen der Hauptauslöser für diese […]
Weiter zur kompletten Gesundheitsnachricht →
Individuelle Placebo-Reaktionen sagen langfristige Behandlungserfolge voraus Erwartungen spielen eine entscheidende Rolle bei der Behandlung von Depressionen. Eine neue Studie von Wissenschaftler:innen des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) zeigt nun: Menschen mit Depression, die kurzfristig besonders stark auf Placebo-Behandlungen reagieren, profitieren auch langfristig stärker von Behandlungserwartungen. Die Ergebnisse, die im Fachmagazin Translational Psychiatry veröffentlicht worden sind, liefern wichtige Hinweise darauf, wie Behandlungen künftig individueller und wirksamer gestaltet werden könnten. „Unsere Ergebnisse zeigen, dass Erwartungen zentrale Prozesse der Emotionsverarbeitung beeinflussen können. Das ist besonders […]
Weiter zur kompletten Gesundheitsnachricht →
Die bisher bekannten gewordenen Pläne von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken für eine Pflegereform würden das Armutsrisiko für Pflegeheimbewohnende weiter verschärfen. Das zeigt ein aktuelles Kurzgutachten des Bremer Gesundheitsökonom Prof. Heinz Rothgang im Auftrag der DAK-Gesundheit. Wird die Auszahlung der Zuschüsse für Pflegeheimbewohnende künftig merklich nach hinten geschoben, käme dies laut DAK-Sonderanalyse einer Leistungskürzung gleich. Durch die Pflegereform würde der durchschnittliche Eigenanteil von Betroffenen sofort um 161 Euro im Monat steigen. In den ersten viereinhalb Jahren stationärer Pflege würden die Kürzungen nach […]
Weiter zur kompletten Gesundheitsnachricht →
Forschende am Heidelberger Standort des Deutschen Zentrums für Lungenforschung (DZL) haben gemeinsam mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern des Massachusetts General Hospital und der Harvard Medical School in Boston einen neuen immuntherapiebasierten Ansatz zur Behandlung der Lungenfibrose identifiziert: Durch die Reaktivierung von natürlichen Killerzellen (NK-Zellen) können seneszente Fibroblasten beseitigt, Vernarbungen rückgängig gemacht und die Fähigkeit der Lunge zur Selbstheilung wiederhergestellt werden. Seneszente Fibroblasten: zentrale Treiber von Lungenvernarbung und gestörter Reparatur Bei fibrotischen Lungenerkrankungen ist die Fähigkeit der Lunge, sich zu regenerieren und […]
Weiter zur kompletten Gesundheitsnachricht →
Die gemeldeten Hantavirus-Fälle im Zusammenhang mit einem Kreuzfahrtschiff wurden durch das in Südamerika vorkommende Andesvirus hervorgerufen. Medizinisch ist dieses Ereignis auffällig, weil bei diesem Virus in seltenen Fällen eine Übertragung von Mensch zu Mensch beschrieben wurde und dies auch hier möglicherweise eine Rolle gespielt hat. Nach aktueller Einschätzung handelt es sich jedoch um ein eher seltenes und lokal begrenztes Ereignis. Für die in Europa vorkommenden Hantaviren ist eine Übertragung von Mensch zu Mensch bislang nicht bekannt. Die Situation in Deutschland […]
Weiter zur kompletten Gesundheitsnachricht →
Eine erneute Gewichtszunahme nach einem Gewichtsverlust, allgemein bekannt als „Jo-Jo-Effekt“, wird oft als schädlich dargestellt, sogar als schädlicher als anhaltendes Übergewicht. Eine neue umfassende Analyse, die in ‚The Lancet Diabetes & Endocrinology‘ veröffentlicht wurde, legt jedoch nahe, dass diese weit verbreitete Auffassung nicht durch stichhaltige wissenschaftliche Belege gestützt wird. In einem Gastbeitrag setzen sich die Professoren Faidon Magkos von der Universität Kopenhagen und Norbert Stefan vom Deutschen Zentrum für Diabetesforschung (DZD), dem Universitätsklinikum Tübingen und Helmholtz Munich kritisch mit jahrzehntelanger […]
Weiter zur kompletten Gesundheitsnachricht →
DFG fördert zwei Sonderforschungsbereiche (SFB) an der HHU Die Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) feiert einen großen Erfolg: Wie die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) bekannt gab, fördert sie künftig den standortübergreifendem Sonderforschungsbereich 1774 „CARDIO-DIABETES-CROSSTALK“. Das Forschungsprojekt der HHU, des Universitätsklinikums Düsseldorf (UKD), des Deutschen Diabetes Zentrums (DDZ) und Partnern in München, Münster und Tübingen untersucht den Zusammenhang von Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Ebenfalls weiter gefördert wird der SFB-Transregio TRR 341 „Ökologische Genetik der Pflanzen“. Ziel ist es, die genetischen Grundlagen für das Überleben und […]
Weiter zur kompletten Gesundheitsnachricht →
„Revolution der Mittel – Realität der Menschen“60. Diabetes Kongress der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) vom 13. bis 16. Mai 2026 Berlin – Die Volkskrankheit Diabetes Typ 2 tritt häufig nicht allein auf: Etwa 70 Prozent aller daran erkrankten Menschen haben auch eine sogenannte metabolische Dysfunktion-assoziierte steatotische Lebererkrankung (MASLD). Sie erhöht nicht nur das Risiko für Leberzirrhose und Leberkrebs, sondern steht auch mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Nierenschäden und weiteren schweren Folgeerkrankungen in Verbindung. Auf dem Diabetes Kongresses 2026 der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG), der […]
Weiter zur kompletten Gesundheitsnachricht →
Bei einer sogenannten IgLON5-Enzephalitis attackiert das Immunsystem fälschlicherweise Zellen im Gehirn. Infolgedessen kommt es zur Hirnentzündung und Nervenschädigung, was sich durch Schlafstörungen, kognitive Einbußen und Bewegungsprobleme bemerkbar machen kann. Forschende des DZNE und der Charité – Universitätsmedizin Berlin haben nun grundlegende Mechanismen dieser seltenen jedoch schwerwiegenden neurodegenerativen Erkrankung aufgedeckt. Ihre Befunde, die auf Studien an Zellkulturen, Mäusen und Antikörpern betroffener Personen beruhen, sind im Fachjournal „Science Advances“ veröffentlicht. Bei der Erkrankung greifen fehlgeleitete Antikörper ein bestimmtes Protein auf der Zelloberfläche […]
Weiter zur kompletten Gesundheitsnachricht →
Forschende der FAU zeigen konzeptionelle Schwächen etablierter Verfahren auf Die elektrische Stimulation des Rückenmarks, etwa nach einer Querschnittslähmung, hat in den vergangenen Jahren große Fortschritte gemacht. Hochfrequente Stimulationspulse, die in vielen aktuellen Anwendungen eingesetzt werden, aktivieren jedoch offenbar weniger effizient jene Nervenfasern, die vermutlich entscheidend zu therapeutischen Effekten beitragen. Zu diesem Schluss kommt eine Studie, die von einem internationalen Team unter Beteiligung der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) durchgeführt wurde. Durch elektrophysiologische Untersuchungen am Menschen sowie hochdetaillierte Computermodelle des menschlichen Körpers konnten […]
Weiter zur kompletten Gesundheitsnachricht →
Mangelernährung gilt auch hierzulande als unterschätztes Gesundheitsproblem – gerade bei älteren Menschen. Vor diesem Hintergrund hat ein neuer Cochrane Review untersucht: Wenn Senior*innen, die von Mangelernährung bedroht oder bereits mangelernährt sind, wegen einer Verletzung oder einer Erkrankung ins Krankenhaus aufgenommen werden – können ihnen dann gezielte orale Ernährungsmaßnahmen helfen? Sein Ergebnis, kurz zusammengefasst: Trinknahrung „für besondere medizinische Zwecke“ statt der Standardversorgung senkt möglicherweise das Sterberisiko und das Risiko für schwerwiegende Komplikationen innerhalb von einem Monat bzw. bis zur Entlassung. Für […]
Weiter zur kompletten Gesundheitsnachricht →
Hamburg – Obwohl die Infektionskrankheit Lassafieber zum Tod führen kann, fehlen Therapieoptionen mit bestätigter Wirksamkeit. Forschende des Bernhard-Nocht-Instituts für Tropenmedizin (BNITM) und des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) haben nun federführend erstmals eine randomisierte klinische Studie mit dem neuen Wirkstoffkandidaten Favipiravir durchgeführt. Die vielversprechenden Ergebnisse sind in der Fachzeitschrift Nature Medicine erschienen. Das Lassa-Virus löst beim Menschen Lassafieber aus, eine schwere Infektionskrankheit, die in Westafrika heimisch ist. Sie gehört zu der Gruppe der viral-hämorrhagischen Fieber, das heißt, sie kann innere Blutungen auslösen. Jährlich […]
Weiter zur kompletten Gesundheitsnachricht →