Neue Studien zu Demenz / Alzheimer
Menschen mit Schlaflosigkeit haben ein erhöhtes Risiko, an einer Form von Demenz zu erkranken, fand ein systematischer Review mit Metaanalyse über 16 Studien. Allerdings erhöhen nicht alle Formen von Schlafstörungen das Demenzrisiko. Frühes Erwachen, Einschlaf- oder Durchschlafstörungen zeigten keinen Zusammenhang mit Demenzerkrankungen.
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Lichttherapie mit 500 nm blau-grünem Licht zeigt bei Menschen entlang des Alzheimer-Kontinuums unterschiedliche Wirkungen auf die kognitive Leistungsfähigkeit. Bei fortgeschrittenen Demenzsymptomen war die Lichttherapie wirksamer als in früheren Stadien. Andere Faktoren wie Alter, Bildung oder genetische Prädisposition hatten keinen erkennbaren Einfluss.
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Eine Metaanalyse über 29 Studien mit über 1,4 Millionen Menschen zeigte, dass körperliche Aktivität das Risiko für Alzheimer-Demenz signifikant senken kann. Die Risikosenkung war bei Älteren, Normalgewichtigen sowie Menschen ohne genetisches Risiko besonders deutlich.
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Eine aktuelle Metaanalyse konnte zeigen, dass sitzendes Verhalten das Demenzrisiko um 17 % erhöht, insbesondere bei hohem Fernsehkonsum. Die vor dem Computer verbrachte Zeit zeigte hingegen keinen signifikanten Zusammenhang mit dem Demenzrisiko.
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Die EXERT-Studie zeigte, dass regelmäßige Bewegung das Gedächtnis und die Gehirngesundheit bei älteren Menschen mit Gedächtnisproblemen stabilisieren kann. Unterschiede im Hinblick auf die Trainingsintensität wurden nicht festgestellt. Beide Gruppen zeigten über einen Zeitraum von 12 Monaten keine kognitiven Verschlechterungen.
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Eine Kohortenstudie über 6 Millionen Menschen fand, dass Cannabismissbrauch, der zur klinischen Akutbehandlung führt, mit höherem Risiko für eine neue Demenzdiagnose innerhalb von 5 Jahren assoziiert ist. Das Risiko einer Demenz war nach Alkoholmissbrauch, der zur klinischen Behandlung führte, sogar um 31 % höher als nach Cannabismissbrauch. Ob Cannabismissbrauch mit Klinik als Folge zu einer Demenz führt oder eventuell ein frühes Symptom einer Demenz darstellen kann, werden andere Studien klären müssen.
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Dieser systematische Review zeigt, dass Messungen von Gangbild und Stabilität der Körperhaltung einen Hinweis auf das Sturzrisiko bei älteren Menschen mit Demenzerkrankung geben können. Diese Hinweise in klarere Anleitungen für die Praxis umzumünzen wird nun der nächste notwendige Schritt sein, um zukünftig besser die Sturzgefahr bei Patienten im Blick zu behalten und eventuell gezielter vorbeugen zu können.
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Aktuelle Forschungsdaten zeigen, dass eine Grippeimpfung das Risiko für Demenz bei Menschen mit hohem Erkrankungsrisiko senken kann. Ein stärkerer Schutzeffekt trat bei mehrfacher Impfung auf.
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Um Patienten möglichst früh die bestmögliche, auf ihre spezifische Erkrankung zugeschnittene Therapieoptionen zu geben wäre ein günstiges, nicht-invasives Diagnosemittel wertvoll. Wissenschaftler um Prof. Cheng am Neurologischen Institut der Tianjin Medizinischen Universität in China untersuchten mit chinesischen und amerikanischen Kollegen eine weitere Quelle für Hinweise auf eine Alzheimererkrankung: den Urin.
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Diese Untersuchung französischer Krankenhauspatienten fand, dass Alkoholmissbrauch bzw. Alkoholkrankheit ein wesentlicher Risikofaktor für Demenzerkrankungen ist. Dabei fiel besonders ein erhöhtes Risiko für früh einsetzende Demenz bei Alkoholkranken auf. Die regelmäßige Gesundheitsvorsorge sollte daher auch eine Abklärung des Alkoholkonsums beinhalten um bei Bedarf früher medizinisch und therapeutisch einzugreifen.
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Diese Studie zeigte, dass die Behandlung von Demenzsymptomen bei älteren Patienten mehr bringt, als nur eine Eindämmung mancher Symptome. Es handelt sich, bei nicht zu stark betroffenen Patienten, um eine lebensverlängernde Therapie. Welche Therapieansätze hierbei besonders hilfreich sind, sollte nun in weiteren Studien geklärt werden.
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Eine aktuelle Studie hat den Zusammenhang zwischen der Einnahme des Cholesterinsenkers Atorvastatin und der Gedächtnisfunktion untersucht. Die Ergebnisse zeigten, dass Atorvastatin möglicherweise das Risiko eines Gedächtnisverlusts senken kann, allerdings auch unerwünschte Nebenwirkungen im kognitiven Bereich auftreten können.
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Neue Meldungen aus Instituten und Kliniken
Studie der FAU rückt eine bestimmte Gruppe von Immunzellen als Bindeglied in den Fokus Menschen mit einer Neurodermitis entwickeln im Laufe der Zeit häufig zusätzlich ein allergisches Asthma. Der Grund dafür ist noch weitgehend unklar. Zwei Publikationen der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) rücken nun bestimmte Immunzellen als Verantwortliche in den Fokus, die basophilen Granulozyten. In einer Studie* unterbanden die Forschenden die Bildung dieser Zellen, während gereizte Haut mit einem Allergen in Kontakt war. Die Entzündungs-Reaktion führte bei den Tieren daraufhin nicht […]
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Ein bundesweites Projekt verbindet medizinische, psychosoziale und genetische Aspekte der Versorgung nach einem Herz-Kreislauf-Stillstand. Die Leitung liegt beim Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, das Zentrum für plötzlichen Herztod und Kardiogenetik an der Universitätsmedizin Frankfurt bringt seine besondere Expertise in der genetischen Ursachenklärung und der Prävention für Angehörige ein. Die Reanimation war erfolgreich, der Patient hat überlebt. Doch die medizinische Akutversorgung ist nur der erste Schritt. Viele Betroffene benötigen langfristige Unterstützung, um mit den körperlichen und psychischen Folgen umzugehen. Genauso wichtig bleibt zu klären: […]
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Tübinger Forschungsteam entschlüsselt einen bislang unbekannten Abwehrmechanismus Wie wehren sich menschliche Zellen gegen das Ebolavirus – und wie gelingt es dem Virus, diese Abwehr zu umgehen? Ein Forschungsteam des Universitätsklinikums Tübingen hat gemeinsam mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern in Hamburg und Greifswald einen bislang unbekannten Abwehrmechanismus identifiziert: Das Zellprotein CD81 kann bestimmte Schritte einer Ebola-Infektion hemmen. Gleichzeitig nutzt das Virus zwei seiner eigenen Proteine, um CD81 entgegenzuwirken. Die Ergebnisse wurden im Fachjournal The EMBO Journal veröffentlicht und könnten langfristig neue Perspektiven […]
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Überlebende Krebszellen zeigen nach Chemotherapie zeitlich begrenzte Schwachstellen / Ansatz könnte neue Behandlungsstrategien gegen Rückfälle ermöglichen / Publikation in Cell Metabolism Einige Leukämiezellen überstehen selbst eine intensive Chemotherapie und können später einen Rückfall auslösen. Ein neues Forschungskonzept beschreibt nun, wie gerade dieser Überlebenskampf der Zellen vorübergehende Schwachstellen erzeugen könnte. Die Idee: Eine erste Therapie versetzt Krebszellen in einen besonderen Zustand, den eine zweite, zeitlich abgestimmte Behandlung gezielt ausnutzt. Das Konzept wurde am 3. November 2026 im Fachmagazin Cell Metabolism vorgestellt. […]
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Im Journal of Health Monitoring sind am 4.11.2026 zwei Beiträge mit neuen Daten aus dem Robert Koch-Institut zur Schlafdauer und zur Häufigkeit und Dauer des Mittagsschlafs erschienen, außerdem ein systematischer Review zu psychosozialen Co-Benefits, die mit klimapolitischen Maßnahmen einhergehen. Eine anhaltend zu kurze oder zu lange Schlafdauer ist mit einer Vielzahl gesundheitlicher Risiken assoziiert. Auch ein Mittagsschlaf als 60 Minuten oder mehr wird mit negativen gesundheitlichen Folgen in Verbindung gebracht. In ihrer Arbeit zur Schlafdauer stellen die Forschenden aus dem […]
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20. Diabetes Herbsttagung der Deutschen Diabetes Gesellschaft vom 13. bis 14. November 2026 Moderne Technik entlastet Frauen, nimmt ihnen aber nicht alle Therapieentscheidungen ab Dresden – In der zweiten Zyklushälfte wirkt Insulin bei vielen Frauen mit Typ-1-Diabetes weniger stark: Sie benötigen mehr Insulin, um ihre Blutzuckerwerte im Zielbereich zu halten. Eine Beobachtungsstudie mit 77 Frauen und 380 Menstruationszyklen zeigt, dass in dieser Phase trotz automatisierter Insulinabgabe sowohl die tägliche Insulinmenge als auch die durchschnittlichen Blutzuckerwerte höher waren (1). Die individuellen […]
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BVF und Projekt: Grippeschutz informieren über Influenza-Impfschutz in der Schwangerschaft München/Berlin: Die Impfquote in Deutschland ist zu niedrig. Lediglich 23 Prozent der Schwangeren waren in der Saison 2024/2025 gegen Grippe geimpft (1). Der Berufsverband der Frauenärztinnen und Frauenärzte e. V. (BVF) und das Projekt: Grippeschutz weisen zu Beginn der Impfsaison jetzt im Herbst deutlich auf das erhöhte Erkrankungsrisiko in der Schwangerschaft und den doppelten Nutzen der Grippeimpfung hin: Die Impfung senkt das Risiko schwerer Verläufe bei der werdenden Mutter und […]
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Amelie Schmidt erforscht, wie digitale Angebote die Schmerztherapie ergänzen können. Für die Entwicklung einer app-gestützten Nachbehandlung chronischer Schmerzen bei Kindern und Jugendlichen wurde die Doktorandin der Universität Witten/Herdecke jetzt mit dem Förderpreis für Schmerzforschung ausgezeichnet. Die Doktorandin Amelie Schmidt von der Universität Witten/Herdecke (UW/H) ist mit dem Förderpreis für Schmerzforschung der Deutschen Schmerzgesellschaft ausgezeichnet worden. Sie erhielt den mit 7.000 Euro dotierten ersten Preis in der Kategorie „Klinische Forschung“ für ihre wissenschaftliche Publikation zur app-gestützten Nachbehandlung von Kindern und Jugendlichen […]
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Würzburger Neurologen werteten mehr als 2.000 Gespräche mit jAImes aus. Die Ergebnisse zeigen, wie sicher der KI-Assistent ist und warum eine kontinuierliche Kontrolle wichtig bleibt Würzburg. Wer kennt es nicht: Man sitzt vor seiner Ärztin oder seinem Arzt, hat ein Dutzend Fragen, aber nicht genügend Zeit, diese zu stellen, traut sich nicht, vergisst die Hälfte oder man kann sich die Antworten nicht richtig merken. Zwar können klassische Suchmaschinen wie Google oder Dialoge mit KI-gestützten Chatbots wie ChatGPT hilfreiche Informationen zur […]
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Magen-Darm-Tumoren sind weltweit für mehr als ein Drittel aller krebsbedingten Todesfälle verantwortlich. Eine wichtige Rolle bei der körpereigenen Abwehr könnten sogenannte MAIT-Zellen spielen. Sie erkennen und zerstören Tumorzellen, doch im Tumorgewebe ist ihre Funktion oft eingeschränkt. Ein Forschungsteam der Charité – Universitätsmedizin Berlin unter der Leitung von Katja Kotsch untersuchte sie nun bei fünf Krebsarten des Magen-Darm-Trakts: Auf MAIT-Zellen im Tumor ist der aktivierende Rezeptor NKG2D bei allen fünf verringert. Beim Leberzellkarzinom (HCC) hängt dies zudem mit dem Überleben der […]
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Zweifel an der Evidenz streuen, Kritiker:innen diskreditieren, Regulierung als Eingriff in die Freiheit darstellen: Das Geschäftsmodell sozialer Medien ähnelt jenem der Tabakindustrie, sagt ÖAW-Mitglied Barbara Prainsack. Im Interview erklärt sie, wo die nationale Gesetzgebung an ihre Grenzen stößt und warum ein globales Abkommen der WHO nötig wäre. Soziale Medien sind nicht dasselbe wie Zigaretten, aber die Parallelen sind auffällig: Auch die Tabakindustrie säte jahrzehntelang Zweifel an der Evidenz, bevor Staaten mit reagierten. Heute, so Barbara Prainsack, stehen wir bei Social […]
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Die Pilzsaison hat dieses Jahr spät begonnen. Doch beim Sammeln ist Vorsicht geboten – nicht jeder Pilz ist essbar. In der MHH behandeln Ärztinnen und Ärzte derzeit erneut Opfer lebensgefährlicher Pilzvergiftungen. Die Medizinische Hochschule Hannover (MHH) meldet eine Zunahme schwerer Vergiftungsfälle. Diesen Herbst erlitten bisher vier Patienten eine Pilzvergiftung. Zwei überlebten dank eines Gegengifts, einer erhielt erfolgreich eine neue Leber. Der vierte Patient starb. Hauptverursacher der Vergiftungen ist der Knollenblätterpilz. Viele Betroffene stammen aus Ländern wie Russland, der Ukraine, dem […]
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Wie erkennt das menschliche Immunsystem Archaeen, die natürlicherweise im Darm vorkommen? Ein Forschungsteam des Forschungszentrums Borstel, Leibniz Lungenzentrum (FZB) und der Medizinischen Universität Graz hat untersucht, wie Immunzellen auf die beiden häufig vorkommenden Darmarchaeen Methanosphaera stadtmanae und Methanobrevibacter smithii reagieren. Dabei zeigte sich, dass beide ein ähnliches Immunprogramm auslösen, sich jedoch hinsichtlich der Geschwindigkeit und Stärke der Immunaktivierung unterscheiden. Entscheidend ist offenbar die Menge der archaeellen RNA, die in die Immunzellen gelangt. Archaeen sind eine eigenständige Gruppe von Mikroorganismen, die […]
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