Neue Studien zu Prostatakrebs
Eine retrospektive Kohortenstudie fand über 10 Jahre kein höheres Risiko für Prostatakrebs mit einer Testosteron-Ersatztherapie bei Männern mit familiär erhöhtem Prostatakrebs-Risiko und Testosteronmangel. Ebenso war das Risiko für eine aktive Behandlung von Prostatakrebs nicht unterschiedlich bei Männern mit und ohne Testosteron-Ersatztherapie.
Weiter zum ausführlichen Bericht →
PSMA-TAT wies in einem systematischen Review mit Metaanalyse über 18 Studien vielversprechende Wirksamkeit mit akzeptablem Sicherheitsprofil bei der Behandlung von metastasierendem Prostatakrebs mit Kastrationsresistenz auf. Die Autoren sehen Bedarf für randomisiert-kontrollierte Studien zur Optimierung des Behandlungsprotokolls für die klinische Praxis.
Weiter zum ausführlichen Bericht →
Aktuelle Studienergebnisse zeigen, dass eine proteinreiche Nahrungsergänzung den Gewichtsverlust während einer Krebstherapie verringern könnte. Die Nahrungsergänzung verbesserte zudem die Muskelkraft und reduzierte die Krankenhauseinweisungsrate, jedoch wurde die Qualität der bisherigen Studien bemängelt.
Weiter zum ausführlichen Bericht →
Eine Analyse der PEACE-1-Studie fand, dass bei Patienten mit de novo metastasiertem kastrationssensitivem Prostatakrebs die Kombination von Radiotherapie mit der Standardbehandlung plus Abirateron keinen signifikanten Einfluss auf das Gesamtüberleben hatte. Allerdings verbesserte sie die radiografische progressionsfreie Überlebenszeit und reduzierte urogenitale Komplikationen signifikant, ohne die Gesamttoxizität zu erhöhen. Die Autoren erwarten daher, dass Radiotherapie künftig in die Standardbehandlung integriert wird.
Weiter zum ausführlichen Bericht →
Die Sicherheitsprofil-Analyse einer Phase-3-Studie fand, dass unerwünschte Ereignisse unter Talazoparib plus Enzalutamid generell zu managen waren. Dies schloss sowohl die Gesamtgruppe der Patienten mit metastasiertem kastrationsresistentem Prostatakrebs ein (n = 389) als auch HRR-defiziente Patienten (homologe rekombinante Reparatur; n = 198).
Weiter zum ausführlichen Bericht →
Die Sekundär-Analyse der Phase-3-Studie SPARTAN deutet auf mögliche Vorteile einer Prostata-gerichteten lokalen Therapie vor der Behandlung mit Apalutamid bei nicht-metastasierendem kastrationsresistentem Prostatakrebs. Speziell das Metastasen-freie Überleben unterschied sich signifikant zwischen den Gruppen. Weitere Studien müssen dies nun gezielt überprüfen.
Weiter zum ausführlichen Bericht →
In einer nachträglichen exploratorischen Analyse der klinischen Studie SPARTAN zeigten sich keine Nachteile häufiger Komedikationen für die Wirksamkeit von Apalutamid in Bezug auf das Gesamtüberleben und Metastasen-freie Überleben bei nicht-metastasierendem kastrationsresistentem Prostatakrebs. Tatsächlich konnte hingegen ein verlängertes Metastasen-freies Überleben in Patientengruppen gezeigt werden, die neben der Apalutamid-Therapie ebenfalls mit Metformin oder ACEI behandelt wurden.
Weiter zum ausführlichen Bericht →
Eine längere Androgen-Deprivationstherapie über 24 Monate zur postoperativen Radiotherapie kann bei Prostatakrebs nach einer randomisiert-kontrollierten Studie mit 1 523 Patienten das Metastasen-freie Überleben im Vergleich zu einer kurzen ADT über 6 Monate verbessern, wenn Patienten die zusätzliche Dauer unerwünschter Ereignisse akzeptieren können.
Weiter zum ausführlichen Bericht →
Eine prospektive klinische Studie der Phase 2 mit 100 Patienten demonstrierte eine geringe Inzidenz später unerwünschter Ereignisse bei der moderat hypofraktionierten Protonentherapie bei lokalem Prostatakrebs.
Weiter zum ausführlichen Bericht →
Literatur-Newsletter-Anmeldung
Medical NEWS Report
Hier können Sie sich für unseren Literatur-Newsletter anmelden. →
In einer Metaanalyse über 18 Kohortenstudien mit insgesamt 592 853 Teilnehmern wurde der Zusammenhang zwischen chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen und Prostatakrebsrisiko untersucht. Chronisch-entzündliche Darmerkrankung ist demnach generell mit höherem Risiko für Prostatakrebs assoziiert. Eine Untergruppenanalyse bestätigte diesen Zusammenhang für Colitis Ulcerosa, aber nicht für Morbus Crohn.
Weiter zum ausführlichen Bericht →
Die Phase-III-Studie „VISION“ prüfte das Radiopharmakons 177Lu-PSMA-617 bei metastasiertem, kastrationsresistentem Prostatakrebs. Die Zeit bis zum Auftreten von Komplikationen im Zusammenhang mit Metastasen im Knochengewebe (Skeletal-Related Events, SRE) war unter 177Lu-PSMA-617 signifikant kürzer als mit der Standardbehandlung, bei längerem Erhalt der gesundheitsbezogenen Lebensqualität.
Weiter zum ausführlichen Bericht →
Eine kontrollierte Phase-II-Studie mit 157 Patienten mit oligometastasiertem hormonsensitivem Prostatakrebs zeigte eine höhere biochemische Ansprechrate, vollständige biochemische Ansprechrate und progressionsfreie Überlebensrate mit stereotaktischer Bestrahlung (SBRT) zusätzlich zur Hormontherapie mit Abirateron.
Weiter zum ausführlichen Bericht →
In dieser Kohortenstudie mit 2 062 Männern mit Prostatakrebs war die stärker pflanzliche Ernährung nach der Krebsdiagnose mit einem niedrigeren Risiko für einen Fortschritt des Prostatakrebses assoziiert.
Weiter zum ausführlichen Bericht →
Neue Meldungen aus Instituten und Kliniken
Orthopäden und Unfallchirurgen geben Rücken-Tipps für Kinder und Jugendliche Nicht der Schulranzen, sondern Bewegungsmangel und die zunehmende Nutzung von Tablets, Laptops und Smartphones belasten den Rücken von Kindern und Jugendlichen am stärksten. Darauf weist die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) zum Schulstart hin. Wer den Schulranzen oder Rucksack richtig trägt, im Sitzen regelmäßig die Haltung wechselt und den Schulalltag mit ausreichend Bewegung ausgleicht, kann Rückenschmerzen vorbeugen. „Schmerzen im Rücken entstehen häufig, wenn Kinder und Jugendliche über längere Zeit […]
Weiter zur kompletten Gesundheitsnachricht →
Das EU-geförderte Projekt BRISA entwickelt innovative Lösungen, um die Belastung von Beschäftigten mit krebserzeugenden und anderen gefährlichen, luftgetragenen Stoffen in der Industrie zu reduzieren. Dafür kombiniert das Projekt sichere und nachhaltige Materialien und Prozesse mit Echtzeit-Monitoring, künstlicher Intelligenz und Schulungen. Das Fraunhofer ITEM bringt seine Expertise in der Bewertung gesundheitlicher Risiken durch chemische Stoffe und luftgetragene Partikel ein, und unterstützt das Projekt als wissenschaftlicher »Safety Gatekeeper« bei der Entwicklung sicherer Lösungen. Luftverschmutzung ist nach wie vor die wichtigste umweltbedingte Ursache […]
Weiter zur kompletten Gesundheitsnachricht →
Unter medizinischer Leitung des Universitätsklinikums Freiburg arbeitet ein Verbund aus Instituten und Firmen daran, eine vielversprechende, personalisierte Zelltherapie gegen Krebs leichter herzustellen Personalisierte Zelltherapien gegen Krebs sicherer, wirksamer und schneller herstellen: Das ist das Ziel des Forschungsverbunds RepTIL unter medizinischer Leitung des Universitätsklinikums Freiburg. Im Mittelpunkt stehen sogenannte Tumor-infiltrierende Lymphozyten (TIL) – körpereigene Immunzellen, die aus dem Tumorgewebe gewonnen, im Labor vermehrt und den Patient*innen anschließend zur Krebsbekämpfung zurückgegeben werden. Solche Therapien gelten als vielversprechend, ihre Herstellung ist bislang aber […]
Weiter zur kompletten Gesundheitsnachricht →
Kölner Wissenschaftler*innen entwickeln eine Methode, um Schäden auf der Ebene einzelner Zellen nachzuverfolgen. Die Studie eröffnet neue Wege, um altersbedingte degenerative Erkrankungen zu erforschen / Veröffentlichung in „Cell Genomics“ Wissenschaftler*innen der Universität zu Köln, des Universitätsklinikums Köln und des Max-Planck-Instituts für Stoffwechselforschung haben eine Methode entwickelt, mit der sich Schäden an einzelnen Zellen erstmals präzise quantifizieren lassen. Die Methode nutzt molekulare Marker, konkret die Genexpression, und ermöglicht damit Krankheitsverläufe detailliert in einzelnen Gewebeproben, etwa einer Biopsie, zu analysieren. Die Studie […]
Weiter zur kompletten Gesundheitsnachricht →
Marburger Forschungsteam folgt neuer Strategie gegen Bauchspeicheldrüsenkrebs Was wäre, wenn man Krebs bekämpft, indem man ein wichtiges Enzym gezielt einschaltet, anstelle es auszuschalten? Genau das hat ein Forschungsteam der Philipps-Universität Marburg erstmals für das Enzym PRMT1 geschafft. Die Wissenschaftler*innen entwickelten einen kleinen Wirkstoff namens TR-07, der PRMT1 aktiviert. Dadurch sterben Bauchspeicheldrüsenkrebs-Zellen leichter ab und eine etablierte Chemotherapie wirkt im Mausmodell besser. Die Entdeckung eröffnet einen neuen Weg in der Krebsforschung und wurde jetzt im Journal of Medicinal Chemistry (https://doi.org/10.1021/acs.jmedchem.5c03281) veröffentlicht. […]
Weiter zur kompletten Gesundheitsnachricht →
Forschende des Uniklinikums Erlangen kombinieren optische Diagnosemethode mit KI-gestützter Bilderkennung Bislang setzte die Diagnostik von Hauttumoren eine sichtbare Hautveränderung voraus. Dabei ist die sogenannte Line-Field Confocal Optical Coherence Tomography (LC-OCT) eine etablierte Untersuchungsmethode. Nun haben Forschende um Dr. Moritz Ronicke von der Hautklinik des Uniklinikums Erlangen einen neuen Ansatz entwickelt: In einer Machbarkeitsstudie hat das Team ein Verfahren vorgestellt, bei dem mit KI-gestützter Bilderkennung systematisch die gesamte Gesichtshaut von Risikopatientinnen und -patienten gescannt wird. Erstmals konnten die Forschenden damit Basalzellkarzinome […]
Weiter zur kompletten Gesundheitsnachricht →
Urologie und Radioonkologie beraten Patientinnen und Patienten gemeinsam zu Therapieoptionen. Angebot ermöglicht Zweitmeinung und bringt Klarheit in komplexen Fällen. Interdisziplinäre Beratung als Qualitätsfaktor der zertifizierten Patientenversorgung. Eine Krebsdiagnose ist für Betroffene häufig mit großer Unsicherheit und Ängsten verbunden. Neben der Verarbeitung der Diagnose müssen oft innerhalb kurzer Zeit weitreichende Therapieentscheidungen verstanden und verarbeitet werden. Je komplexer und langwieriger die Erkrankung, desto schwieriger fällt es oft, klar die Optionen zu bewerten. Für Patientinnen und Patienten mit Prostata-, Blasen-, Nieren- oder Urothelkarzinomen […]
Weiter zur kompletten Gesundheitsnachricht →
Forschende der Medizinischen Fakultät der Universität Freiburg konnten zeigen, dass eine neuartige Wassertank-Beschichtung die Anzahl von Dengue-Erkrankungen in Kolumbien senkt. Die Maßnahme kostet zwei US-Dollar pro Jahr und Tank. Ein einmaliger Anstrich von Wasserbehältern kann die Zahl von Gelbfiebermücken (Aedes aegypti) und damit die Ausbreitung des Denguefiebers über viele Monate deutlich bremsen. Das zeigen Forscher*innen der Medizinischen Fakultät der Universität Freiburg in einer Studie, die am 19. August im Fachjournal The Lancet Infectious Diseases veröffentlicht wurde. Die Untersuchung zeigt, dass Dengue-Erkrankungen in […]
Weiter zur kompletten Gesundheitsnachricht →
Die DAK-Gesundheit begrüßt den Beschluss des Gemeinsame Bundesausschusses (G-BA), die U10 als Regelleistung einzuführen. Bei dieser Vorsorgeuntersuchung für Kinder zwischen neun und zehn Jahren geht es vor allem um mögliche Entwicklungsstörungen wie etwa Lern- und Konzentrationsschwächen. DAK-Vorstandschef Andreas Storm betont, die neue Pflichtuntersuchung setze einen starken Akzent für die neue Präventionsoffensive des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG). Bereits seit 2014 bietet die DAK-Gesundheit die U10 als freiwillige Mehrleistung gemeinsam mit dem Berufsverband der Kinder- und Jugendärzt*innen (BVKJ) an. „Die U10-Vorsorgeuntersuchung ist […]
Weiter zur kompletten Gesundheitsnachricht →
Forschende vom Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) und vom Stammzell-Institut HI-STEM* haben einen bislang unbekannten Mechanismus identifiziert, mit dem eine besonders aggressive Form von Darmkrebs der Immunabwehr entkommt. Die Ergebnisse zeigen, dass die Aktivierung eines wichtigen Signalwegs den Krebszellen dabei hilft, das Immunsystem auszubremsen und so die bösartige Tumorentwicklung voranzutreiben. Rund 55.000 Menschen erkranken jedes Jahr in Deutschland an Darmkrebs. Etwa ein Viertel dieser Erkrankungen entwickelt sich aus einer speziellen Form von Darmpolypen (sog. serratierten Läsionen). Diese Vorstufen tragen oft eine Mutation […]
Weiter zur kompletten Gesundheitsnachricht →
Die Website praevention-direkt-finden.de bietet ab sofort eine strukturierte Übersicht aller Präventionskurse, einschließlich flexibler Onlineangebote, und richtet sich gezielt an Ärztinnen und Ärzte, Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten sowie Beratungsstellen. Gemeinsame Pressemitteilung der Verbände der Krankenkassen und der Bundesärztekammer Diese können nun schnell und einfach passende Angebote für ihre Patientinnen und Patienten heraussuchen und empfehlen. Deutschlandweit sind über 120 000 zertifizierte Präventionsangebote zur Verhaltensprävention in den Handlungsfeldern Bewegung, Ernährung, Stressmanagement und Suchtprävention verfügbar. Alle Kurse werden von den gesetzlichen Krankenkassen bezuschusst und können […]
Weiter zur kompletten Gesundheitsnachricht →
Nikotinkonsum hat unabhängig von der Darreichungsform messbare Auswirkungen auf das Herz-Kreislauf-System, zeigt eine neue Übersichtsarbeit unter Leitung der Universitätsmedizin Mainz. Die Forschenden führten molekularbiologische, präklinische, klinische und Biomarker-Daten zusammen, um die gesundheitlichen Folgen gängiger Nikotinprodukte zu vergleichen. Dabei zeigte sich ein abgestuftes kardiovaskuläres Risiko: Am höchsten war das Risiko bei Verbrennungsprodukten wie Zigaretten und Wasserpfeifen, Tabakerhitzer lagen E-Zigaretten im mittleren Bereich, und auch orale Nikotinprodukte wiesen ein messbares Risiko auf. Die Ergebnisse wurden im Fachjournal Nature Reviews Cardiology veröffentlicht. Tabakkonsum […]
Weiter zur kompletten Gesundheitsnachricht →
Eine Studie des Instituts für Umweltmedizin und Integrative Gesundheit der Universität Augsburg zeigt, dass Birken- und Gräserpollen signifikant zur Zahl ambulanter Asthma-Notfallbehandlungen in Bayern beitragen. Mithilfe automatisierter Pollenmessungen konnte das interdisziplinäre Forschungsteam den Zusammenhang zwischen verschiedenen Pollenarten und der Asthmabelastung präziser untersuchen als bislang möglich. Zwar ist seit Langem bekannt, dass Pollen Asthmabeschwerden auslösen oder verstärken können. Bislang waren die Forschungsergebnisse jedoch uneinheitlich. Insbesondere war oft nicht klar, welche Pollenarten besonders stark zur Asthmabelastung beitragen.Um diese Wissenslücke zu schließen, verknüpfte […]
Weiter zur kompletten Gesundheitsnachricht →